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[Perspektive Portugal] News-Telegramm vom 15.3.2012

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Haus- und Grundbesitzerverbände in Portugal befürchten Verzerrungen bei der anstehenden Feststellung der Verkehrswerte von Immobilien, die vor 2004 eingestuft wurden. Grund ist eine Beschwerde der staatlich bestellten Gutachter, die ihre Arbeit ruhen lassen, da das Finanzministerium die Bedingungen kurzfristig geändert hat: Bis Jahresende sollen rund fünf Millionen Häuser neu bewertet werden, so die neue Weisung; zuvor war die Inspektion von sieben Millionen Immobilien vorgesehen, allerdings in einem Zeitraum von zehn Jahren. Unter solchen Konditionen sei eine zuverlässige Bewertung nicht sichergestellt; die Verbände warnen deshalb vor „zweifelhaften Steuerbescheiden zur Kommunal-Abgabe IMI (Imposto Municipal sobre Imóveis) ab 2013, die ohne Garantie für ihre Richtigkeit“ nur dazu da seien, die finanziellen Ziele der Regierung zu erfüllen und vorgegebene Einnahmen zu sichern.
Die Kriminalpolizei hat in der Fahndungsoperation 'Relax' sechs Monate lang portugiesische und ausländische Pharma-Unternehmen auf Herz und Nieren geprüft und umfangreiches Material sichergestellt. Vorwurf: Betrug, Sabotage und Informatikmissbrauch und grenzübergreifender Adressenhandel. Mindestens ein pharmazeutischer Betrieb soll sich illegal Zugang zu einem Inventurprogramm verschafft und die Verkaufsdetails von 250 Apotheken ausspioniert haben, um mit dem erlangten Wissen in Verhandlungen über Medikamentenlieferungen Vorteile gegenüber Mitbewerbern zu erlangen.
Lissabon und Madeira sind die einzigen Regionen Portugals, deren Bewohner durchschnittlich über eine Kaufkraft verfügen, die über dem EU-Mittelwert liegt. Auch beim Brutto-Inlandsprodukt (BIP) liegen beide über dem EU-Schnitt (110% bzw. 103%). Die Region Algarve hat dagegen mehr als alle anderen Teile des Landes an Kaufkraft verloren und ist auch beim BIP auf 86% des EU-Mittelwertes gefallen. Innerhalb Portugals ist die Region zwar weiterhin überdurchschnittlich reich, doch schrumpft auch hier der Vorsprung. Der regionale Städtetag erklärt dies mit stagnierendem Tourismus und Auftrags-Ausfällen in der Baubranche. Bezüglich der EU-Fördergelder für regional relevante Projekte (QREN) fordert der Verband, die nächste Finanzierungsphase 2014 bis 2020 auf regionalspezifischen Investitionen zu konzentrieren: Landwirtschaft, Fischerei, verarbeitende Kleinindustrie und Technologie könnten Menschen langfristig in der Region beschäftigen und Perspektiven schaffen.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

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