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Wochenende mit Hindernissen in Vale da Telha

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Aufgeschrieben aus der Erinnerung ohne einen Anspruch auf Irgendetwas wie Richtigkeit, Vollständigkeit usw.

Mit dem Wohnwagen nach Vale da Telha

Ende der 80 er Jahre in Beja. Die Stadt war heiß im Sommer und wir suchten an jedem Wochenende Abkühlung an den Stränden im Algarve.
Viele in alten Wohnwagen, vom Vorgänger übernommen meist mit Stellplatz auf einem der Campingplätze wie Ferragudo oder Valverde manchmal auch auf einem privaten Gelände in Sesmarias / Albufeira bei Joaquim oder auf der sog. Feuerwehrquinta direkt nebenan.
Heute steht auf der Feuerwehrquinta übrigens ein Hotel der schweizer Gruppe Hapimag
( [DLMURL="http://www.hapimag.com/de/albufeira-algarve.htm"]Albufeira[/DLMURL] ).

In Beja boomte der Time Sharing Trend. Es verging eigentlich kaum eine Woche, in der nicht im Kommando „neue und gute Angebote, die man keinesfalls ausschlagen kann“ eingingen.
Es war die Zeit, in der die Anlage „Palm Gardens“ in Cavoeiro und der „Torre Iberius“ in Armação de Péra intensiv beworben wurden.
Mit etwas Geduld konnte man bei den Verkaufsveranstaltungen zumindest umsonst Wein trinken und etwas essen. Wenn man rechtzeitig den Absprung fand, ein kleines Vergnügen, wenn nicht, folgte ein quälend langes Verkaufsgespräch mit gut geschulten Verkäufern.

In dieser Zeit flatterte ein (heute würde man es Hochglanzprospekt nennen) farbiges Prospekt ins Kommando mit Bildern von blühenden Gärten, schönen Villen mit Pool und einem spektakulären Blick auf´s Meer.
Vale da Telha, ein Hochplateau zwischen den Traumstränden Monte Clerigo und Arrifana an der Westküste Portugals.

Der Prospekt versprach, eine großzügige Ferienurbanisation mit allen Annehmlichkeiten in toller Lage und vermittelte den Eindruck, die Häuser wären schon bezugsfertig.
Was mich als Wohnwagencamper ansprach, ein 5 Sterne Campingplatz sollte bereits in Betrieb sein.
Aber andere Dinge waren wichtiger und so verging mehr als ein Jahr, bevor ich mich auf den Weg nach Aljezur machte, um mir den sagenhaften Campingplatz einmal näher anzusehen.
Meine Frau hatte von vornherein abgewunken, „wenn man nix erwartet, wird man nicht enttäuscht“ war Ihre Aussage zu meinen Reiseabsichten.

Ich hatte damals gerade den Toyota Landcruiser von dem damaligen Schulleiter Gottschalk erstanden und ihn damit vielen anderen Bejanern quasi vor der Nase weg gekauft und brannte darauf, den Wohnwagen dranzuhängen und damit auf Tour zu gehen.

Gut, er hatte keine Klimanalage aber soooo heiß war es in Beja denn ja doch nicht. (glatt gelogen). Dafür sollte der 4 Liter Motor mit gerade einmal 105 Ps kein Problem mit dem 1000 kg Wohnwagen haben, den ich 1987 von Paule Weber gekauft hatte und der damals schon etwa 10 Jahre alt war.

Wir machten uns also auf den damals beschwerlichen Weg von Beja über Castro Verde auf sehr „untergeordneten Kreisstraßen“ nach Ourique und dann von dort die etwas bessere Landstraße runter Richtung Algarve bis S. Bartolomeu de Messines. Dann kuddelte man durch Sines und Porto de Lagos langsam Richtung Westküste.

Wir (also eigentlich ich, meine Frau wollte gar nicht) wollten so herum hin und später über Odeceixe und Odemira wieder zurück nach Beja.


Nachdem wir Aljezur hinter uns gelassen hatten, wollten wir direkt den Wohnwagen auf dem sagenhaften Campingplatz von Vale da Telha abstellen. Den konnten wir aber nun wirklich nicht finden.
Was wir finden konnten war ein Strassengewirr, Verteilerkästen und Straßenbeleuchtung und die Gerippe von wenigen im bau befindlichen Häusern, an denen schon eine ganze Zeit nicht mehr gearbeitet wurde. Das ganze ehrgeizige Tourismusprojekt gab es nicht. Die waren wohl pleite gegangen. Den Campingplatz hat man erst gar nicht angefangen zu bauen.
Vale da Telha gab es nicht- gut, es gab ein paar Straßen und die entsprachen schon der Zeichnung aus dem Prospekt, mehr aber eben nicht.
Wir sind dann schnell wieder zurück nach Praia da Luz auf den Campingplatz Valverde gefahren und haben dort ein paar schöne Tage verbracht.

Den Wohnwagen habe ich 1991 in Beja verkauft und den Landcruiser konnte ich in gute Hände weitergeben an Michael Terwege, der ihn noch lange Jahre gefahren hat.

Bis heute war ich nicht wieder in Vale da Telha obwohl inzwischen wohnen da so viele Menschen, wie Ende der 80 er Jahre schon in meinem alten Prospekt geplant war. Von Fotos her sieht es dort gut aus. Einen Campingplatz soll es auch geben.
Soweit ich gehört habe, wohnen mehr Deutsche als Portugiesen dort, ich weiß es aber nicht genau. Wenn ich Zeit habe, werde ich mir Vale da Telha wohl noch einmal ansehen. Irgendwann.

barlavento - Jornal de Informação Regional do Algarve
 
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naja Sobreiro
ob
Vale da Telha
wirklich einen besuch wert ist???????

ok ok dort wohnen viel Deutsche und wohl auch Engl...
aber die viele vielen haeuser sind sowas von verlassen.........
viel sehr viele häuser stehen zum verkauf
und das schon seit jahren...

ok es hat mich keiner um meine meinung gefragt...
vielleicht kannst Du es ja so machen:
von Aljezur aus nach Monto Clérico dann durch
Vale da Telha
nach Arrifana...
dort super lecker essen
vielleicht auch dort ein paar naechte bleiben...
sonnenauf und untergang sehen
und einfach staunen WIE schoen die natur ist

l.g.
Berenike
 
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naja Sobreiro
ob
Vale da Telha
wirklich einen besuch wert ist???????

ok ok dort wohnen viel Deutsche und wohl auch Engl...
aber die viele vielen haeuser sind sowas von verlassen.........
viel sehr viele häuser stehen zum verkauf
und das schon seit jahren...

Dann hat sich ja soviel doch nicht verändert, nur das dort jetzt Häuser stehen. Ich überleg´s mir.