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[Perspektive Portugal] Seltener Fund im Alentejo

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In der Nähe von Reguengos de Monsaraz im Alentejo entdeckten Archäologen in einer antiken Gräberstätte zwanzig Elfenbeinstatuen aus dem Jahr 2500 vor unserer Zeitrechnung.
Der Fund gilt als kleine Sensation, die neues Wissen über Leben, Riten und Kultur in Südportugal liefert, sagt Projektleiter António Valera. Fünfzehn der rund fünfhundert Fundstücke und Scherben konnten als Elfenbein afrikanischer Elefanten identifiziert werden, was den sehr frühen Kontakt der Bewohner im Süden der Iberischen Halbinsel zu fernen Ländern und Völkern belegt.
Auffallend an den alten Stücken ist, dass deutlich erkennbar männliche und weibliche Figuren gefertigt wurden. So naturalistische anthropomorphe Darstellungen waren für Archäologen auf der Iberischen Halbinsel bisher eine Seltenheit und in Portugal ist dies der erste Fund dieser Art, so Valera.

In Film und Literatur werde "oft die Vorstellung kolportiert, der Mensch vor unserer Zeit sei grobschlächtig und brutal gewesen". Diese Figuren zeugen aber von filigraner Wahrnehmung des Menschen. Gemeinsam mit Historikern wollen die Forscher nun ergründen, ob sich aus der Darstellung der Figuren auch Hierarchien von Familien oder Gruppen der antiken Siedler ablesen lassen.

Die Fundstelle in Perdigões ist seit 1997 bekannt, doch erst bei ausgedehnten geophysischen Studien fanden sich Stellen, die auf mögliche Hütten oder Gräber deuteten. Inzwischen gilt die Gegend als wichtiges und reiches archäologisches Ausgrabungsgebiet.
So wurden in der Nähe 5.000 Jahre alte, gemeißelte Figuren zu Tage gefördert, darunter einige sehr realistische Darstellungen eines Vogels, bei dem selbst die Wölbung des Schnabels und das Gefieder klar herausgearbeitet sind, sowie eines Vierbeiners, der vermutlich eine Kuh darstellt. Da die Darstellung von Mensch und Tier zu jener Zeit zumeist holzschnittartig war, glauben die Forscher, bei den wenige Zentimeter kleinen Tierfiguren könne es sich um das Bildnis antiken Gottheiten handeln.
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