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[Perspektive Portugal] Das Ende vom Lied

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[TD="align: center"]cante+alentejano+1.jpg[/TD]
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[TD="class: tr-caption, align: center"] Chöre pflegen seit Jahrhunderten die Tradition [/TD]
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Ein Streit und einen regionalen Musikstil verstimmt Kulturschaffende im Alentejo.
Der [DLMURL="http://www.candidaturadocante.com/noticias.php"]Cante Alentejano[/DLMURL], ein polyphoner Gesang ohne instrumentale Begleitung mit kurzen Versen über kleine Alltagsereignisse, soll der UNESCO zur Anerkennung als immaterielles Kulturerbe
vorgestellt werden.
Der Plan reift seit einigen Jahren und die Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar hatte die Euphorie im Alentejo gesteigert; schließlich gehört der seit dem frühen Mittelalter gepflegte Cante Alentejano zu den ältesten Musikstilen überhaupt.
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[TD="align: center"]Cancioneiro+alentejano.jpg[/TD]
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[TD="class: tr-caption, align: center"] Liederbuch von 1938 [/TD]
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Als Wiege des Cante Alentejano gilt die Stadt Serpa:
Im 15.Jahrhundert gab es in Évora klassische Polyphonieschulen, die besonders von Mönchen aus dem nordöstlich gelegenen Convento de São Paulo bei Redondo besucht wurden. Die Mönche gingen später im Auftrag der Kirche nach Serpa, wo sie einen weiteren Konvent gründeten, sowie einige Gesangsschulen, in denen, so nehmen Ethnographen heute an, der Cante Alentejano entstand.
Die Confraria do Cante Alentejano, die Bruderschaft der Sänger, hat mit Unterstützung eines anderen Hüters musikalischer Folkloretraditionen, der Associação MODA, sowie der Casa do Alentejo, die als Botschaft der Region in Lissabon fungiert, historische Aufzeichnungen aus Dörfern und Städten sorgfältig recherchiert, die an die Wurzeln des Liedgutes führen. Dann wurde ein repräsentatives Liederbuch gestaltet.
Zur Präsentation gehören ferner ein Dokumentarfilm des international preisgekrönten Regisseurs Sérgio Tréfaut, Ausstellungen, Fotowettbewerbe, Konzerte und Straßen-Animationen. Eine Online-Petition soll die Unterstützung der Bürger dokumentieren.

Nun wird die Kommission von einer Entscheidung der Stadt Beja irritiert, die sich der Kandidatur nur anschließen will, wenn „alle Chöre der Region als Bestandteil der Bewerbung in die Präsentation für die UNESCO aufgenommen werden“. Das bedeute, dieses Mal auf die Kandidatur zu verzichten, die bis zum 30.März läuft, und den Cante Alentejano irgendwann in der Zukunft der UNESCO vorzuschlagen.

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[TD="align: center"]cante+fem.jpg[/TD]
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[TD="class: tr-caption, align: center"] Frauenchöre des Cante Alentejano entstanden erst spät [/TD]
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Der Koordinator der Kandidatur, Carlos Laranjo Medeiros, erklärt, die Cante-Chöre der Region unterstützten die Kandidatur und bisher habe keine Gesangsgruppe ihre ausdrückliche Berücksichtigung beantragt. Medeiros sieht den großen Auftritt des Cante Alentejano auf der Weltbühne durch „Extrawünsche gefährdet, obwohl hochgestellte Persönlichkeiten wie Staatspräsident, Parlamentspräsident und Regierungschef unser Anliegen öffentlich unterstützen“. Es sei unverständlich, warum der Stadtrat von Beja nun „strukturelle Änderungen“ fordere. In der Folge haben sich nun auch andere Organisationen mit eigenen Wünschen gemeldet (unter anderem die Stadt Castro Verde), was die Kandidatur zum jetzigen Zeitpunkt in Frage stellt – die UNESCO entscheidet alle zwei Jahre über Neuaufnahmen. Die Gegner meinen, wenn in der Bewerbung nicht alle Institutionen – auch Auslandskulturvereine des Alentejo – repräsentiert seien, sei bei der UNESCO das Scheitern bereits in der Vorauswahl möglich.
FOTOS: Presseamt der Stadt VidigueiraDieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

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