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[Perspektive Portugal] Bestandsaufnahme an der Küste

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Drei Forscher der Universidade do Algarve haben in der Ria Formosa und in der Ria de Alvor Austern entdeckt, die Perlen enthielten. Deborah Power, Frederico Batista und Ana Grade vom Meeresforschungs-Zentrum CCMAR arbeiten an der Bestands-Aufnahme des maritimen Lebens im Rahmen des Projektes Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar(Framework for Ria Formosa Water Quality, Aquaculture and Resource Development), das in diesem Monat abgeschlossen sein soll, und machten „diesen absolut überraschenden Fund, denn unter den gegebenen Bedingungen sind Perlen äußerst selten“, so Deborah Power.
Bei der Inventur des algarvischen Austern-Bestandes fanden sich Millimeter kleine Perlen in einigen Crassostrea-Exemplaren, die ursprünglich aus Japan stammten und aus Frankreich zur kommerziellen Zucht für Aquakulturen importiert wurden. In Japan werde inzwischen die Perlenzucht durch besondere Behandlung der Austern induziert, so die Forscher, doch die hiesigen Exemplare bildeten die Perlen spontan.

Die Fähigkeit der Austern, eine Perlmutt-Schicht zu bilden, dient eigentlich dem Selbstschutz der Muschel vor Eindringlingen, die durch das Überziehen mit der Kalzium-Karbonat-Schicht unschädlich gemacht werden. Die Perlausbildungen aus den Algarve-Austern werden jetzt im Labor untersucht um festzustellen, welche organischen oder anorganischen Stoffe in die Austern eingedrungen sind und die Perlbildung hervorgerufen haben.

Ein Jahr lang haben Power und ihr Team die Austern-Populationen an der Algarve-Küste untersucht und dabei eine „große Vielfalt, insbesondere in der Ria Formosa und am Guadiana“ festgestellt. Demnächst widmen sich die Forscher der endogenen portugiesischen Austernart Crassostrea angulata. Sie gilt vielen Forschern als nicht eigenständig, sondern als Variante der Pazifischen Felsenauster (Crassostrea gigas)

In dem Zusammenhang geht es auch um die Feststellung von möglichen Auswirkungen und Verbindungen der im gleichen Biotop angesiedelten japanischen Austernart. Bereits jetzt sei aber klar, dass die importierte Art sich nicht schädigend auf die heimischen Austern ausgewirkt habe. In einer früheren Studienphase hatten Mitarbeiter des MMAR bereits Algen entdeckt, die lange als ausgestorben gegolten hatten.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

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