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Lissabon: Bald keine Wildtiere mehr im Zirkus

In der heute in Kraft tretenden Verordnung 1226/2009 (Diário da República, pdf-Dokument) wird eine Liste von Arten veröffentlicht, die als gefährlich gelten und deren Erwerb und Vermehrung nur noch bestimmten Einrichtungen gestattet sind.

Zirkus und Tierhandlungen gehören nicht dazu, und damit darf ein Zirkus u.a. keine neuen Elefanten, Affen, Löwen oder Tiger erwerben und die vorhandenen nicht vermehren.

Das Umweltministerium begründete das neue Gesetz mit dem Arten- und Tierschutz sowie mit der Sicherheit für die Bürger.

Die Tierschutzorganisationen äußerten sich zufrieden darüber, dass damit mittelfristig die Vorführung von Wildtieren im Zirkus ein Ende haben werde.

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Wie zu erwarten, sorgte das neue Gesetz bereits für unterschiedliche Reaktionen.

Von den Tierschutzorganisationen wurde es ebenso befürwortet wie von der Tierärztegewerkschaft. Deren Vertreter erklärte, die Gesundheitskontrollen der Zirkustiere sei schwierig, und die Tiere würden nicht immer unter den besten Bedingungen gehalten.

Zum Aspekt des Schutzes der Bevölkerung äußerte dagegen der Koordinator für Infektionskrankheiten des Instituto Ricardo Jorge, die Zirkustiere stellten keine ernste Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar, eher seien die Tiere durch die Zirkusbesucher gefährdet.

Die Unternehmer der betroffenden Sektoren stehen dem Gesetz ablehnend gegenüber.

Diário Digital
 
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