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[Perspektive Portugal] Stafettenwechsel

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[TD="class: tr-caption, align: center"] Francisco Louçã,
Francisco José Viegas,
Jorge Barreto Xavier
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Portugals parlamentarische Landschaft verliert zwei prominente Köpfe.
Francisco Louçã, einer der Gründer und Chef der Linkspartei Bloco de Esquerda hat heute sein Abgeordnetenmandat niedergelegt, das er seit dreizehn Jahren bekleidete. Der Ausstieg aus dem Parlament geschah auf eigenen Wunsch; Louçã erklärte, seine Auffassung von politischer Repräsentation sei, dass diese Zeit begrenzt sein sollte. Nun solle die Parlamentsfraktion sich erneuern und stärken, so wie dies bereits in der gesamten Partei geschehe. Der Politiker, der im November 56 Jahre alt wird, ist Professor an der Lissabonner Hochschule für Wirtschaft und Verwaltung ISEG und einer der bekanntesten Rhetoriker der portugiesischen Linken. Louçã ist ein Cousin des vier Jahre jüngeren Wirtschafts-Ministers Vítor Gaspar und dessen schärfster Kritiker.

Gleichfalls aus dem Amt geschieden ist Kulturstaatssekretär Francisco José Viegas, aus gesundheitlichen Gründen. Obgleich Regierungschef Pedro Passos Coelho mit der Ernennung des Kulturstaatssekretärs 2011 dem Kultursektor keinen Minister mehr zubilligte, galt der 50-jährige Journalist, Schriftsteller und Verleger Viegas bei seiner Amtseinführung als Hoffnung der Kulturschaffenden, als einer, der den Betrieb von innen kennt. Viegas enttäuschte viele seiner Anhänger, weil er zuvor vertretene Positionen aufgab und nach Ansicht seiner Kritiker den Stellenwert der Kultur in der Gesellschaft nicht ausreichend verteidigte. Zu seinen Erfolgen zählt, dass er für viele Bereiche der Kultur den Satz von dreizehn Prozent Mehrwertsteuer erhalten konnte und mit einem neuen Filmförderungsgesetz das portugiesische Kino von Produktionsschranken befreit hat.

Der neue Staatssekretär für Kultur heißt Jorge Barreto Xavier, ist 1965 in Goa geboren und Hochschullehrer am Institut für Arbeitswissenschaft und Betriebswirtschaft ISCTE. Er ist Mitglied des internationalen Projekts Global Cultural Futures, in dem sich internationale Wissenschaftler und Politiker mit Fragen der Kultur unter globalisierten Bedingungen beschäftigt und erfüllte bereits in früheren Jahren Aufgaben im Kulturministerium.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

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