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[Perspektive Portugal] Algarve-Szenen

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Die Ruhe in der Serra sei das Rezept für Langlebigkeit, erklärte Maria Marques einem portugiesischen Fernsehteam. Die Hundertjährige und ihre gleichfalls betagten Nachbarn ziehen nach Generationen der Abgeschiedenheit nun die Aufmerksamkeit der Medien auf sich, seit ihre kleine Siedlung offiziell zum abgelegensten bewohnten Flecken Portugals ernannt wurde; die Bewohner haben gleichzeitig das höchste durchschnittliche Lebensalter aller Gemeinden.

Die Daten entstammen dem so genannten Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar, in dessen Rahmen die Nationalgarde GNR seit 2011 in ihren Bezirken systematisch die Versorgung alter Menschen prüft. Ein Filmbeitrag in den Nachrichten lässt viele Zuschauer fürchten, die Alten in der nicht näher beschriebenen „Ortschaft zwischen Portimão und dem Autódromo Internacional“ könnten nun Ziel von Überfällen werden. In anderen Zuschriften heißt es, in der Gegend gebe es „Hunderte Weiler, von denen keiner etwas weiß“.

Im Sommer machen ein paar Engländer in der Nähe Ferien, aber jeder lebe für sich, sagt der 85-jährige Jaime Campos. Die meisten Menschen in der Siedlung haben nie den Strand gesehen und kennen die regionalen Ferienanlagen nur aus dem Fernsehen. Denn das haben alle und sie sehen besonders aufmerksam die TV-Nachrichten.
Dort „reden alle nur von der Krise“, die das Leben in der Serra nicht berührt: „Wir haben hier immer von dem gelebt, was die Erde uns gibt und sie gibt uns alles“.
Niemand könne sich vorstellen, wegzuziehen, auch wenn der Alltag immer schwieriger zu bewältigen ist.
„Ich kümmere mich noch alleine um meine Hühner“, erklärt die Hundertjährige Maria Marques. Sie habe „noch nie im Leben etwas anderes als Wasser getrunken. Was da in der Stadt in den Supermärkten verkauft wird, taugt nichts“.

So ähnlich denkt sie auch über die Leute in der Stadt, die „nur einen bequemen Arbeitsplatz im Büro wollen. Und davon gibt es nicht genug“, die Serra hingegen könnte alle ernähren, meinen die Alten.
Soledade Silva (76) weiß, dass Berichte über die Region Algarve im Allgemeinen nicht mit dieser Art, zu leben, in Einklang stehen.
Doch sie sieht sich und ihre Nachbarn als das Typischste des Algarve, „was sollten wir den sonst sein?“
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