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[Perspektive Portugal] Mautbilanz 2013

Der Hotelverband im nordspanischen Vigo Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbarseinen aus Portugal kommenden Gästen die Autobahngebühr für die Fahrt durch den Norden ihrer Heimat, falls sie über die Grenze reisen, um die Silvesternacht in einem Hotel in Vigo zu verbringen. Bars und Restaurants der Stadt wollen die Jahreswechselbesucher aus dem Nachbarland mit einem Freigetränk bewirten.
Im Einsatz gegen die negativen Auswirkungen der Maut ist noch immer Einfallsreichtum gefragt, denn auch die grenznahen Kommunen in Spanien leiden unter der gedämpften Reiselust ihrer Nachbarn. Und im Algarve wollen die Anti-Maut-Aktivisten am kommenden Samstag den Weihnachtsmann auf die Piste schicken, der nicht in einem Schlitten, sondern per Fahrrad über die Nationalstraße 125 und weiter bis zum Ferienhaus von Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva fahren soll, um dem obersten Repräsentanten des Landes „ein Geschenk zu überreichen, über dass er sich nicht freuen wird“, kündigt João Vasconcelos an, der Sprecher der A22-Interessen-Gemeinschaft (CUVI).

Über die Algarve-Autobahn A22, seit Anfang Dezember vergangenen Jahres mautpflichtig, rollen nur noch halb so viele Autos wie 2011 – mit steigender Tendenz: Im Frühjahr bezifferte der Straßen-Konzessionär Euroscut den Verkehrs-Rückgang mit 28 Prozent. Im Verlauf des Jahres brachte die A22 vierzig Millionen Euro Verlust, nimmt aber eine Sonderstellung unter den ehemals gebührenfreien (SCUT‑)Autobahnen ein.

Die Zahl der Nutzer ist zwar generell rückläufig, doch in geringerem Umfang: A23 und die A24 (Beira Interior e Interior Norte) zählten je ein gutes Drittel weniger Autos, die A25 (Beira Litoral e Alta) verlor 26 Prozent und die A28 (Norte Litoral) sieben Prozent.
Auf den früheren SCUT-Autobahnen im Norden des Landes, wo die Maut bereits seit 2010 erhoben wird, liegt der Kfz-Schwund lediglich zwischen fünf und sieben Prozent. Alle Zahlen betreffen allerdings die jeweiligen Schnellstraßen in ihrer Gesamtlänge, doch bei einigen Teilstrecken liegt der Schwund bedeutend höher.
So rollten in diesem Jahr von allen früheren SCUT-Straßen statt der prognostizierten 320 Millionen Euro gerade einmal 227 Millionen Maut in die Kassen der Konzessionäre. Die Ausfälle muss der Staat laut Vertrag kompensieren. Redakteure der Zeitung Expresso haben ausgerechnet: Für jedes Auto, das auf der A24 fährt, zahlt derzeit nicht nur sein Besitzer die Maut, sondern der Staat 79 Euro Ausgleich.
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