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[Perspektive Portugal] News-Telegramm 13.1.2012

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KURZ GEMELDET

Im zu Ende gegangenen Jahr fiel die Zahl Investitionen auf dem portugiesischen Immobilienmarkt auf etwa die Hälfte des Jahres 2010. Dies liege vor allem am Rückzug ausländischer Immobilienkäufer, so der Unternehmens-Berater Cushman & Wakefield. 2011 habe der Anteil des im Häuser, Fabriken und Grundstücke investierten Geldes an den Einnahmen aus allen Immobilien-Transaktionen ganze 15% ausgemacht, 2010 kam die Hälfte des in Immobilien angelegten Geldes aus dem Ausland. Bei inländischen Investoren bestimmten Investitionsfonds drei Viertel der Transaktionen. Deren dünner werdende Kapitaldecke dürfte 2012 auch hier Investitionen einschränken. Besonders im Bereich von Ladenlokalen und Büroraum sei „ein absolutes Nachfragetief erreicht“, so Cushman & Wakefield, das betreffe auch den Mietmarkt dieses Sektors.
Die portugiesische Nachrichten-Agentur LUSA will ihre Kultur-Redaktion schließen. Die sozialistische Abgeordnete Inês de Medeiros wertet dies als fehlenden Respekt der Regierung gegenüber der Kultur. Die Aktien-Gesellschaft Lusa gehört zu 50,15 Prozent dem Staat. Medeiros erwartet eine Erklärung von Premier-Minister Pedro Passos Coelho, der mit der Abschaffung des Kultur-Ministeriums und der Eingliederung des Kultur-Staatssekretärs in seinen Zuständigkeits-Bereich die politische Verantwortung für diese Entwicklung trage. Die Presse insgesamt reduziere seit Jahren die Zahl der Fach- Journalisten. LUSA habe eine wichtige Position, denn sie habe bei diesen Themen häufig fehlende Kapazitäten in der Tages- und Wochenpresse ersetzt.
Die Tariferhöhung auf den Stromverbrauch um vier Prozent, die seit Jahresbeginn wirksam ist, verschleiere die tatsächliche, viel höhere Preissteigerung im Energie-Sektor, die sich schrittweise in den kommenden Jahren bemerkbar mache, erklärte der Verbraucherschutz-Bund DECO. Durch die bereits im Oktober 2011 erfolgte Einstufung der Strompreise in die höchste Mehrwert-Steuerklasse von 23% verteuere sich der Stromverbrauch in diesem Jahr real um 21%. Die Regierung hatte die Anpassung der Strom-Nebenkosten verschoben, die bei den Netzbetreibern entstehen. Das erhöht das Haushalts-Defizit; deswegen komme bis Ende 2013 nicht nur durch die vorerst vertagte Anpassung auf die Kunden zu, sondern auch die defizitbedingt höheren Zinsen, so DECO.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

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