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[Heise] Snowden-Verdacht: Flugzeug des bolivianischen Präsidenten muss außerplanmäßig landen

Der Maschine aus Moskau wurden die Überflugrechte in Frankreich und Portugal verweigert
Ein Flugzeug, mit dem der bolivianische Präsident Evo Morales, auf dem Weg von der russischen Hauptstadt Moskau in seine Heimat war, musste heute Nacht außerplanmäßig in der österreichischen Hauptstadt Wien landen. Grund dafür war nach Angaben des bolivianischen Verteidigungsministers Rubén Saavedra, dass Frankreich, Portugal, Italien und Spanien Überflugsrechte verweigerten, weil sie glaubten, dass sich der von US-Behörden wegen Geheimnisverrats gesuchte NSA-Whistleblower Edward Snowden an Bord der Regierungsmaschine befindet. Snowden, der sich sein über einer Woche auf dem Moskauer Scheremetjewo-Flughafen aufhalten soll, hat in zahlreichen Ländern Asylanträge gestellt – darunter auch in Bolivien.

Nachdem der bolivianische David Choquehuanca scharf dementierte, dass sich Snowden in dem Flugzeug befindet, soll Frankreich mittlerweile wieder Überflugrechte eingeräumt haben. Eine offizielle Bestätigung von dort liegt aber bislang jedoch ebenso wenig vor wie Reaktionen aus den anderen drei genannten Ländern. Choquehuanca zufolge wurde durch die alleine wegen eines Gerüchts und ohne Rückfragen oder ausreichende Prüfungen angeordnete Luftraumsperre das Leben von Evo Morales gefährdet. >>> weiter geht es im Originalartikel...
 
Man kann sich so einen beschämenden kniefall (vor den amis) auch mit allen tricks nicht nachträglich als aufrechten gang schön reden.......

Aber die franzosen (hollande) haben sich wenigstens beim morales entschuldigt.
Spricht denn keiner ein wenig spanisch in der portugiesischen regierung?
 
ich finde auch die im-nachhinein-erklärung der franzosen ziemlich...
aber nachdem die ja ebenfalls die großen lauschangriff auf die eigene bevölkerung fahren, ists kein wunder.

ich hätte es allerdings absolut geil gefunden, wenn snowdon bei der landung von morales in bolivien ausm flugzeug gekommen wäre. muss ich jetzt so mal sagen.
 
@chica,
es sind ja zwei verschiedene paar schuhe (lausch angriff / entschuldigug).
Mit einer "ja aber" argumentation kann man leicht alles versuchen zu relativieren........
Im gegensatz zu portugal, italien und spanien hat sich frankreich letztendlich entschuldigt und somit wenigstens einen rest von diplomatischem anstand gezeigt.
Und auch damit bestätigt, es gab ein überflugsverbot.

Die span.pregierung ist so dreist und behauptet so etwas hätte es für spanien nicht gegeben.
Der spanische botschafter in wien wollte aber unbedingt beim herrn morales in dessen flugzeug auf einen kaffee vorbei "schauen" und hatte kein interesse mehr an seinem vorschlag, als der morales ihm sagte, er könne ihn im vip bereich treffen.

Den snowdwn in die präsidenten maschine zu bekommen????
Der moskauer abflughafen vom morales flieger war ein anderer, als der auf dem der snowden festsitzt.
Entfernung der beiden flughäfen ist, wie hamburg - lübeck.

Ich glaube das wussten auch die amis, dass da kein herr snowdon im besagten flieger sitzt.
Die wollten der welt nur mal zeigen, wer souverän ist.
Auch konnten sie so gleich testen, ob evtl. einer von den lakaien aufmuckt
 
[Perspektive Portugal] Nachspiel

Die europaweite Entgleisung diplomatischer Prinzipien durch das Lande- und Überflugverbot für den bolivianischen Staatschef Evo Morales hatte in Portugal ein parlamentarisches Nachspiel. Der südamerikanische Politiker war am Dienstag vergangener Woche, aus Moskau kommend, bei seinem Heimflug gezwungen, in Wien zwischenzulanden, nachdem Italien, Frankreich und Portugal die Überflugrechte verweigert hatten. Dies geschah aufgrund der Vermutung, der von den USA gesuchte Internetspezialist Edward Snowden befinde sich ebenfalls an Bord von Morales' Regierungsmaschine.

Der Vorfall ohne Präzedenz, mit dem sämtliche diplomatischen und völkerrechtlichen Usancen missachtet wurden, veranlasste die Opposition im Lissabonner Parlament zu einer Befragung des vorige Woche noch amtierenden Außenministers Paulo Portas, der für die Entscheidung verantwortlich ist. Portas antwortete, nicht die Überflugrechte, sondern ein Zwischenstopp sei verweigert worden. Eine Landung sei deshalb ausgeschlossen worden, weil Portugal sich „nicht in ein Problem einmischen sollte, dass weder hier entstanden ist, noch hier zu lösen sein wird“, so Portas.
Oppositionspolitiker Bernardino Soares erklärte, mit dieser Haltung habe die portugiesische Regierung sich sehr wohl eingemischt, denn „das Land befindet sich nun unter denen, die den Kreis um Snowden immer enger ziehen wollen“. Außerdem gehe es um das Verhältnis Portugals zu den Ländern Südamerikas nach dem Affront gegenüber dem bolivianischen Präsidenten. Portas antwortete, die Handelsbeziehungen zu Bolivien seien ohnehin „sehr reduziert“, weshalb er keinen Anlass zu Besorgnis über künftige Exportbilanzen sehe. In Bolivien kam es allerdings bereits zu anti-portugiesischen Demonstrationen und Flaggenverbrennungen, deshalb fordert die Opposition, die portugiesische Regierung solle sich für den Vorfall beim bolivianischen Staat entschuldigen.


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