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[Perspektive Portugal] Sprache und Gesellschaft

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Das portugiesische Wort des Jahres in Portugal heißt austeridade.
Redakteure des Wörterbuch-Verlages Porto Editora hatten besonders häufige Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar, die ein bestimmtes kulturelles oder gesellschaftliches Konzept vermittelt.
Im Internet entschieden sich die Teilnehmer für den vielschichtigen Terminus austeridade: Härte, Strenge, Rigorismus, Disziplin, Schnörkellosigkeit – all dies liegt in der portugiesischen Anwendung des Wortes; nicht nur, aber doch vor allem bezogen auf Wirtschaft und Politik.
Als zweitwichtigstes Wort des portugiesischen Vokabulars im Jahr 2011 wählten Internet-User und Sprachforscher Esperança, die Hoffnung. José Sobral, Sozial-Anthropologe der Universität Lissabon, befasst sich mit der gesellschaftlich beeinflussten Struktur des Sprachgebrauchs und findet das Ergebnis „verständlich, da das Wort den wirtschafts- und finanzpolitischen Alltag seit Anfang 2011 bestimmt“.
Sobral, der an dem Projekt „Vocabulário do Português Fundamental“ zur Analyse der Alltagssprache mitarbeitet, sieht die „Hoffnung“ auf Platz Zwei als „logische Folge, denn die 'Hoffnung' wird auch von der Politik als Legitimation für 'Austeridade', für die rigide Sparpolitik beschworen“.
Auf Platz Drei folgt der Begriff 'Troika', auf dem vierten Rang charters. Dahinter steckt nicht etwa um sich greifende Ferienplanung, sondern die grammatisch nicht ganz saubere Feststellung des Ex-Fußballers Paulo Futre, heute als Werbe-Ikone für dies und das unterwegs: „Vai vir charters da China“ – Ausdruck der Hoffnung, bei einem Vertragsschluss mit einem guten chinesischen Stürmer bei Futres Verein Sporting Lissabon würden jede Woche Charter-Maschinen voller Fans aus China kommen, um ihren Landsmann Tore schießen zu sehen.
(Ein auch ohne Portugiesisch-Kenntnisse verständlicher Kommentar von Volkes (Nachwuchs-)Stimme zu Futres Idee ist unter diesem Link zu hören).

Auch die Internet-Suchmaschine Google hat sich für verbale Interessen portugiesischer Web-Nutzer interessiert und in der jährlichen Zeitgeist-Statistik die Begriffe veröffentlicht, die im vergangenen Jahr in Portugal am häufigsten gesucht wurden: 1. Facebook, 2. Youtube, 3. Hotmail, 4. Jogos, 5. Download, 6. Google, 7. Sapo, 8. Gmail, 9. Tradutor, 10. Meteorologia.
Die Personen, die 2011 den größten Zuwachs an Such-Interesse auf sich vereinigten sind: 1. Adele, 2. Angélico Vieira (Soap- und Pop-Sternchen, verunglückte im Juli tödlich), 3. Carlos Castro (TV-Moderator, wurde von seinem Geliebten in einem New Yorker Hotel getötet), 4. Renato Seabra (Mörder von Suchfrequenz-Aufsteiger Nr. 3), 5. Sónia Brazão (Schauspielerin, überlebte knapp eine Gasexplosion in ihrer Wohnung, die sie in Selbstmord-Absicht selbst verursacht haben soll), 6. Amy Winehouse, 7. Áurea (Soul- u. Bluessängerin), 8. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar (Protestpop-Gruppe), 9. Rita Pereira (Nachwuchs-Schauspielerin), 10. Rihanna.
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Austeridade - die Austerität ist das portugiesische Modewort des Jahres 2011

das Wort des Jahres war diesmal nicht "esperança".
Die Hoffnung kam nur auf den 2. Platz

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:cool:
 
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