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[Perspektive Portugal] Keine Lichtblicke?

Die Regierung will die Leitung des nationalen Amtes für Katastrophenschutz suspendieren. Das ist die Folge eines Gutachtens über Ursachen und Bewältigung der verheerenden Waldbrände, die im vergangenen Juli in der Serra do Caldeirão mehr als 21.400 Hektar Wald und Agrarland vernichteten.
Der Sachverständige Domingos Xavier Viegas vom Zentrum zur Erforschung von Waldbränden in Lousã hatte erklärt, mit mehr Einsatzkräften und technischem Gerät sowie einer anders gestalteten Einsatzleitung und Einschätzung der Brandentwicklung wären die Schäden geringer ausgefallen.

Am kommenden Samstag (13.10.) will nun die Stadtverwaltung von Tavira bei einer Ortsbesichtigung der betroffenen Gemeinden selbst in Augenschein nehmen, was in den knapp drei Monaten seit dem Feuer im Hinterland geschehen ist. Bürgermeister Jorge Botelho und der Leiter der örtlichen Feuerwehr, Miguel Silva legen einen Rechenschaftsbericht vor; die öffentliche Sitzung im Rathaus beginnt um neun Uhr. Um zwölf Uhr folgt in Santa Catarina da Fonte do Bispo der Bericht über Hilfs- und Aufbauarbeiten.

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Die gleichfalls von den Bränden betroffene Stadt São Brás de Alportel zieht eine erste Bilanz ihres Solidaritätsfonds '[DLMURL="http://www.cm-sbras.pt/portal_autarquico/sao_bras_alportel/v_pt-PT/pagina_inicial/destaques/dest12_15.htm"]Renascer das Cinzas[/DLMURL]' („Aus der Asche zu neuem Leben erwachen“): 250 Sparbüchsen in Cafés und Geschäften im Ostalgarve füllten sich mit einigen tausend Euro, die Feira da Serra wenige Tage nach den Bränden brachte 37.000 Euro; zahlreiche Privatleute halfen unentgeltlich bei der Beseitigung der Brandschäden.

Solche Helfer bleiben meist anonym, auch deshalb, weil sie nicht die Öffentlichkeit suchen.

Einer von ihnen berichtet, wie er schon bei den Waldbränden 2003 und 2004 in Monchique das Schicksal von betroffenen Freunden und Verwandten erlebte: „Da gab es kaum Momente, die man als Lichtblicke bezeichnen konnte“.
Die Erfahrung von damals veranlassen ihn, hilfsbereite Mitmenschen zur Vorsicht zu ermahnen, wenn Vereine Geld und Gegenstände sammeln, aber nie Art und Umfang nachvollziehbar gemacht haben, in denen die Spenden tatsächlich die erreichten, für die sie bestimmt waren. Es habe Fälle gegeben, da
wurden Kleider und anderes gesammelt und nachdem die Presse weg war, die das fotografierte und filmte, verrotteten die Spenden in Kellern, bis sich die Nachbarn selbst Zutritt verschafften und die schon vermoderten Sachen aussortierten, den Rest wuschen, putzten und weitergaben“, berichtet der Helfer.

Zwar sind die Flammen gelöscht, doch die Notlage der Brandopfer in São Brás und Tavira dauert an.
Wer dort einen Beitrag leisten will, sollte sich an die Gemeinden oder an die örtliche Feuerwehr wenden, die weiß, wer wo was benötigt. Engagiert und seriös (und daher auch von dieser Webseite empfohlen) ist auch der genannte Fonds 'Campanha Solidária Renascer das Cinzas' der ein Spendenkonto unterhält (NIB: 0007 0000 0010 8319 3192 3, Banco BES) und Unterstützung in jeder Form benötigt und gewährt die Initiative 'Voluntariado no Algarve', die sich dem Wiederaufbau und der Instandsetzung von Landschaft und Gebäuden in dem Brandgebiet widmet.
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