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Während die Zahlen der Arbeitslosen-Statistiken steigen, immer mehr Geschäfte schließen und viele Betriebe um das wirtschaftliche Überleben kämpfen, versuchen die Politiker zu beschwichtigen, der Sozialstaat funktioniere und der Arbeitsmarkt werde sich wieder erholen. An Maßnahmen zur Wiedereingliederung Stellensuchender fehlt es nicht.
Aurora Teixeira von der Universität Porto teilt den politischen Zweckoptimismus nicht und erklärt: „Die Anstrengungen gegen Armut in Portugal sind teuer und bringen kaum Resultate.“ Die Wirtschaftswissenschaftlerin kritisiert die Sozialpolitik, weil sie „assistierend nur auf ein Eingreifen im Notfall“ ausgerichtet sei, statt vorbeugend „den systembedingten Zyklus der Armuts-Entstehung zu durchbrechen“. Seit etwa einer Dekade sei die Zahl der als arm Eingestuften mit etwa zwei Millionen Menschen konstant. Diese achtzehn Prozent der Bevölkerung würden deshalb inzwischen als strukturell bezeichnet, so Teixeira, und die einst als provisorische Hilfe eingeführten Stützen wurden längst zur ständigen Einrichtung. Dazu komme, dass sich die Menschen (Betroffene wie Nichtbetroffene) „an Armut als Bestandteil der Gesellschaft gewöhnt haben“.
Isabel Jonet, Präsidentin der Banco Alimentar contra a Fome (vergleichbar mit der in Deutschland bekannten gemeinnützigen Organisation „Die Tafel“) fordert, die Sozialhilfe „unbedingt an Mittel zu binden, die die Befähigung des Versorgten zur Wiedereingliederung fördern“. Andernfalls wäre das Land „zur dauerhaften Festigung der Armut verurteilt“.
Als arm gilt, wer ständig von weniger als sechzig Prozent des portugiesischen Durchschnitts-Einkommens lebt, erklärt Nuno Alves, der im Auftrag der portugiesischen Staatsbank den politischen Umgang mit Armut untersucht. Dieser starre Indikator sei ungeeignet, die wirklich Betroffenen zu identifizieren. Bildung und Ausbildung seien die besten Mittel gegen Armut: „Ein Viertel der Armen ist nicht arbeitslos, aber aufgrund fehlender Qualifikation zur fortdauernden Armut verdammt", so Alves. Wer keine Fähigkeiten zu eigenständigem, intiativreichen Arbeiten besitze, rutsche selbst als Berufstätiger viel schneller ab als zeitweilig Arbeitslose, aber gut Ausgebildete.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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Aurora Teixeira von der Universität Porto teilt den politischen Zweckoptimismus nicht und erklärt: „Die Anstrengungen gegen Armut in Portugal sind teuer und bringen kaum Resultate.“ Die Wirtschaftswissenschaftlerin kritisiert die Sozialpolitik, weil sie „assistierend nur auf ein Eingreifen im Notfall“ ausgerichtet sei, statt vorbeugend „den systembedingten Zyklus der Armuts-Entstehung zu durchbrechen“. Seit etwa einer Dekade sei die Zahl der als arm Eingestuften mit etwa zwei Millionen Menschen konstant. Diese achtzehn Prozent der Bevölkerung würden deshalb inzwischen als strukturell bezeichnet, so Teixeira, und die einst als provisorische Hilfe eingeführten Stützen wurden längst zur ständigen Einrichtung. Dazu komme, dass sich die Menschen (Betroffene wie Nichtbetroffene) „an Armut als Bestandteil der Gesellschaft gewöhnt haben“.
Isabel Jonet, Präsidentin der Banco Alimentar contra a Fome (vergleichbar mit der in Deutschland bekannten gemeinnützigen Organisation „Die Tafel“) fordert, die Sozialhilfe „unbedingt an Mittel zu binden, die die Befähigung des Versorgten zur Wiedereingliederung fördern“. Andernfalls wäre das Land „zur dauerhaften Festigung der Armut verurteilt“.
Als arm gilt, wer ständig von weniger als sechzig Prozent des portugiesischen Durchschnitts-Einkommens lebt, erklärt Nuno Alves, der im Auftrag der portugiesischen Staatsbank den politischen Umgang mit Armut untersucht. Dieser starre Indikator sei ungeeignet, die wirklich Betroffenen zu identifizieren. Bildung und Ausbildung seien die besten Mittel gegen Armut: „Ein Viertel der Armen ist nicht arbeitslos, aber aufgrund fehlender Qualifikation zur fortdauernden Armut verdammt", so Alves. Wer keine Fähigkeiten zu eigenständigem, intiativreichen Arbeiten besitze, rutsche selbst als Berufstätiger viel schneller ab als zeitweilig Arbeitslose, aber gut Ausgebildete.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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