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[Perspektive Portugal] Tabak- und Alkoholrestriktionen

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Fahrzeuge, in denen Kinder transportiert werden, sollen per Gesetz zur raucherfreien Zone erklärt werden. Gesundheitsminister Paulo Macedo kündigte eine weitere Verschärfung des Rauchverbots an. So genannte Schockhinweise auf den Zigarettenpackungen sollen zudem in Wort und Bild unmissverständlich drastisch warnen.

Mit dem Vorstoß, Heranwachsende vor dem Passivrauchen zu schützen, folgt das Gesundheits-Ministerium den Ergebnissen von Studien der Universidade do Minho, dem Hospital do Espírito Santo in Évora und dem Centro Hospitalar von Cova da Beira.
Der Pädagogikprofessor José Precioso befasst sich seit Jahren mit der Erforschung von Konsequenzen des Passivrauchens und hatte erklärt, wenn es der Regierung ernst gewesen sei, Arbeitskräfte etwa in Gaststätten vor dem Inhalieren des blauen Dunstes zu bewahren, müsse dies für Kinder in mindestens dem gleichen Maße gelten. Außerdem liegen dem Ministerium Untersuchungen vor, die Glimmstängel ebenso wie Mobiltelefone am Steuer als erhöhtes Unfallrisiko einstufen, da sie den Fahrer ablenken können.

Gesundheits-Staatssekretär Fernando Leal da Costa erklärte, Portugal werde sich „in der Anti-Raucher-Gesetzgebung an Ländern orientieren, die schon weiter sind als wir“ und Rauchverbote an immer mehr öffentlichen Orten aussprechen. Die zunehmende Schwierigkeit, Raucherecken zu finden, werde so manchen Tabakkonsumenten zum Aufhören motivieren, was einen weiteren gewünschten gesundheits-politischen Aspekt darstelle.

Minister Macedo möchte außerdem den Alkoholkonsum Minderjähriger eindämmen und möchte die Abgabe von alkoholischen Getränken an Minderjährige strenger ahnden. Die Maßnahme ist umstritten, denn es „findet sich immer ein älterer Freund, der eine Flasche besorgt“, meint der Kommentator Henrique Raposo in der Wochenzeitung Expresso. Wenn Eltern „das Besäufnis des Sohnes“ tolerierten oder gar eine Erklärung dafür parat hätten, „kann der Staat das Elternhaus und die Erziehung nicht ersetzen, die in der Familie stattfinden muss“.
Ein Leser entgegnet, das Übel des raschen Griffs zum Alkohol liege in der Tradition, denn bereits in den Jahren des Faschismus hätten die Regierenden selbst den Satz
zum Alltagsgut gemacht: „Weintrinken garantiert Arbeitsplätze für eine Million Portugiesen“.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

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