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[Perspektive Portugal] Verhaltene Prognosen

Seit 2005 hat der portugiesische Staat als Arbeitgeber am deutlichsten die Zahl der Mitarbeiter reduziert. Derzeit gibt es in Portugal 608.500 öffentliche Angestellte, das sind zwanzig Prozent weniger als vor sieben Jahren. Vier von zehn dieser Entlassenen verloren seit Anfang 2011 ihre Stelle, etwa in Schulen, Ämtern, Bibliotheken, bei der Polizei oder in Krankenhäusern. Und heute hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbarveröffentlicht und stellt darin als erste internationale Organisation fest: Unter den sich verschärfenden Bedingungen von Lohnungleichheit bestehe „die Gefahr, dass die Regierung ihre Politik nicht umsetzen kann“.

Die OECD prognostiziert einen Anstieg der Arbeitslosigkeit bis Jahresende auf über sechzehn Prozent und für 2013 (anders als Lissabon und Brüssel beteuern) einen Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung um 0,3 Prozent.
Bei weiteren Arbeitsmarktreformen müsse die Flexibilität der Arbeitskräfte gefördert werden, doch falle ebenso ins Gewicht, dass Menschen mit unsicheren oder befristeten Arbeitsverhältnissen an ihrem Arbeitsplatz weniger gute Leistung erbringen.
Die OECD ermahnt Portugals Wirtschaftspolitiker, die Existenzbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen (PME) zu verbessern und bei der Förderung von Firmen deren Eigenkapital höher zu bewerten als die Schulden. Nach neuen Zahlen der portugiesischen Statistikbehörde INE erwirtschaften PME gut sechzig Prozent des Umsatzes im Land.

In dem OECD-Gutachten heißt es, die Regierung setze „auf resolute Weise die Forderungen des EU-IMF-Rettungsprogramms um“, doch es sei nun an der Zeit, nicht nur zu kürzen und zu sparen, sondern „zu einer nachhaltigen Fiskalpolitik zu kommen“, denn das Steuersystem sei eine „Vorbedingung für den Wiederaufbau von Vertrauen, Investitionen und Wachstum“. Dazu gehöre auch ein klarer Umgang mit so genannten faulen Krediten. Banken müssten in erster Linie durch ein „gesundes Verhältnis von Kreditvergabe und Depositen“ solvent bleiben. Laut INE stellen Banken und andere Finanzdienstleister einen Anteil von nur gut zwei Prozent der Zahl der Unternehmen in Portugal. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

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