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Geschichten aus meinem portugiesischen Alltag...

Vor zwei Tagen bei Lidl in Santo André erlebt: Eine sichtbar überforderte Frau mit zwei kleinen Monstern beim Einkaufen. Die Kinder - Junge ca. 8 Jahre, Mädchen ca. 6 Jahre alt - rennen schreiend durch den Laden, reißen ständig Sachen aus den Regalen und bewerfen sich gegenseitig mit Melonen, die dann erstmal aufgeplatzt auf dem Boden liegen bleiben, bis ich den Jungen auffordere, sie aufzuheben und sich besser zu benehmen. Sie beschimpfen ihre Mutter, die völlig hilflos wirkt. Das Mädchen ruft laut durch den Laden "Was soll ich heute klauen?" Keine Reaktion der Mutter. Der Junge schreit wütend, als die Mutter ihm fälschlicherweise unterstellt, die Melonen alleine geworfen zu haben: "Mama, ich hasse dich". Ach ja, alles spielte sich im schönsten Berliner Dialekt ab und ich schämte mich einfach für dieses "Benehmen". Die Verkäuferinnen waren übrigens total freundlich und hilfsbereit, putzten den Dreck weg und machten sich sicher ihre eigenen Gedanken. Die Mutter entschuldigte sich übrigens nicht für das Verhalten ihrer Kinder, kein Danke für die Hilfsbereitschaft des Personals. Sie ignorierte einfach alles. :(
 
Mein Rezept zum entspannten Einkaufen mit 3 Kindern:

Man benötigt:
2. Person
2. Einkaufswagen

Man befülle den Einkaufswagen direkt VOR der Einfahrt in den Laden und ignoriere evtl. ausgestoßene Protestgeschreie oder Drohungen. Man achte darauf, dass alle 3 Kinder sitzen und drohe ihnen ggf. mit Spielzeitentzug bei Schülern hilft auch die Androhung von doppelter Menge an Hausaufgaben, wenn diese nicht sitzen bleiben.
Am besten kurze präzise Anweisungen: Popo bleibt im ständigen Kontakt mit dem Boden des Einkaufswagens!
Man fahre nun die entsprechenden Regale ab. Dabei sollte man penibelst darauf achten, dass der mit Kindern befüllte Einkaufswagen, nicht zu nahe an die Regale kommt. Den Blicken der Miteinkäufer begegne man einfach mit einem netten Lächeln und einer einfachen Grußformel, der Tageszeit entsprechend.

Rezeptabweichung:
Für den Fall das weit und breit keine 2. Person auffindbar sein sollte:
Man befördere das älteste Kind zum Chauffeur des 2. Einkaufswagen und betreue ihn mit dem Einsammeln der benötigten Produkte.
 
Hi sibylle,

darf ich der Vollständigkeit halber fragen, ob du Kinder hast?

Wir sind hier im Landkreis Erding vor einigen Jahren mal wegen unserer beiden Kinder aus einem Lidl geflogen. ;-)

LG
 
Kurze Reaktion

Ich habe von meinen Alltagserfahrungen geschrieben und sicher beinhalten diese meine Sicht und Perspektive. Kritisiert habe ich Erziehungsdefizite, die mangelnde Erziehung bzw. die Unfähigkeit der Mutter auf die Situation zu reagieren. Wer mir mehr oder weniger direkt Kinderfeindlichkeit unterstellt, liegt falsch. Ich weiß zwar nicht, weshalb es wichtig ist zu wissen, ob ich selbst Kinder habe, aber wenn's nötig ist: Ja

Schade, dass auf dieser Ebene reagiert wurde.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich habe hier nirgends gelesen, dass jemandem Kinderfeindlichkeit unterstellt wurde.
Also calma bitte.
 
Hm, sibylle,

da habe ich dich wohl auf dem falschen Fuß erwischt oder mich einfach nur dusselig angestellt. Sorry dafür.

Du hast eine Situation aus deinem Alltagsleben geschildert. Ich frag mich jetzt gerade, was ich zu diesem Thema beitragen könnte. Vielleicht einfach wohlwollend nicken und grummeln: "Ja, für Eltern sollte man auch mal einen Elternführerschein einführen!"

Ich habe mir allerdings angewöhnt, nicht vorschnell über andere Leute zu urteilen. Die Dame, die du mit ihren Kindern im Lidl beobachtet hast, fiel dir unangenehm auf, weil du mit ihrer Erziehung nicht einverstanden bist. Wäre das ein Thema, über das wir hier im Thread diskutieren könnten?

LG
 
Nein,

ich wollte nicht über Erziehung diskutieren. Ich habe Erlebtes in einer kleinen Geschichte erzählt. Das ist alles. Ich denke übrigens auch, dass es in diesem Fall nichts Großartiges zu diskutieren gibt. Ein freundliches Danke für die Hilfe der Kassiererin wäre sicher das Mindeste gewesen.
 
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