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Pilgern mit Portwein: Jakobsweg in Portugal

Der Bericht im FOCUS Online ist teilweise unsinnig wen es da heißt: "zünftige Pilgerunterkünfte fand er nur bei der Feuerwehr..." .
1. Die Bombeiros sind garnicht soo begeistert, wenn Pilger bei ihnen übernachten wollen, denn sie haben noch was anderes zu tun.
2. Alle 20-24 km befindet sich eine gut ausgebaute Herberge mit Duschen etc. zum Preis von 3 Euro (P), bzw. 5 Euro (E).

Ich bin den Caminho Portugues in 2010 zweimal ab Porto gegangen, im Mai und im September und fand überall ohne Mühe einen Schlafplatz in einer Pilgerherberge. Ende August werde ich wieder ab Porto auf dem Caminho sein.

Der Caminho Portugues ist für Pilgerneulinge nur zu empfehlen, denn er hat leistbare Tagesetappen, führt durch wunderschöne Landschaften und hat wenig Höhenunterschiede (max. 400 m). Ohne Mühe kann mann/frau die 230 km in 10-12 Tagen schaffen. Dazu kommt noch, dass Ryanair günstige Flüge nach Porto anbietet. Für den Rückweg von Santiago nach Porto nimmt man den ALSA-Bus für 27,50 Euro.

Bom Caminho

Rainer
 
naja:
in dem focus-bericht schreibt ein gewisser martin, was ER erlebt hat, und wenn er eben bei den bombeiros war...

schreib doch mal etwas genauer über deine erfahrungen. kannst dich ja mit simOen austauschen, der war ja ebenfalls schon pilgern. ;)
 
Ohne den Bericht gelesen zu haben (Zeitmangel) und ohne tatsächlich den Caminh portugues gelaufen zu sein, kann ich trotzdem aus Erfahrung sprechen, dass die Feuerwehr in Porto quasi als offizielle Pilgerherberge dient. Es darf dort kostenlos übernachten, wer einen Plgerausweis hat. Selbst die Touristeninfo schickt die Pilger dahin. Ich selbst habe die Gelegenheit leider nicht genutzt, weiß aber, dass ein Freund dort übernachtet hat und damit zufrieden war.
Das nur zur kurzen Diskussion darüber, dass die Feuerwehr was anderes zu tun hat.
Ich weiß zwar nicht genau, um was es ging, aber in Porto scheint man bei der Feuerwehr willkommen zu sein.
 
Es kann ja durchaus sein, dass man in Porto bei den Bombeiros wilkommen ist. Ich bin auf meinen Wegen bei einigen Feuerwehren vorbeigekommen und habe auch dort mit den Bombeiros gesprochen. Der eigentliche Grund war nicht die Suche nach einer Übernachtung, sondern der Austausch von Abzeichen, die ich ja sammle. Deshalb habe ich zu Tausch immer Abzeichen unserer örtlichen Feuerwehr dabei.
In Publikationen wird gesagt, man möge bei den Feuerwehren um Übernachtungsmöglichkeiten nachfragen. Diesen Aspekt habe ich im Gespräch immer angesprochen - man war von Seiten der Bombeiros nicht sehr begeistert über die viele Nachfragerei der Pilger. Sie sagen klar, dass das Netz der Herbergen inzwischen so gut ausgebaut sei. So gibt es inzwischen in Barcelinhos etwa 100 m von der Feuerwehr entfernt eine ausgezeichnete Herberge einer privaten Gruppe. Das hat sich aber noch nicht herumgesprochen, sodaß viele noch bei der Feuerwehr nachfragen, liegt diese doch genau vor der Brücke nach Barcelos am Weg.

Im übrigen haben die Bombeiros in Gebieten mit hoher Brandgefahr im Moment wirklich viel zu tun, siehe die täglich mehrmals aktualisierte Liste der Incendios Florestais.
 
Feuerwehr in Portugal

Hallo zusammen
Ich war im September 2008 von lisboa nach Santiago unterwegs.
Wenn ich nicht die netten Feuerwehrleute gehabt hätte wäre es manchesmal sehr eng gewesen mit einem Schlafplatz. Ab Porto ist es einfacher da gibt es schon mal eine Herberge oder kleine Hostals. In keiner Nacht in der ich bei der Feuerwehr schlief war nachts alarm.
Also vielen vielen Dank an die wirklich netten und hilfsbereiten Feuerwehrfrauen und Männer auf der Tour
DANKE
Liebe Grüße
Hans Jürgen
 
Hallo Hans Jürgen,
jetzt wird die Sache schon klarer - von Lisboa nach Porto gab und gibt es tatsächlich wenig Unterkunftsmöglichkeit. Da helfen die Bombeiros wirklich. Ich habe aufgrund meiner Sprachkenntnisse immer auf Bauerhöfen angefragt, ohne Probleme. Essen und Übernachtung waren frei, kosteten nur eine Kerze in Fatima, bzw. ein Gebet in Santiago.
Wir schreiben heuer das Jahr 2011. Es gibt jetzt zwischen Porto und SdC wirklich ungefähr alle 20 km eine ofizielle Herberge, die privaten garnicht dazu gerechnet. Einzig das Stück zwischen Porto und Rates ist mit ca. 37 km noch sehr lang, aber auch da gibt es eine provisorische Herberge in Vilarinho (25 km). Ich habe die Entwicklung der Herbergen von Porto nach SdC im Laufe der Jahre mitbekommen. In 2010 konnte ich eine Woche nach der Eröffnung in der neuen Herberge Portela de Tamel übernachten. Sie liegt ca. 9 km nach Barcelos und verkürzt somit den Weg nach Ponte de Lima.

Es gibt sie übrigens noch, die "klassische" Herberge für Pilger, das Monasterio de Herbon, in der Nähe von Padron. Die Franziskaner bieten Abendessen, Übernachtung und Frühstück um Gotteslohn, wobei Spenden natürlich wilkommen sind.

Nachtrag.: Für Fatimapilger kann ich das Casa do Verbo Divino der Steyler Missionare nur empfehlen. Die Verpflegung ist dort ausgezeichnet und der Weinkeller gut bestückt.

Bom Caminho

Rainer
 
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