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Auf dem Weg an die Algarve

Hallo Forenten
gerade den WW modifiziert und reisefertig gemacht. Nächste Woche solls über Land los gehen.
Lese jetzt schon seit Wochen in euerem Forum ohne Mitglied zu sein und bin seit heute angemeldet.
Sehr interessant bei euch nur habe ich ein wenig den Überblich verloren.
Jetzt mal ein paar Fragen an euch.

Wie sind die Preise für große und kleine Gasflaschen. Habe drei Stück, das wiegt! Darum die Frage. Leer mitnehmen und dort befüllen lassen oder dort Gasflaschen kaufen/leihen und wieder zurück geben.
Was meint ihr dazu?

Kreditkarte und Maut/Peage kein Problem in Portugal?

Sat Schüssel... die 80er ist mir zum transportieren zu groß. Vielleich kauf ich dort eine, Receiver etc. hab ich.
Wie sind die Preise?

Empfehlungen für die Route von Frankfurt aus? Würde gern bis Bordeaux ohne Peage fahren. Danach wohl besser Peage schätze ich.





Würde mich sehr über Antworten freuen


Grüße

Peter
 
nimm auf jeden Fall Gas mit. Befüllen ist umständlich. Adapter sind auch anders und leere Falschen machen in meinen Augen keinen Sinn. Man verpraßt Urlaubstage für die Suche nach Füllstationen.
Nur ne Sat Antenne kaufen könnte im Algarve kompliziert und langwierig werden und ist nicht günstiger.
 
Hallo Louis,
wir fahren Luxemburg, Metz, Troyes, Orleans, Poitiers über die Autobahn und dann die Mautfreie Strecke Angouleme-- Bordeaux. Insbesondere die A19 ist fast autofrei und sehr angenehm und schnell zu fahren. Alls mautfreie Strecke bietet sich an und wurde empfohlen: Metz, Nancy, St.Dizier, Troyes, Sens, Montargis, Vierzon, Limoges, Angouleme, Bordeaux.
Von Bordeaux bis Bayonne war die Nationalstrasse früher überwiegend mautfrei, aber seit letztem Jahr hat´s hier eine neue Autobahn, und die kostet nun...
Von San Sebastian nach Vitoria solltest Du die N1 (mautfrei) nehmen; die Strecke steigt vierspurig allmählich auf die span. Hochebene und ist landschaftlich nett. Aber Vorsicht: dieAutobahnbetreiber versuchen Dich auf die Mautstrecke Richtung Bilbao zu locken.
Die N1 ist für mich jedesmal wieder schwierig zu finden wegen eines Gewirrs von AB um San Sebastian herum... Tip: im Navi "Tolosa" einstellen!
Von Miranda de Ebro bis Burgos solltest Du unbedingt die Autobahn fahren; die N1 ist auf diesem Stück sau-schlecht.
Weiter geht es durch Spanien vierspurig und mautfrei über Sevilla bis Ayamonte oder bis Badajoz Richtung Evora.
Die Autobahn-Maut Badajoz--- Evora kannst Du nicht mit Kredit-oder EC Karte bezahlen: der Automat will Bares sehen (Münze oder Schein!!)
Aber ich empfehle Dir sowieso die Landstrasse über Elvas und Estromoz zu nehmen; die ist sehr schön.
Die Strecke Evora- Beja ist etwas baufällig geworden im Laufe der Jahre, und wir fahren dann in Ourique auf die Autobahn Richtung Albufeira. Die Maut kannst Du personalintensiv mit Visa begleichen.
Ganz anders geht es mit der Maut auf der A22, der Algarveautobahn. Hier musst Du Dich mit D-Kennzeichen von Huelva kommend an der grossen Brücke über den Rio Guadiana fotografieren lassen und Dein Kennzeichen mit der VisaKarte verknüpfen (da steht so ein Automat) , und dann kannst Du 4 Wochen lang die A22 nutzen. Der gefahrene Betrag wird automatisch abgebucht. Kommst Du von Evora, geht diese Methode nicht. Jetzt musst Du ! vorher ! bei der CTT oder an eine Tankstelle einen Bon (5, 10 oder 20 Euro) kaufen und den mit SMS mit Deinem Autokennzeichen an einer angegebenen Tel Nummer anmelden. Du bekommst dann eine SMS Rückmeldung aufs Handy..
Diese ganze Prozedur kannst Du aber auch schon zu Haus übers Internet erledigen . Schau mal hier im Forum nach "Maut"
So, jetzt zum Punkt: Gas. Es gibt überall die Möglichkeit, mit einem Adapter Gas nachzutanken, z.B. an einer Tankstelle zwischen Quarteira und Almancil oder in Bouliqueime. Einfach dort unten einen WOMO Camper fragen...
Die SAT Antenne würde ich von zu Haus mitnehmen...
Gruss Rolf
 
Vielen Dank Rolf für Deine ausführliche Routebeschreibung. Das hört sich toll gut an und denke das wird meine Route sein.:cool:
Im wesentlichen, mal sehen wie ich mautarm nach Bordeaux komme. Hängt auch vom Wetter ab. Deine Tipps für Spanien sind genial, so will ich die Verwicklung um San Sebastian meiden. Obwohl ich die Stadt, die Leute und das Essen sehr mag. Auf der Rückfahrt werde ich die Route an der Küste nehmen da komme ich sowieso dort langs. So, jetzt erst mal Karten lesen und weiter Forum lesen. Vielen Dank. :blumen:
Rolf.. Du bist auf der Route offensichtlich öfter , vielleicht hast noch ein zwei kulinarische Empfehlungen, along the way? :hunger:

Danke auch für Deinen Beitrag von Holldiewaldfee, nur sieht es wohl so aus als wäre das befüllen der Gasflaschen kein Problem.
Ein Adapter wird schon zu bekommen sein.


Hier noch eine Frage... bitte wie sieht es mit Angelruten und Zubehör an der Algarve aus. Von irgendendetwas muß ich ja schließlich leben. :confused:
Lange Brandungsangel um konkret zu sein. Erschwinglich dort? Oder ist eine schnöde Teleskopangel doch die bessere Wahl. Die Ausrüstung muß ich noch haben.


Grüße
 
gas auffüllen ist kein problem,die tankstellen haben adapter und eine 11 kg flasche auffüllen kostet 18 euro,mache ich immer so,die grauen eu-flaschen gibt es hier nicht.
lg walter
 
Hallo Louis,
die Strecke bin ich in letzter Zeit gleich zweimal gefahren, Ende Nov. und Anfang Jan; aber an kulinarische Höhepunkte kann ich mich irgendwie nicht recht erinnern. Bin halt froh, wenn wir nach 6-7 Stunden Fahrt irgendwo im gebuchten Hotel ankommen und pennen können. Wegen unseres Dackels haben wir unterwegs bisschen Akzeptanzprobleme in Hotels, zumindest in Spananien. Daher muessen wir vorher buchen und dasTagesziel erreichen. . Wir nehmen immer drei Übernachtungen und reissen die 2600 Kilometer in 23 stressigen Fahr-Stunden ab...
Was Eure Verpflegungsprobleme angeht: ich gehe nun schon seit vielen Jahren täglich an den Strand, zur Zeit an den praia grande von Ferragudo. Oben genannter Dackel wünscht das .
Und da stehen immer wieder viele Angler und lassen ihre Schnuerlis ins Wasser.
Und Du glaubst es nicht: Vor zwei Jahren habe ich jemanden erlebt, der einen platten Fisch rausgezogen hat. Er war sehr stolz, als ich bat, ihn fotografieren zu dürfen...

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Ob man davon überleben kann? Hab da kleinen Zweifel.
Und dann war da noch der Angler, der am Strand wie ein Rumpelstielchen schrie, als sich seine Angelschnur an meinem Ruder verfangen hatte...

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Gruss Rolf
 
Na klasse Deinen Dackel hat er schon mal nicht als Köder verwendet:(
Boot zu klein und der kleine muß an Land bleiben.
Danke für die schönen Bilder. Vielleicht will Dein Hund nicht raus wenn die Fische anbeißen?


Ja ja mit dem Angeln ist das nicht so einfach.
War an der Ostküste Australiens 4 Jahre am angeln und kann von so manchen Anglerlatein und Fischen mit vielen großen Zähnen berichten.
Immer gut wenn ein Fish & Chip Shop in der Nähe ist. :cool:
Macht aber nix, werde da mal den Haken ins jeweilige Gewässer hängen. For sure.

Grüße

Peter
 
Hallo Louis.
Ich liste Dir die verschiedenen Möglichkeiten jetzt mal Laienhaft, weil wir sicher einige Mitglieder haben, die das auch interessiert und die weniger Erfahrung als Du haben:
Du bekommst hier die Fische generell auf 5 Arten aus dem Wasser, aber nur wenn sie mögen und du keine Fehler machst:

1. Brandungsangeln:

Du stehst direkt am Strand in hohen Gummistiefeln und watest mit der Brandungsangel (5,50 Meter bis 6 Meter), mit einer halben oder ganzen Sardine bestückt, im richtigen Moment ins Meer, wirfst Deine Brandungsangel aus mit einem Duftköderblei oder einem 200er Kugelblei (die Angeln kosten hier so ab 50 Euro aufwärts - Modelle einteilig, 2 teilig oder mit 3 festen Verbindungen). Wenn Du Glück hast beißt ein Wolfsbarsch (500 g - 8 kg). Der Fisch verbeißt sich ohne Dein Zutun am Haken und Du musst ihn nur gleichmäßig unter Zug einholen. Ich umwickle die Sardine noch mit Gummifaden, wenn Brandung ist, die Welle also über 50 cm hat. Brandungsangeln ist besonders nachts bzw. in der Morgen- oder Abenddämmerung erfolgreich - am besten bei Vollmond.

2. Klippfischen auf Grund:

Du stehst möglichst schwindelfrei mit festen Schuhen direkt an der hohen Klippe und wirfst eine lange Rute(mindestens 6 Meter - 6,8 Meter - einteilig, zur Not auch die Brandungsangel) möglichst weit aus - so um die 50 -100 Meter. 100er bis 200er Blei und als Köder verwendest Du Sandwürmer vom Strand, Stabmuscheln, Sepia, Garnelen oder kleine Krabben. Wenn Du Glück hast, beißen Barsche und Brassen. Meistens jedoch Makrelen, Petermännchen und Blöker. In Hafennähe auch mal eine Meeresche, wenn Du entsprechend kleine Haken verwendest (mit Brot).

Beim Klippfischen auf Grund einmal kräftig anhauen und dann gleichmäßig unter Zug raus holen. Am Besten, Du siehst dann nach, welcher Fisch es ist. Wenn es eine Dorade ist, dann brauchst du für Fische ab 1 - 1,5 kg einen "Korb", den Du an der Schnur runter lässt, weil sonst reißt der Haken im Mund aus wegen des Eigengewichtes des Fisches und er ist schwer verletzt wieder im Meer. Douraden ab ca. 2 kg sollten vorher müde gemacht werden, bevor Du sie ohne Probleme in den Korb bringst. Die beste Zeit ist 30 Minuten vor Fluthöchststand bis 1 1/2 Stunden danach.

3. Klippfischen mit Boje:

Du stehst noch näher an der Klippe (an der Kante) und fischt mit Boje (die großen Teile aus Kork - nicht so eine kleine Plastikkugel, weil die siehst Du von oben nicht mehr). Als Köder nimmst Du Sandwürmer oder lebende, grüne Garnelen (nur bei klarem Wasser) bzw. Camarão (Shrimps aus dem Tiefkühlregal). Dann hast Du meistens Geißbrassen, Streifenbrassen oder Goldbrassen.
Das ist die erfolgreichste Art von der Klippe, weil der Fisch meist in Felsnähe nach Futter sucht. Beobachte ständig die Boje und wenn sie untertaucht sofort anhauen. Beste Zeit wie beim Klippfischen auf Grund.

4. Klippfischen im niederen Klippenbereich seitlich der Wellen:

Seitlich mit der Welle mit einer luftgefüllten Plastikboje und einem Plastikfisch (5 - 10 cm- Mehrfarbig) unter ständigem Auswerfen und Einholen. Auch hier unter gleichmäßigem Zug den Wolfsbarsch einholen. Die besten Fangerfolge hatte ich hier nur bei auflaufender Flut.

5. Das Angeln vom Boot

Wenn es Dir nur ums "Angeln" geht, dann bist Du fast immer besser bedient (und kommt im Prinzip auch nicht viel teurer), wenn Du die organisierten Bootstouren zum Angeln in Anspruch nimmst. Da wird Dir die geeignete Ausrüstung und der Köder gestellt und die Erfolgsaussichten auf einen Fang sind ungleich höher.

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Generell gilt aber: Ohne Kenntnis des Meeres, des Meeresgrundes und der Hilfe der heimischen Fischer wird es Dir schwer gelingen, auch als geübter Angler, soviel dem Meer zu entreißen, dass Du Dich davon ernähren kannst. Nach genauerer Kenntnis und Übung ist das aber immer noch sehr gut möglich. Es ist nur lebensgefährlich und du solltest mit den erfahrenen Fischern mitgehen, wenn sie dich lassen. Sprachkenntnisse und die Achtung vor Medronho und derben Streichen, Geruchsfestigkeit und eine anfängliche vornehme Zurückhaltung sind da sehr dienlich.
 
Hallo Wolfgang und Danke! für die Infos und ausführliche Beschreibung.

Das bei Klippfischen auf Grund in Portugal oft so ne öligen Makrelen auftauchen ist eine richtig gute Info.
Die mag ich gar nicht. In New Zealand ist das leider noch viel schlimmer... von 10 Fischen innerhalb ca. 45 Min. oder weniger (wenn keine Delphine da sind) beißen 10 Makrelen/Kauewai. Die Makrelen gehen nicht so tief Da hilft dann nur die Wassertiefe erhöhen um z.B. einen schönen John Dory/Petersfisch oder auf die größeren Snapper/Brassen zu gehen. Ist der von Dir erwähnte Petersfisch ähnlich dem in NZ? Kann schon ordentliche 15 - 30 Kg wiegen je tiefer umso älter der Fisch und größer. Habe aber keine Gefriertruhe dabei.. von daher laß ich die größeren Fische lieber leben. ;)

Die Warnungen bezüglich "Lebensgefährlich an den Klippen zu angeln" kann ich nur unterschreiben. :eek:
In den Felsen will ich nicht mehr rumklettern. Vielleicht finde ich ja eine schöne Stelle mit einer Mischung aus Brandung und Klippen.

Ja klasse, 50 Euronen für ne Angel gebe ich gerne aus. In der BRD sind die langen Angeln nicht in Mode.

Danke und alleas Gute

Peter
 
Vielleicht finde ich ja eine schöne Stelle mit einer Mischung aus Brandung und Klippen

Da wirst Du nicht alleine sein und diese Stellen sind alle längst leergefischt.

einen schönen John Dory/Petersfisch oder auf die größeren Snapper/Brassen zu gehen

Heringskönige sind selten, einen Red Snapper auch nur vom Boot aus, weil der nicht so nah an die Küste kommt.

der von Dir erwähnte Petersfisch

Ich meinte nicht den Peterfisch (Heringskönig) sondern das Petermännchen.
Wenn Du nachst fischt, kannst Du auch auf Moräne und Seeaal. Tagsüber ist die Beute eher gering. Die Zeiten, wo man 5 oder 6 Fische je 2 kg in der Stunde gefangen hat, sind lange vorbei. Vielleicht an 2 oder 3 Tagen im Jahr hat man solche Bedingungen. wenn Du richtig Fisch angeln willst, ist das nur vom Boot aus möglich.
 
Da gehen die Probleme schon los... viele Fische denen ich nichts abgewinnen kann. Vor den Moränen/Zitteraalen in Potugal wurde ich schon anfags der sechziger (oha das ist ne ganze Weile her) deutlich gewarnt.
Habe noch so ne Gummi Nußschale mit E-Motor vielleicht nehme ich die mit. Gegen eine Meeresströmung kommt das Ding leider nicht an.

Vielleicht komm ich mal auf eine Bratwurst vorbei. :hunger:
Bisher ist das die einzige kulinarische Empfehlung and der Algarve. :D

Pakhoras mit Chutney, Dhal, Bhat und Subjee wäre meine kulinarische Idee.
Zum Glück ist die Ausrüstung schon verpackt, also verhungern werde ich schon nicht.

Grüße

Peter
 
Mit meinem WW gibt es zwei Kennzeichen für die Maut in Portugal.
Welches Kennzeichen wird erfasst, vorne oder hinten.
Oder beide? WW wird mehr Maut kosten.

Grüße
 
es werden beide erfasst und die Maut nach dem Zugfahrzeug und den Gesamtachsen berechnet.
Hier kannst Du Dir das ansehen

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