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[Perspektive Portugal] Angela Merkel kommt nach Portugal

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[TD="class: tr-caption, align: center"] Viele Portugiesen finden das
bevorstehende Treffen nicht lustig
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Es hätte „wie eine Provokation aufgefasst werden können oder wie ein Versuch, Druck auf die Entscheidung über den portugiesischen Staatshaushalt auszuüben“, wäre die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang Oktober nach Portugal gekommen, kommentiert die Wochenzeitung Expresso den offenbar geplanten und dann verschobenen Besuch. Er soll allerdings stattfinden, vermutlich im November, doch seien sowohl Daten als auch Inhalte des Arbeits-Besuches bisher „nicht öffentlich und noch in der Planungsphase“, hieß es in Lissabon.
Angela Merkel war bereits im Zusammenhang mit Treffen der NATO und er Europäischen Union am Tejo, jedoch wäre der jetzt geplante Besuch ihr erster Staatsbesuch mit bilateralen Kontext.

Wie auch bei Merkels Besuchen in Spanien und Griechenland gilt die Regierungsvisite hier zu Lande als sensible Angelegenheit; am Rande der Demonstrationen an diesem Wochenende bezeichneten viele den bevorstehenden Besuch als „Reise der Chefin zu ihren Latifundien“. Andere witzeln sarkastisch, die „Imperatorin bringt dem untertänigsten Regierungschef sein Weihnachtsgeschenk“.
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unerklärlich ist so etwas.

Sind es doch die eigenen Fehler, die zum Sparen zwingen. Portugals Krise ist eine hausgemachte Krise, nicht der Euro ist schuld, sondern das, was die Politiker, Firmen und auch die Verbraucher jahrzehntelang damit gemacht haben, nämlich sinnlos verschwendet. Anstatt Korruption zu bekämpfen, Rechtssystem und Finanzsystem grundlegend zu ändern, sind jetzt auf einmal die Anderen schuld. Prima.

Es sind die unfähigen und wirtschaftsgesteuerten Regierungen, egal von welcher der sog. "großen" Volksparteien - und es ist keine Änderung in Aussicht, weil alle nach dem gleichen Muster gestrickt sind. Ein gefährlicher, ausländerfeindlicher und nationalistischer Nährboden, der sich da in den letzten Jahren entwickelt hat. Aber offensichtlich hat man jetzt einen Sündenbock gefunden. Ich habe kein gutes Gefühl, wenn ich an die Zukunft denke.
 
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