Portugals Regierung will die Abkehr von Diesel und den Einsatz von Biogas als Treibstoff für viele Berufsfuhrparks prüfen. Derzeit fahren 55 Prozent der in Portugal registrierten Fahrzeuge mit Diesel. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte soeben, die Abgase von Dieselmotoren seien potentiell krebsgefährdend; sie greifen vor allem die Atemwege an.
Seit Januar 2011 verkaufte Neuwagen mit Dieselmotor sind zwar mit entsprechenden Filtern ausgerüstet, doch der überwiegende Teil der dieselbetriebenen Kfz auf portugiesischen Straßen ist älter, bestätigt Francisco Ferreira von der Umweltschutzorganisation Quercus: Etwa ein Drittel aller Taxis mit Dieselmotor sind im Schnitt fünfzehn Jahre alt; sie stellen die Mehrheit der Taxis und machen einen nennenswerten Anteil am städtischen Verkehr aus.
Nach mehreren Beschwerden der Verbraucherschutzorganisation Deco hat der europäische Gerichtshof ein Verfahren gegen Portugal eingeleitet um zu erreichen, dass die Zahl der Altwagen mit Diesel reduziert, sowie ihre Fahrten in dicht besiedelten Ballungsgebieten eingeschränkt werden.
Ein solches Verbot herrscht seit April in der Innenstadt von Lissabon, dies ist jedoch der einzige rigorose gesundheits- und verkehrspolitische Schritt zur Verringerung der Luftbelastung in urbanen Zentren. Gleichzeitig liegt der am höchsten belastete Raum ebenfalls in Lissabon, entlang eine Achse zwischen der Avenida da Liberdade und dem Stadtviertel Benfica.
Umweltbiologen und Mediziner bescheinigen Menschen, die sich dort langfristig aufhalten, weil sie dort leben oder arbeiten, ein eindeutiges Gesundheitsrisiko.
Francisco Ferreira hat im Auftrag der Universidade Nova de Lisboa eine Studie angefertigt, derzufolge in diesem Teil der portugiesischen Hauptstadt ein beträchtlicher Teil der Arztbesuche durch Erkrankungen der Atemwege und andere, umweltbedingte Gesundheitsschäden begründet ist.
Das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium bestätigten nun, es gebe „noch ganz in den Anfängen steckende Pläne“, die Städte nicht nur durch Fahrbeschränkungen zu entlasten, sondern die Abkehr von Dieselfahrzeugen zu unterstützen.
Das könne auch durch finanzielle Anreize geschehen. (Die WHO-Bewertung bezieht sich auf Fallstudien bei Minenarbeitern. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar)Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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Seit Januar 2011 verkaufte Neuwagen mit Dieselmotor sind zwar mit entsprechenden Filtern ausgerüstet, doch der überwiegende Teil der dieselbetriebenen Kfz auf portugiesischen Straßen ist älter, bestätigt Francisco Ferreira von der Umweltschutzorganisation Quercus: Etwa ein Drittel aller Taxis mit Dieselmotor sind im Schnitt fünfzehn Jahre alt; sie stellen die Mehrheit der Taxis und machen einen nennenswerten Anteil am städtischen Verkehr aus.
Nach mehreren Beschwerden der Verbraucherschutzorganisation Deco hat der europäische Gerichtshof ein Verfahren gegen Portugal eingeleitet um zu erreichen, dass die Zahl der Altwagen mit Diesel reduziert, sowie ihre Fahrten in dicht besiedelten Ballungsgebieten eingeschränkt werden.
Ein solches Verbot herrscht seit April in der Innenstadt von Lissabon, dies ist jedoch der einzige rigorose gesundheits- und verkehrspolitische Schritt zur Verringerung der Luftbelastung in urbanen Zentren. Gleichzeitig liegt der am höchsten belastete Raum ebenfalls in Lissabon, entlang eine Achse zwischen der Avenida da Liberdade und dem Stadtviertel Benfica.
Umweltbiologen und Mediziner bescheinigen Menschen, die sich dort langfristig aufhalten, weil sie dort leben oder arbeiten, ein eindeutiges Gesundheitsrisiko.
Francisco Ferreira hat im Auftrag der Universidade Nova de Lisboa eine Studie angefertigt, derzufolge in diesem Teil der portugiesischen Hauptstadt ein beträchtlicher Teil der Arztbesuche durch Erkrankungen der Atemwege und andere, umweltbedingte Gesundheitsschäden begründet ist.
Das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium bestätigten nun, es gebe „noch ganz in den Anfängen steckende Pläne“, die Städte nicht nur durch Fahrbeschränkungen zu entlasten, sondern die Abkehr von Dieselfahrzeugen zu unterstützen.
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