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[Heise] Portugals Erholung nicht in Sicht

Der Wirtschaftsminister widerspricht dem Regierungschef, der eine Überwindung der Krise in Aussicht gestellt hatte.
Der portugiesische Wirtschaftsminister Álvaro Santos Pereira hat am Freitag im Fernsehen an die großen "Unwägbarkeiten und Unsicherheiten" erinnert, die eine Erholung der Wirtschaft des Landes gefährden. Gegenüber SIC Notícias verwies er vor allem auf die internationale Lage, da "die Welt, insbesondere Europa, die größte Krise" durchlebe. Er zeigte sich nicht davon überzeugt, dass eine Erholung 2013 Jahr zu erwarten sei.
Der frühere Wirtschaftsprofessor der Universität Coimbra widerspricht damit dem Regierungschef Pedro Passos Coelho. Obwohl die Wirtschaftsdaten sehr schlecht ausfielen, hatte der konservative Ministerpräsident am Mittwoch erklärt, das Land sei nun "näher daran, die Krise zu überwinden". Er zeigte sich "sehr überzeugt davon, dass 2013 ein Jahr der Stabilisierung und der Vorbereitung auf Wachstum unserer Wirtschaft wird". Diese Aussagen passten nicht mit den Daten zusammen, die zuvor das Statistikamt veröffentlichte. Demnach ist die Wirtschaftsleistung des Landes auch im zweiten Quartal weiter geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken und damit deutlich stärker als zuvor. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das BIP sogar um 3,3 Prozent gefallen. Nur Griechenland, das sich auch unter dem Rettungsschirm befindet, stand noch schlechter da.

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