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[TD="class: tr-caption, align: center"] Elvas: Aqueduto da Amoreira und ein Teil der Befestigungsmauer[/TD]
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Elvas ist die Stadt mit den meisten historischen Befestigungsanlagen in Europa (einige Quellen sprechen von der höchsten Zahl weltweit) und Symbol Jahrhunderte währender Militär- und Baukunstgeschichte. Nun hat die UNESCO die Stadt im Alentejo mit ihren Bastionen und Mauern auf rund dreihundert Hektar in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Der Komplex umfasst neben dem 1622 fertig gestellten Amoreira-Aquädukt des Architekten Fernando da Amude unter anderem das Kastell Santa Luzia (ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert) und das Graça-Kastell, 1762 erbaut von Wilhelm Friedrich Ernst zu Schaumburg-Lippe, der in jener Zeit in Diensten der portugiesischen Monarchie stand und das Fort der Festung Wilhelmstein im Steinhuder Meer nachempfand.
In Portugal liegen damit vierzehn von der UNESCO anerkannte Stätten (elf auf dem Festland) mit kultureller Bedeutung für die Menschheitsgeschichte. Die Grundsteine für die befestigte Stadt Elvas reichen in die Zeit der Regentschaft von D.Sancho II. zurück, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts Teile von Alentejo und Algarve von den Mauren zurückeroberte.
In Lissabon ist unterdessen ein seit 2008 mit „nationaler Priorität“ behandeltes Kulturvorhaben gescheitert, obwohl bereits 570.000 Euro investiert wurden und zahlreiche Sonderveranstaltungen stattfanden: Das Projekt Africa.cont, in dessen Rahmen im Palacete Pombal und angrenzenden Gebäuden ein Zentrum für zeitgenössische afrikanische Kunst entstehen sollte.
Der englisch-tansanische Architekt David Adjaye legte bereits Pläne zur Gestaltung des Hauses vor, das am Gebäudekomplex des Nationalmusems für Alte Kunst (MNAA) liegt. Doch bereits 2009 sprangen Sponsoren ab, die Stadt Lissabon allein kann das Vorhaben nicht finanzieren und die gegenwärtige Regierung hat kein Interesse am Lieblingsprojekt des früheren Premiers José Sócrates, der damit Lissabons Rolle als „am meisten afrikanisch geprägte Hauptstadt Europas“ würdigen wollte.
Möglicherweise soll der fragliche Gebäudeteil in einem Denkmalschutzkomplex in der noblen Rua das Janelas Verdes mit weitem Panorama über den Tejo und das Südufer verkauft werden. Der Rat der Stadt will weder dies bestätigen oder dementieren noch eine Meldung des Jornal i, Kauf-Interessenten aus Qatar hätten die Anlage bereits besichtigt.
José Sócrates hatte 2008 noch weiter reichende Pläne: Komplementär zum Museum sollte ein wissenschaftliches Afrikazentrum aufgebaut werden, als dessen Sitz der ehemalige Pavilhão de Portugal der EXPO'98 im Parque das Nações gedacht war. Diese Pläne sind ebenfalls vom Tisch – und auch der Portugalpavillon sucht im Zuge der Privatisierung staatöicher Besitztümer solvente Käufer auf dem nationalen und internationalen Parkett.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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[TD="class: tr-caption, align: center"] Elvas: Aqueduto da Amoreira und ein Teil der Befestigungsmauer[/TD]
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Elvas ist die Stadt mit den meisten historischen Befestigungsanlagen in Europa (einige Quellen sprechen von der höchsten Zahl weltweit) und Symbol Jahrhunderte währender Militär- und Baukunstgeschichte. Nun hat die UNESCO die Stadt im Alentejo mit ihren Bastionen und Mauern auf rund dreihundert Hektar in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Der Komplex umfasst neben dem 1622 fertig gestellten Amoreira-Aquädukt des Architekten Fernando da Amude unter anderem das Kastell Santa Luzia (ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert) und das Graça-Kastell, 1762 erbaut von Wilhelm Friedrich Ernst zu Schaumburg-Lippe, der in jener Zeit in Diensten der portugiesischen Monarchie stand und das Fort der Festung Wilhelmstein im Steinhuder Meer nachempfand.
In Portugal liegen damit vierzehn von der UNESCO anerkannte Stätten (elf auf dem Festland) mit kultureller Bedeutung für die Menschheitsgeschichte. Die Grundsteine für die befestigte Stadt Elvas reichen in die Zeit der Regentschaft von D.Sancho II. zurück, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts Teile von Alentejo und Algarve von den Mauren zurückeroberte.
In Lissabon ist unterdessen ein seit 2008 mit „nationaler Priorität“ behandeltes Kulturvorhaben gescheitert, obwohl bereits 570.000 Euro investiert wurden und zahlreiche Sonderveranstaltungen stattfanden: Das Projekt Africa.cont, in dessen Rahmen im Palacete Pombal und angrenzenden Gebäuden ein Zentrum für zeitgenössische afrikanische Kunst entstehen sollte.
Der englisch-tansanische Architekt David Adjaye legte bereits Pläne zur Gestaltung des Hauses vor, das am Gebäudekomplex des Nationalmusems für Alte Kunst (MNAA) liegt. Doch bereits 2009 sprangen Sponsoren ab, die Stadt Lissabon allein kann das Vorhaben nicht finanzieren und die gegenwärtige Regierung hat kein Interesse am Lieblingsprojekt des früheren Premiers José Sócrates, der damit Lissabons Rolle als „am meisten afrikanisch geprägte Hauptstadt Europas“ würdigen wollte.
Möglicherweise soll der fragliche Gebäudeteil in einem Denkmalschutzkomplex in der noblen Rua das Janelas Verdes mit weitem Panorama über den Tejo und das Südufer verkauft werden. Der Rat der Stadt will weder dies bestätigen oder dementieren noch eine Meldung des Jornal i, Kauf-Interessenten aus Qatar hätten die Anlage bereits besichtigt.
José Sócrates hatte 2008 noch weiter reichende Pläne: Komplementär zum Museum sollte ein wissenschaftliches Afrikazentrum aufgebaut werden, als dessen Sitz der ehemalige Pavilhão de Portugal der EXPO'98 im Parque das Nações gedacht war. Diese Pläne sind ebenfalls vom Tisch – und auch der Portugalpavillon sucht im Zuge der Privatisierung staatöicher Besitztümer solvente Käufer auf dem nationalen und internationalen Parkett.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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