Aktuelles

Pause für die Saudade?

  • Ersteller Ersteller Chica
  • Erstellt am Erstellt am
C

Chica

Gast
Stimmungsvoll ist der Bericht in welt online, der sich mit Portugal befasst:
Am Südwestzipfel Europas - Reise - WELT ONLINE
ist mir besonders ins auge gefallen, weil er auch über estoril und cascais berichtet.

auch ich habe schon viele portugiesen gesehen, die einfach - etwa an der strecke zwischen guincho und cascais - ruhig stehen, gerne im auto ;), und einfach nur aufs meer schauen.
diese "pausen für die saudade" - kennt ihr das auch?
 
Das kenne ich aus Faro von der Strandinsel. Oft sind aber auch Pärchen drinnen, die wohl zu Hause nicht so dürfen wie sie gerne wollten.

Und dann kenne ich das Phänomen noch im Winter. Ein Portugiese hat mir mal gesagt, dass es im Auto wärmer sei als im ungeheizten Haus. ;-)
 
Hallo chica und Sven,

ich kenne das auch aus Portugal, würde es aber nicht als "saudade" bezeichnen. Autosteht in Nazaré auf dem besten Parkplatz am Strand mit Blick aufs Meer, Vater schläft ne Runde und Muttern häkelt , Hauptsache mit Meerblick.

Dabei wollten wir doch diesen schönen Parkplatz haben.:weep:

LG

Petra
 
hehehe - man merkt, ihr zwei, dass ihr den schönen bericht nicht gelesen habt.
da kommt nämlich folgendes vor:
welt online schrieb:
Kurz vor 8 Uhr morgens ereignet sich eine Szene, die sich so nur in Portugal ereignen kann: ein Mann, etwa 35 Jahre alt, Typ adretter Banker, dunkelblauer Anzug, beige Krawatte, geht auf die Küstenbalustrade gegenüber des Fischmarkts zu, stellt seine Laptoptasche ab, richtet sich auf, faltet die Hände wie zum Gebet und schaut aufs Meer hinaus, fünf Minuten, zehn Minuten, so wie sich ein geübter Museumsbesucher einen El Greco anschaut. Dann nickt er kurz, wischt sich über die feuchten Augen und eilt mit schnellen Schritten zurück ins Büro. Eine Pause für Saudade.
 
darfst du linken, klar. :)

das für mich faszinierende ist:
ich selber komm ja nun weiß gott nicht aus einer gegend mit meer.
kann man ja weder von bayern noch von baden (württemberg) sagen.
aber:
ich kann es mir ohne meer nicht mehr vorstellen.
wenn ich mal in der alten heimat bin, vermiss ichs nach ein paar tagen.
und ich sehe den ozean immer noch, jeden tag, von meinem garten aus, "ganz bewusst".
hab mich also an den ausblick und auch das rauschen der wellen nicht "gewöhnt".
sollte ich innerlich zur portugiesin mutiert sein? ;)
 
Chica, ich habe mir den Bericht durchgelesen. Die Geschichte von dem Banker erinnert mich etwas an das Leben hier. Wie Du ja weißt sind in den letzten Jahren viele Leute hier gestorben. Die Anhgehörigen trauern gerne am Strand. Sie gehen täglich ans Meer, beten und sind sich mehr ihren Lieben verbunden, als wenn sie zum Friedhof gehen. Vielleicht hat dieser "Banker" ja auch einen lieben Menschen verloren. Wer weiß...........
 
Zurück
Oben