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[TD="class: tr-caption, align: center"] Der Tornado, bevor er bei Carvoeiro auf
Land traf und auf dem Wettersatelliten
FOTOS: privat u. Instituto de Meteorologia [/TD]
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Viele Menschen saßen beim Mittagessen, als sich am Freitag ein dumpfes Grollen näherte und dann dauerte es kaum drei Minuten, bis der Wirbelsturm auf seinem Zug von der Küste über Carvoeiro, Lagoa und Silves enorme Schäden angerichtet hatte, die nach erster Begutachtung in die Millionen gehen: Dächer sind abgedeckt (darunter auch an Rathaus und städtischem Schwimmbad in Silves), Fensterscheiben eingedrückt, Möbel aus den Zimmern gefegt – allein am östlichen Ortseingang von Lagoa wurden an die achtzig Wohnungen verwüstet und einige Bewohner obdachlos.
Der Tornado wirbelte Autos wie Zündholzschachteln durch die Luft und warf sie übereinander, in Silves wurden über einhundert Fahrzeuge beschädigt. „Meine halbe Stadt ist kaputt“, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr in Silves. Hier kamen Einheiten aus dem Alentejo zu Hilfe, denn die Feuerwehr selbst meldete Sturmschäden an der Feuerwache und an Fahrzeugen.
Der Sturm hat Mauern umgepustet und verbog Laternen und Verkehrsschilder als wären sie aus Knetmasse. Das Tor des Sportplatzes von Silves flog ins Fenster eines gegenüber liegenden Hauses, Straßencafés wurden verwüstet. Mindestens achtzehn Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Der Strom fiel aus und ließ über viertausend Anwohner bis zum Abend ohne Licht. Der Blackout stoppte auch Züge zwischen Algarve und Lissabon und noch am Samstag saßen rund zweihundert Menschen bis zum Abend ohne Strom in ihren Wohnungen, während die Feuerwehr mit schwerem Gerät Schutt und entwurzelte Bäume beseitigte. Dabei bot sich ein bizarres Szenario: Palmen blieben nahezu unversehrt, wo Laubbäume barsten oder entwurzelt wurden.
Am Sonntag folgten in Silves Hunderte dem Appell von Bürgermeister Rogério Pinto und halfen, die Sturmschäden in der Stadt zu beseitigen. Dabei fanden sie Schutt kommunaler Sperrzäune, die der Tornado von Lagoa bis nach Silves getragen hatte. Regierungschef Pedro Passos Coelho erwägt, für die betroffenen Kommunen den Notstand auszurufen; die Regierung verspricht finanzielle Hilfe für die Opfer. Die Versicherungen wollen sich bald mit den Betroffenen über die Schadens-Regulierung einigen, doch kommt für viele nach dem Schreck über die Naturgewalt den Kostenschock: Hausratversicherungen sind selten und in Krisenzeiten haben viele Familien sich die Fortführung von Assekuranzen gespart.
Starker Wind und Starkregen verursachten in vielen Teilen Portugals Überschwemmungen, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer, doch die Wucht, mit der der Tornado seine Schneise schlug, war erschreckend.
Auch wenn Meteorologen Südeuropa als ein übliches Tornadogebiet einstufen, gilt das Wetterphänomen im Süden Portugals als ungewöhnlich und das Naturereignis vom Freitag war nicht vorhersehbar, da die herrschende Schlechtwetterfront keine typischen Entstehungsmerkmale aufwies. Darin stimmen europäische Wetterämter überein, doch sieht sich das Meteorologische Institut in Portugal Vorwürfen ausgesetzt, es habe angesichts der Wetterlage mit starkem Wind und heftigem Regen versäumt, die allgemeine Unwetter-Warnung auf die höchste Stufe zu setzen.
Seit 1999 sammelt die portugiesische Wetterwarte neue und alte Daten über Wirbelstürme im Land und hat, mit diesem aktuellen Fall, bisher 87 Tornados gelistet: Der älteste fegte 1936 über Ponte de Sôr, der heftigste am 6.11.1954 über Castelo Branco und die Region Algarve wurde zuletzt erst Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar, der große Teile des Flughafens Faro zerstörte. Die Wetter-Experten verzeichnen eine verstärkte Wirbelsturmtendenz seit 2006.
Ein Anwohner hat den Tornado vom Freitag auf seinem Weg der Zerstörung in Silves aus seiner Wohnung gefilmt und das Video ins Internet gestellt. Darüber hinaus verzichtet diese Seite auf Links zu Fotostrecken und folgt der Bitte von Betroffenen, nicht zur weiteren Zurschaustellung ihrer zerstörten Habe beizutragen.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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[TD="class: tr-caption, align: center"] Der Tornado, bevor er bei Carvoeiro auf
Land traf und auf dem Wettersatelliten
FOTOS: privat u. Instituto de Meteorologia [/TD]
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Viele Menschen saßen beim Mittagessen, als sich am Freitag ein dumpfes Grollen näherte und dann dauerte es kaum drei Minuten, bis der Wirbelsturm auf seinem Zug von der Küste über Carvoeiro, Lagoa und Silves enorme Schäden angerichtet hatte, die nach erster Begutachtung in die Millionen gehen: Dächer sind abgedeckt (darunter auch an Rathaus und städtischem Schwimmbad in Silves), Fensterscheiben eingedrückt, Möbel aus den Zimmern gefegt – allein am östlichen Ortseingang von Lagoa wurden an die achtzig Wohnungen verwüstet und einige Bewohner obdachlos.
Der Tornado wirbelte Autos wie Zündholzschachteln durch die Luft und warf sie übereinander, in Silves wurden über einhundert Fahrzeuge beschädigt. „Meine halbe Stadt ist kaputt“, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr in Silves. Hier kamen Einheiten aus dem Alentejo zu Hilfe, denn die Feuerwehr selbst meldete Sturmschäden an der Feuerwache und an Fahrzeugen.
Der Sturm hat Mauern umgepustet und verbog Laternen und Verkehrsschilder als wären sie aus Knetmasse. Das Tor des Sportplatzes von Silves flog ins Fenster eines gegenüber liegenden Hauses, Straßencafés wurden verwüstet. Mindestens achtzehn Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. Der Strom fiel aus und ließ über viertausend Anwohner bis zum Abend ohne Licht. Der Blackout stoppte auch Züge zwischen Algarve und Lissabon und noch am Samstag saßen rund zweihundert Menschen bis zum Abend ohne Strom in ihren Wohnungen, während die Feuerwehr mit schwerem Gerät Schutt und entwurzelte Bäume beseitigte. Dabei bot sich ein bizarres Szenario: Palmen blieben nahezu unversehrt, wo Laubbäume barsten oder entwurzelt wurden.
Am Sonntag folgten in Silves Hunderte dem Appell von Bürgermeister Rogério Pinto und halfen, die Sturmschäden in der Stadt zu beseitigen. Dabei fanden sie Schutt kommunaler Sperrzäune, die der Tornado von Lagoa bis nach Silves getragen hatte. Regierungschef Pedro Passos Coelho erwägt, für die betroffenen Kommunen den Notstand auszurufen; die Regierung verspricht finanzielle Hilfe für die Opfer. Die Versicherungen wollen sich bald mit den Betroffenen über die Schadens-Regulierung einigen, doch kommt für viele nach dem Schreck über die Naturgewalt den Kostenschock: Hausratversicherungen sind selten und in Krisenzeiten haben viele Familien sich die Fortführung von Assekuranzen gespart.
Starker Wind und Starkregen verursachten in vielen Teilen Portugals Überschwemmungen, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer, doch die Wucht, mit der der Tornado seine Schneise schlug, war erschreckend.
Auch wenn Meteorologen Südeuropa als ein übliches Tornadogebiet einstufen, gilt das Wetterphänomen im Süden Portugals als ungewöhnlich und das Naturereignis vom Freitag war nicht vorhersehbar, da die herrschende Schlechtwetterfront keine typischen Entstehungsmerkmale aufwies. Darin stimmen europäische Wetterämter überein, doch sieht sich das Meteorologische Institut in Portugal Vorwürfen ausgesetzt, es habe angesichts der Wetterlage mit starkem Wind und heftigem Regen versäumt, die allgemeine Unwetter-Warnung auf die höchste Stufe zu setzen.
Seit 1999 sammelt die portugiesische Wetterwarte neue und alte Daten über Wirbelstürme im Land und hat, mit diesem aktuellen Fall, bisher 87 Tornados gelistet: Der älteste fegte 1936 über Ponte de Sôr, der heftigste am 6.11.1954 über Castelo Branco und die Region Algarve wurde zuletzt erst Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar, der große Teile des Flughafens Faro zerstörte. Die Wetter-Experten verzeichnen eine verstärkte Wirbelsturmtendenz seit 2006.
Ein Anwohner hat den Tornado vom Freitag auf seinem Weg der Zerstörung in Silves aus seiner Wohnung gefilmt und das Video ins Internet gestellt. Darüber hinaus verzichtet diese Seite auf Links zu Fotostrecken und folgt der Bitte von Betroffenen, nicht zur weiteren Zurschaustellung ihrer zerstörten Habe beizutragen.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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