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Steuerprotest auf Portugiesisch

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Chica

Gast
Auf FB wird eben "geteilt" - eine Idee, wie man "denen da oben" zeigen kann, was man von ihnen hält.
Die Portugiesen protestieren mit Humor, indem sie bei den jetzt vorgeschriebenen Rechungen z.B. im Restaurant nicht die eigene, sondern die Steuernummer (NIF) von z.B. Premierminister Passos Coelho und anderen Regierungsmitgliedern angeben.
Quellen:
Contribuintes pedem milhares de facturas em nome de Passos Coelho - Um novo protesto | Política | Diário Digital
Consumidores pedem faturas em nome de Passos Coelho - Politica - DN
Consumidores pedem facturas em nome de Passos Coelho - PÚBLICO

Und das Ganze bei Facebook -mit den Nummern:
https://www.facebook.com/photo.php?...96817621.32689.144632798978621&type=1&theater
denn natürlich hat TugaLeaks die NIFs parat ;)

Und wers musikalisch mag, schaut mal hier:
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Auf diese Idee muss man erst mal kommen.
In Deutschland wäre die bewusste Angabe einer falschen Steuernummer wohl eine Straftat. Ich bin gespannt, wie das in Portugal in dieser Sache weitergeht...
 
diariodigital schrieb:
O Fisco já estará ao corrente da situação, mas o primeiro-ministro corre o risco de ser fiscalizado, uma vez que «existem mecanismos de fiscalização automáticos que disparam quando um contribuinte gasta em facturas mais do que aquilo que declara como rendimento», adianta.
Na erstmal wird er höchstwahrscheinlich, wie hier bereits angesprochen, ins Visir des Finanzamts rücken. Es gibt automatismen, die einfach losgehen, wenn zB. eine Person mehr ausgibt als wie er Einnahmen deklariert hat. :cool:
 
Auf diese Idee muss man erst mal kommen.
In Deutschland wäre die bewusste Angabe einer falschen Steuernummer wohl eine Straftat. Ich bin gespannt, wie das in Portugal in dieser Sache weitergeht...
Man wird ja hier gefragt, auf wen die Rechnung ausgestellt werden soll, da kommt die Antwort: Pedro Passos Coelho und seine NIF. Also völlig legitim, denn er fordert: Verlangt immer eine Rechnung. Und das wird umgesetzt. :whistle:
Auch wenn man manchmal auf die unausgereiften Ideen mancher Politiker schimpft... hin und wieder erweisen sie sich auch als nützlich. :holy:
 
dann wäre nur noch zu hoffen, dass dadurch dieses Gesetz ad absurdum geführt wird und alles wieder beim Alten bleibt.

Der Staat setzt hier europäische Richtlinien durch ,Fiskalkassen überall dort wo Bargeld im Spiel ist und im übrigen nicht nur in Portugal sondern ganz aktuell auch in Deutschland.Jedes Restaurant und z.B. auch jedes Taxi werden so ausgestattet das das Finanzamt online(!) Zugriff auf alle steuerrelevanten Daten hat,d.h. in Zukunft sagt dir das FA am Ende des Monats wieviel du umgesetzt hast,und bucht gleich ab!Das spart dem einzelnen ne Menge Buchhaltung,Kassenbuch führen usw.! Wenns nicht so traurig wäre wärs witzig.
Zugegebenermaßen sind und waren die Branchen die man hier jetzt im Visier hat Schwarzgeldparadise und so mancher Wirt wird seinen Extrahunie am Tag vermissen...wenn es dabei bleibt!
Bei den jetzt von der Polizei angeblich durchgeführten Kontrollen(IST eigentlich überhaupt schon jemand kontrolliert worden??) kann es also eigentlich nur darum gehen ob der entsprechende Wirt die Rechnung gebucht hat,weniger darum womit der Gast bezahlt hat bzw. woher er das Geld hat.Eins ist sicher in Deutschland steht keiner vor dem Restaurant und fragt ob du die Quittung hast,das wär ja auch noch schöner.
periquita
 
da entwickeln sich für Selbstmordkandidaten neue Wege, die 100% erfolgreich sind. Einfach auf einen Zigeunermarkt bei Andrang eine Rechnung mit Steuernummer verlangen....

Spass beiseite: Es werden tatsächlich Kontrollen durchgeführt und es macht sich der Gast strafbar, wenn er keine gültige Rechnung vorweisen kann, wenn er aus einem Restaurant kommt. Registrierkassen und elektronisches Journal waren schon letztes Jahr Vorschrift - und hätte den EU-Richtlinien entsprochen. Jetzt wollen sie eine Onlineverbindung ins Finanzamt. Wenn die mit Gas funktioniert, soll es mir recht sein.
 
Hi!
Steuern kommen (sollten) doch der Gemeinschaft zugute! Wie soll der Staat sonst die Schulden, Gemeinschaftseinrichtungen, Investionen, etc.finanzieren? Auf die Methode der Eintreibung kommt es an, und die erwähnte Kontrollmethode ist sicherlich nicht die klügste. Stattdessen wäre eine Lizenzentzug-Drohung an die Gastwirte gerichtet, effizienter. Oder eine Reform der Steuererhebung, nämlich, jede Steuer an einen Zweck binden. Ich persönlich wäre motivierter, wenn ich wüsste, dass es z.B die entrichtete Steuer nur für Förderung von Unternehmensgründungen reserviert wird. Und nicht in einen Topf landet, in den gierige Politiker greifen.
LG Bastiao
 
[Perspektive Portugal] Die Quittung

Die in der Presse ausgiebig diskutierte Pflicht der Verbraucher, bei jedem Einkauf eine Quittung zu verlangen, treibt bunte Blüten. Da nicht nur dem Händler, sondern auch den Kunden bei fehlenden Zahlungsbelegen Strafen drohen, ruft die Bürger- und Protestbewegung 'Revolução Branca' die Konsumenten auf, wie Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar, in Cafés, beim Friseur oder in der Autowerkstatt eine Quittung mit der Steuernummer (NIF) zu verlangen, dabei allerdings nicht den eigenen NIF angeben, sondern den eines Regierungs-Politikers.

Zu dem Zweck kursieren in den sozialen Netzwerken die Daten von Premier Pedro Passos Coelho, Justizministerin Paula Teixeira da Cruz, Finanzminister Vítor Gaspar und dem umstrittenen Ressortleiter für parlamentarische Angelegenheiten, Miguel Relvas. Registrieren die Finanzämter per elektronischem Beleg Gesamtausgaben, die sich nicht mit dem deklarierten Einkommen vereinbaren lassen, wird eine Steuerprüfung fällig – eine ironische Rachean den Politikern für die zweifelhafte Praxis, Verbraucher als Kontrolleure zu missbrauchen.


Zeitungsberichten zufolge erhielten die Finanzämter in den vergangenen zwei Wochen „im Namen verschiedener Politiker tausende Belege für eine insgesamt siebenstellige Summe“. Die Regierenden nehmen die Kreativität ihrer Landsleute nicht mit Humor und zeigen keine Einsicht in ihre kapitale politische Fehlleistung.
Der staatliche TV-Kanal RTP und sein Rundfunkableger RDP sendeten Stellungnahmen von Steuerexperten, die warnen, sich an dem Protest zu beteiligen, da er Datenmissbrauch und Falschaussagen beinhalte.

Der Unmut über die neue Vorschrift ist ausgeprägt: Er wehre sich dagegen, dass „der Staat genau weiß, wo ich zu Mittag esse, was ich in der Apotheke kaufe und wann mein Auto kaputt ist“, kommentierte ein Bankangestellter die Aufforderung, Quittungen mit dem persönlichen NIF zu verlangen.

Amândio Alves von der Gewerkschaft der Finanzbeamten, möchte sich und seine Kollegen nicht zum „Erfüllungsgehilfen des Big Brother-Staates machen lassen“. Er sieht auch ein Dilemma für die Händler: Sie könnten „nur die Steuernummer auf die Quittung schreiben, die ihnen der Kunde angibt und haben keine Möglichkeit oder Befugnis, den NIF nachzuprüfen. Ist er falsch, macht sich der Ladenbesitzer der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig“.
Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
 
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