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Die Verwaltung des portugiesischen Parlaments hat den Vorschlag der sozialistischen Partei PS abgelehnt, die Getränkeversorgung der Abgeordneten auf Leitungswasser umzustellen. Dies steht am Ende einer Diskussion, die seit dem vergangenen Herbst andauert. Dahinter verbirgt sich ein komplexes Geflecht aus Kosten, Logistik, Umwelt-, Hygiene- und Wirtschafts-Fragen.
Die PS wollte „ein Signal für die Bevölkerung setzen“, Wasser aus der Leitung bereit stellen und als ökologischen Beitrag auf Plastikflaschen und Becher verzichten, die das Parlament zum Konsum anschafft. Krüge mit Kranenheimer seien die vorbildliche Alternative. Die Parlamentsverwaltung hat nun errechnet, dass die Umstellung dreißig Mal teuer würde als Wasserflaschen und Wasserautomaten in der Assembleia da República. Zudem müsse dann Personal bereit gestellt werden, um die Krüge zu reinigen, nachzufüllen und zu servieren.
Eine bauliche Veränderung wäre notwendig, denn Trinkgefäße könnten „schließlich nicht auf den Toiletten gespült werden“, sagt die Verwaltungssprecherin Adelina Sá Carvalho.
Bei unverpacktem Wasser gehe es auch um Hygienefragen. Mit dieser Bemerkung schuf sich Sá Carvalho gleich zwei Gegner: Die PS argumentiert, die Verwaltung solle im Hinblick auf den anfallenden Plastikmüll lieber an die Umwelthygiene denken; die Umweltschutzorganisation Quercus unterstützt das Argument und argwöhnt zudem, die Parlamentarier hätten offenbar Bedenken gegenüber dem Lissabonner Leitungswasser, das allerdings für die Bevölkerung gut genug sei.
Auch die Kosten für die Entsorgung der Plastikflaschen sollten kalkuliert werden.
Doch Sá Carvalho betont, das Parlament als Großabnehmer unterstütze Händler und Abfüller und garantiere somit Arbeitsplätze.
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Die PS wollte „ein Signal für die Bevölkerung setzen“, Wasser aus der Leitung bereit stellen und als ökologischen Beitrag auf Plastikflaschen und Becher verzichten, die das Parlament zum Konsum anschafft. Krüge mit Kranenheimer seien die vorbildliche Alternative. Die Parlamentsverwaltung hat nun errechnet, dass die Umstellung dreißig Mal teuer würde als Wasserflaschen und Wasserautomaten in der Assembleia da República. Zudem müsse dann Personal bereit gestellt werden, um die Krüge zu reinigen, nachzufüllen und zu servieren.
Eine bauliche Veränderung wäre notwendig, denn Trinkgefäße könnten „schließlich nicht auf den Toiletten gespült werden“, sagt die Verwaltungssprecherin Adelina Sá Carvalho.
Bei unverpacktem Wasser gehe es auch um Hygienefragen. Mit dieser Bemerkung schuf sich Sá Carvalho gleich zwei Gegner: Die PS argumentiert, die Verwaltung solle im Hinblick auf den anfallenden Plastikmüll lieber an die Umwelthygiene denken; die Umweltschutzorganisation Quercus unterstützt das Argument und argwöhnt zudem, die Parlamentarier hätten offenbar Bedenken gegenüber dem Lissabonner Leitungswasser, das allerdings für die Bevölkerung gut genug sei.
Auch die Kosten für die Entsorgung der Plastikflaschen sollten kalkuliert werden.
Doch Sá Carvalho betont, das Parlament als Großabnehmer unterstütze Händler und Abfüller und garantiere somit Arbeitsplätze.
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Das Parlament verbraucht pro Monat knapp viertausend kleine Flaschen Wasser, die Lieferverträge enden im August. Anstelle von Plastikflaschen sollen dann ein halbes Hundert Wasserspender im Parlamentsebäude Trinkbares liefern, doch wenn „nicht jeder Abgeordnete gezwungen wird, mit seinem eigenen Glas rumzulaufen“, werde der Müll durch Einwegbecher zunehmen. Deshalb sollen im kommenden Juli zur Ausschreibung des neuen Versorgungs-Vertrags auch Pfandflaschen aus Glas einbezogen werden.
Angesichts der „offensichtlichen Tragweite des Problems“ regt die Satireseite Inimigo Público („der öffentliche Feind“) der Tageszeitung Público an, auch die Versorgung der Parlamentarier mit Toilettenpapier zu überprüfen (Wasser sei auch hier billiger) und schlägt vor, bedrucktes Toilettenpapier anzuschaffen, am besten „eine Edition von Marcel Prousts 'Auf der Suche nach der verlorenen Zeit'“. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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