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[Perspektive Portugal] Müllverwertung


Bis Ende des Jahres soll der Algarveort São Brás de Alportel zu einem wichtigen Zentrum der Biogasproduktion werden. Eine dafür geplante Verwertungsanlage für organische Abfälle (Central de Valorização Orgânica; CVO) geht im Herbst in die experimentelle Phase; dann folgt die Aufnahme ins das regionale Versorgungsnetz.
CVO-Bauherr und -Betreiber ist die regionale Müllverwertungsgesellschaft [DLMURL="http://www.algar.com.pt/pt/"]Algar[/DLMURL], die bereits auf den Müllhalden der Region (aterros sanitários do Barlavento e Sotavento) Energie aus der Vergärung der biologischen Abfälle gewinnt. Ab Ende 2013 soll im Algarve ausreichend Biogas für die Stromversorgung von bis zu 16.000 Häusern produziert werden. Damit werde die Region einen weiteren Schritt zur nachhaltigen Selbstversorgung tun und trage dazu bei, EU-Grenzwerte zur grünen Energiegewinnung einzuhalten und „Portugal zu einen der europäischen Spitzenreiter in der energetischen Nutzung von Abfällen und Müllkippen zu machen“, so ein Sprecher der Algar.


Noch Mitte 2012 hatte die EU-Kommission Portugal gerügt, das Verhältnis von anfallenden Siedlungsabfällen und der Menge, die davon wieder auf ordentlichen Deponien landet, sei ungünstig. Außerdem fehle eine Abfallgebühren-Regelung nach dem Verursacherprinzip.
Die Algar-Meldung zur Erweiterung der Biogaserzeugung kommt zeitgleich mit einer Bilanz des Europäischen Rechnungshofes zur Finanzierung und Förderung der urbanen Abfall-Wirtschaft, die mehr Mülltrennung fordert: EU-geförderte Investitionen „im Umfang von 10,8 Milliarden Euro seit dem Jahr 2000 werden bisher nicht ausreichend genutzt um wertvolle Ressourcen in Recyclinganlagen zu verbringen“, statt sie auf Deponien zu kippen. Geprüft wurden dabei unter anderem acht Regionen in den Mitgliedsstaaten Portugal, Spanien, Italien und Rumänien, die eine besonders hohe finanzielle Unterstützung der EU erhielten.

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