Loulé plant Kurtaxe
Die Algarve-Stadt Loulé will ab 2019 eine Aufenthaltsabgabe von einem Euro pro Person und Ferientag erheben. Mit den Einnahmen soll ein Nachhaltigkeits- und Umweltfonds zur Finanzierung der Arbeiten eingerichtet werden, die aufgrund der Küstenerosion besonders im Bereich um Vale do Lobo und die Marina de Vilamoura notwendig sind, „strategisch bedeutsame Orte für die Wirtschaft der Region“, so die Stadtverwaltung. Jährlich will die Stadt mit dieser Gästesteuer rund 2,5 Millionen Euro einnehmen und zudem Geld aus dem kommunalen Haushalt zuschießen.
Über den ufernahen Bereich werde bei der Raumordnungsplanung zu wenig nachgedacht, sodass nicht genügend finanzielle Mittel dafür bereitgestellt werden. Die Algarve sei nur ein Beispiel, die Erosion betreffe die gesamte portugiesische Küste, erklärte Bürgermeister Vítor Aleixo, der die Pläne seiner Stadt auf einer Konferenz zum Thema ‘Blaue Flagge’ (Umweltgütezeichen für Fluss- und Meeresstrände und Yachthäfen) vortrug, die notwendig seien, um „den katastrophalen Folgen des Klimawandels zu begegnen.“ Auch beliebte Strände in anderen Landesteilen, besonders die Costa da Caparica südlich von Lissabon, ist gefährdet sowie der Küstenabschnitt ‘Praia da Vagueira’ bei Aveiro.
Die Auswirkungen sind sichtbar und laut Untersuchungen in der Algarve seien Arbeiten notwendig, sonst werde das Meer in den kommenden Dekaden die ufernahen Zonen des Ortes Quarteira überfluten und die Existenz des Yachthafens von Vilamoura gefährden. Für Quarteira rechnen Wissenschaftler mit einer Fläche von 3,55 Quadratkilometer, die sich das Meer bis zum Jahr 2080 von Land holen könnte. Die kritischen Gebiete liegen im Großraum der Mündungen der Flüsschen Quarteira, Carcaval und Almargem. Die Strände dieses Gebietes müssen in einem Zehnjahreszyklus komplett neu aufgeschüttet werden.
Im Jahr 2006 hatte die Ferienanlage Vale do Lobo für 1,6 Millionen Euro in die künstliche Aufschüttung der Gestade investiert, um das Abrutschen der Hänge und die Zerstörung der dort stehenden Villen zu verhindern. Zuvor, im Jahr 1998, war zum ersten Mal eine künstliche Befestigung vorgenommen worden, damals trug die öffentliche Hand die Hälfte der Kosten.
Schon 2012 unterbreitete der Städtetag der Algarve (AMAL) den Vorschlag einer Aufenthaltsabgabe für Touristen, allerdings scheiterte der Vorstoß am Widerstand des Hotelverbandes AHETA. Vila Real de Santo António hat unterdessen im Alleingang eine solche Steuer beschlossen, die zu Beginn dieses Jahres in Kraft treten sollte, aber bisher nicht erhoben wird. In Lissabon wird die Gästeabgabe eingefordert, allerdings höchstens sieben Euro, auch dann, wenn der Gast länger in der Hauptstadt bleibt.
Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
Algarve. Loulé lança taxa turística para financiar enchimento das praias
A criação do fundo destina-se a criar as condições para minimizar os efeitos do avanço do mar sobre Vale do Lobo, marina de Vilamoura e outras zonas…
publico.pt
Die Algarve-Stadt Loulé will ab 2019 eine Aufenthaltsabgabe von einem Euro pro Person und Ferientag erheben. Mit den Einnahmen soll ein Nachhaltigkeits- und Umweltfonds zur Finanzierung der Arbeiten eingerichtet werden, die aufgrund der Küstenerosion besonders im Bereich um Vale do Lobo und die Marina de Vilamoura notwendig sind, „strategisch bedeutsame Orte für die Wirtschaft der Region“, so die Stadtverwaltung. Jährlich will die Stadt mit dieser Gästesteuer rund 2,5 Millionen Euro einnehmen und zudem Geld aus dem kommunalen Haushalt zuschießen.
Über den ufernahen Bereich werde bei der Raumordnungsplanung zu wenig nachgedacht, sodass nicht genügend finanzielle Mittel dafür bereitgestellt werden. Die Algarve sei nur ein Beispiel, die Erosion betreffe die gesamte portugiesische Küste, erklärte Bürgermeister Vítor Aleixo, der die Pläne seiner Stadt auf einer Konferenz zum Thema ‘Blaue Flagge’ (Umweltgütezeichen für Fluss- und Meeresstrände und Yachthäfen) vortrug, die notwendig seien, um „den katastrophalen Folgen des Klimawandels zu begegnen.“ Auch beliebte Strände in anderen Landesteilen, besonders die Costa da Caparica südlich von Lissabon, ist gefährdet sowie der Küstenabschnitt ‘Praia da Vagueira’ bei Aveiro.
Die Auswirkungen sind sichtbar und laut Untersuchungen in der Algarve seien Arbeiten notwendig, sonst werde das Meer in den kommenden Dekaden die ufernahen Zonen des Ortes Quarteira überfluten und die Existenz des Yachthafens von Vilamoura gefährden. Für Quarteira rechnen Wissenschaftler mit einer Fläche von 3,55 Quadratkilometer, die sich das Meer bis zum Jahr 2080 von Land holen könnte. Die kritischen Gebiete liegen im Großraum der Mündungen der Flüsschen Quarteira, Carcaval und Almargem. Die Strände dieses Gebietes müssen in einem Zehnjahreszyklus komplett neu aufgeschüttet werden.
Im Jahr 2006 hatte die Ferienanlage Vale do Lobo für 1,6 Millionen Euro in die künstliche Aufschüttung der Gestade investiert, um das Abrutschen der Hänge und die Zerstörung der dort stehenden Villen zu verhindern. Zuvor, im Jahr 1998, war zum ersten Mal eine künstliche Befestigung vorgenommen worden, damals trug die öffentliche Hand die Hälfte der Kosten.
Schon 2012 unterbreitete der Städtetag der Algarve (AMAL) den Vorschlag einer Aufenthaltsabgabe für Touristen, allerdings scheiterte der Vorstoß am Widerstand des Hotelverbandes AHETA. Vila Real de Santo António hat unterdessen im Alleingang eine solche Steuer beschlossen, die zu Beginn dieses Jahres in Kraft treten sollte, aber bisher nicht erhoben wird. In Lissabon wird die Gästeabgabe eingefordert, allerdings höchstens sieben Euro, auch dann, wenn der Gast länger in der Hauptstadt bleibt.
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Algarve. Loulé lança taxa turística para financiar enchimento das praias
A criação do fundo destina-se a criar as condições para minimizar os efeitos do avanço do mar sobre Vale do Lobo, marina de Vilamoura e outras zonas…
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