Hallo Louis.
Ich liste Dir die verschiedenen Möglichkeiten jetzt mal Laienhaft, weil wir sicher einige Mitglieder haben, die das auch interessiert und die weniger Erfahrung als Du haben:
Du bekommst hier die Fische generell auf 5 Arten aus dem Wasser, aber nur wenn sie mögen und du keine Fehler machst:
1. Brandungsangeln:
Du stehst direkt am Strand in hohen Gummistiefeln und watest mit der Brandungsangel (5,50 Meter bis 6 Meter), mit einer halben oder ganzen Sardine bestückt, im richtigen Moment ins Meer, wirfst Deine Brandungsangel aus mit einem Duftköderblei oder einem 200er Kugelblei (die Angeln kosten hier so ab 50 Euro aufwärts - Modelle einteilig, 2 teilig oder mit 3 festen Verbindungen). Wenn Du Glück hast beißt ein Wolfsbarsch (500 g - 8 kg). Der Fisch verbeißt sich ohne Dein Zutun am Haken und Du musst ihn nur gleichmäßig unter Zug einholen. Ich umwickle die Sardine noch mit Gummifaden, wenn Brandung ist, die Welle also über 50 cm hat. Brandungsangeln ist besonders nachts bzw. in der Morgen- oder Abenddämmerung erfolgreich - am besten bei Vollmond.
2. Klippfischen auf Grund:
Du stehst möglichst schwindelfrei mit festen Schuhen direkt an der hohen Klippe und wirfst eine lange Rute(mindestens 6 Meter - 6,8 Meter - einteilig, zur Not auch die Brandungsangel) möglichst weit aus - so um die 50 -100 Meter. 100er bis 200er Blei und als Köder verwendest Du Sandwürmer vom Strand, Stabmuscheln, Sepia, Garnelen oder kleine Krabben. Wenn Du Glück hast, beißen Barsche und Brassen. Meistens jedoch Makrelen, Petermännchen und Blöker. In Hafennähe auch mal eine Meeresche, wenn Du entsprechend kleine Haken verwendest (mit Brot).
Beim Klippfischen auf Grund einmal kräftig anhauen und dann gleichmäßig unter Zug raus holen. Am Besten, Du siehst dann nach, welcher Fisch es ist. Wenn es eine Dorade ist, dann brauchst du für Fische ab 1 - 1,5 kg einen "Korb", den Du an der Schnur runter lässt, weil sonst reißt der Haken im Mund aus wegen des Eigengewichtes des Fisches und er ist schwer verletzt wieder im Meer. Douraden ab ca. 2 kg sollten vorher müde gemacht werden, bevor Du sie ohne Probleme in den Korb bringst. Die beste Zeit ist 30 Minuten vor Fluthöchststand bis 1 1/2 Stunden danach.
3. Klippfischen mit Boje:
Du stehst noch näher an der Klippe (an der Kante) und fischt mit Boje (die großen Teile aus Kork - nicht so eine kleine Plastikkugel, weil die siehst Du von oben nicht mehr). Als Köder nimmst Du Sandwürmer oder lebende, grüne Garnelen (nur bei klarem Wasser) bzw. Camarão (Shrimps aus dem Tiefkühlregal). Dann hast Du meistens Geißbrassen, Streifenbrassen oder Goldbrassen.
Das ist die erfolgreichste Art von der Klippe, weil der Fisch meist in Felsnähe nach Futter sucht. Beobachte ständig die Boje und wenn sie untertaucht sofort anhauen. Beste Zeit wie beim Klippfischen auf Grund.
4. Klippfischen im niederen Klippenbereich seitlich der Wellen:
Seitlich mit der Welle mit einer luftgefüllten Plastikboje und einem Plastikfisch (5 - 10 cm- Mehrfarbig) unter ständigem Auswerfen und Einholen. Auch hier unter gleichmäßigem Zug den Wolfsbarsch einholen. Die besten Fangerfolge hatte ich hier nur bei auflaufender Flut.
5. Das Angeln vom Boot
Wenn es Dir nur ums "Angeln" geht, dann bist Du fast immer besser bedient (und kommt im Prinzip auch nicht viel teurer), wenn Du die organisierten Bootstouren zum Angeln in Anspruch nimmst. Da wird Dir die geeignete Ausrüstung und der Köder gestellt und die Erfolgsaussichten auf einen Fang sind ungleich höher.
Generell gilt aber: Ohne Kenntnis des Meeres, des Meeresgrundes und der Hilfe der heimischen Fischer wird es Dir schwer gelingen, auch als geübter Angler, soviel dem Meer zu entreißen, dass Du Dich davon ernähren kannst. Nach genauerer Kenntnis und Übung ist das aber immer noch sehr gut möglich. Es ist nur lebensgefährlich und du solltest mit den erfahrenen Fischern mitgehen, wenn sie dich lassen. Sprachkenntnisse und die Achtung vor Medronho und derben Streichen, Geruchsfestigkeit und eine anfängliche vornehme Zurückhaltung sind da sehr dienlich.