Aktuelles

[Perspektive Portugal] Formel 1 in Portugal?

Seit ein Redakteur der Tageszeitung Correio da Manhã vor knapp zehn Jahren die Schlagzeile verfasste, bald werde es Formel 1-Rennen in Portimão geben, hat dieser Traum die Region nie ganz verlassen. Damals war schnell klar, dass der Journalist auf der Suche nach Aufmerksamkeit bei der Überschrift schlichtweg das Fragezeichen weggelassen hatte. Der von ihm beschriebene Austragungsort, das Autódromo Internacional do Algarve, war damals noch nicht einmal gebaut.
Inzwischen hat der Ring zahlreiche motorsportliche Spitzenveranstaltungen gesehen und stand auch immer wieder vor der Pleite, doch die Königsklasse der PS-Adepten schien stets unerreichbar, auch deswegen, weil zwar die Bahn den F1-Anforderungen genügt, die Infrastruktur im Umland allerdings weit davon entfernt ist.

Trotzdem wird der Traum von klangvollen Namen und röhrenden Motoren nun wieder lebendig: Die italienische Sportseite F1web schreibt, die Rennstrecke nahe Portimão könnte schon im kommenden Jahr zum zehnten Saisonrennen von Ausfällen anderer F1-Ringe profitieren.
Der Weltverband FIA sucht einen Rennort in Europa, der am 21.7.2013 die geplante Strecke in New Jersey ersetzt. Der im Bau befindliche US-Ring wird wegen finanzieller und bautechnischer Probleme entgegen der Planung erst 2014 fertig gestellt. Die Betreiber des Istanbul-Park-Circuit meldeten sich bereits und haben auch die Zustimmung der FIA, doch müsste die türkische Regierung Finanzhilfe leisten. Die lehnt bisher ab und rät, private Sponsoren zu mobilisieren.
Dass nun Portimão ins Gespräch kam, überrascht selbst portugiesische Motorsportexperten.
Von Seiten des Weltverbandes FIA gebe es bisher weder Bestätigung, noch Dementi. Der Ring erhält allerdings viel Unterstützung, auch aus dem Fahrerlager: Der Sauber-Pilot Kamui Kobayashi, der Portimão durch Trainings-Runden kennt, erklärte, die Algarvestrecke habe „sehr anspruchsvolle Kurven“ und bei Regen sei der Asphalt „geradezu eine Herausforderung“. Kobayashi bevorzugt das Autódromo „vor allen anderen möglichen Ausweich-Orten“ und setzt die Strecke mit dem belgischen Spa-Francorchamps gleich. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
 
Zurück
Oben