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Düstere Aussichten
Ein Studium sei immer empfehlenswert, um die Zukunftsaussichten zu verbessern, meint die Soziologin Inês Baptista. Doch darüber hinaus gibt es ihrer Ansicht nach nicht viel Grund zum Optimismus für junge Erwachsene in Bezug auf wirtschaftliche und berufliche Perspektiven.
Baptista und ihre Kollegen Nuno de Almeida Alves, Frederico Cantante und Renato Miguel do Carmo vom Lissabonner Institut für Arbeits- und Sozialwissenschaften ISCTE haben jetzt eine Studie über 18- bis 34-Jährige auf Wegen zum und im Prekariat veröffentlich, in der sie nach Analyse von Wirtschafts- und Bevölkerungs-Daten für die kommende Dekade ein düsteres Bild malen. Einer ganzen Generation stehe eine „Vollzeit-Randexistenz“ mit arbeitsrechlich wenig geschützten, flexibilisierten Arbeitsverhältnissen bevor. Diese Form der Existenz-Sicherung am ökonomischen Rande des Abgrundes sei für viele bereits zum Lebensstil geworden. Die Zahl der Betroffenen steige und festige sich auf Dauer.
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[TD="class: tr-caption, align: center"]„Jovens em Transições Precárias“
Editora Mundos Sociais, Lissabon
ISBN 978-989-8536-04-4[/TD]
[/TR]
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Für die Studie begleiteten die Soziologen in Lissabon, Setúbal, Porto und Guimarães junge Arbeitskräfte unterschiedlicher Bildungsstufen, zwölf Prozent von ihnen mit Hochschulabschluss. Keiner von ihnen verdiente mehr als siebenhundert Euro im Monat. Ihre Arbeits-Situation war gekennzeichnet durch Dauerpraktikantentum und Teilzeitarbeit, immer häufiger ein typisches Kennzeichen des Arbeitsmarktes. Die Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft des Landes seien gravierend, so Nuno Alves, denn „wer mit dreißig, vierzig Jahren noch nie eine Festanstellung und ein geregeltes Einkommen hatte, der wird eine Familiengründung immer weiter verschieben, als Konsument ausfallen und kann nur geringste Beträge in die Sozialversicherung einzahlen“. Kaum jemand in der untersuchten Altersgruppe kam ohne die Hilfe der Eltern aus – finanziell oder durch Unterkunft und Verpflegung. Die Entwicklung gehe daher nicht nur die Betroffenen selbst an, sondern ziehe eine Änderung des gesellschaftlichen Gefüges nach sich. Es breite sich die Angst aus, „kein Recht auf eine Zukunft zu haben“. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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Ein Studium sei immer empfehlenswert, um die Zukunftsaussichten zu verbessern, meint die Soziologin Inês Baptista. Doch darüber hinaus gibt es ihrer Ansicht nach nicht viel Grund zum Optimismus für junge Erwachsene in Bezug auf wirtschaftliche und berufliche Perspektiven.
Baptista und ihre Kollegen Nuno de Almeida Alves, Frederico Cantante und Renato Miguel do Carmo vom Lissabonner Institut für Arbeits- und Sozialwissenschaften ISCTE haben jetzt eine Studie über 18- bis 34-Jährige auf Wegen zum und im Prekariat veröffentlich, in der sie nach Analyse von Wirtschafts- und Bevölkerungs-Daten für die kommende Dekade ein düsteres Bild malen. Einer ganzen Generation stehe eine „Vollzeit-Randexistenz“ mit arbeitsrechlich wenig geschützten, flexibilisierten Arbeitsverhältnissen bevor. Diese Form der Existenz-Sicherung am ökonomischen Rande des Abgrundes sei für viele bereits zum Lebensstil geworden. Die Zahl der Betroffenen steige und festige sich auf Dauer.
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[TD="class: tr-caption, align: center"]„Jovens em Transições Precárias“
Editora Mundos Sociais, Lissabon
ISBN 978-989-8536-04-4[/TD]
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Für die Studie begleiteten die Soziologen in Lissabon, Setúbal, Porto und Guimarães junge Arbeitskräfte unterschiedlicher Bildungsstufen, zwölf Prozent von ihnen mit Hochschulabschluss. Keiner von ihnen verdiente mehr als siebenhundert Euro im Monat. Ihre Arbeits-Situation war gekennzeichnet durch Dauerpraktikantentum und Teilzeitarbeit, immer häufiger ein typisches Kennzeichen des Arbeitsmarktes. Die Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft des Landes seien gravierend, so Nuno Alves, denn „wer mit dreißig, vierzig Jahren noch nie eine Festanstellung und ein geregeltes Einkommen hatte, der wird eine Familiengründung immer weiter verschieben, als Konsument ausfallen und kann nur geringste Beträge in die Sozialversicherung einzahlen“. Kaum jemand in der untersuchten Altersgruppe kam ohne die Hilfe der Eltern aus – finanziell oder durch Unterkunft und Verpflegung. Die Entwicklung gehe daher nicht nur die Betroffenen selbst an, sondern ziehe eine Änderung des gesellschaftlichen Gefüges nach sich. Es breite sich die Angst aus, „kein Recht auf eine Zukunft zu haben“. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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