.....Also wenn dann möchte ich schon mit dem Auto nach Deutschland fahren, im Prinzip geht es mir ja um diese Fahrt und nicht unbedingt darum einen Oldtimer zu kaufen.....
Hi Volki,
dass kann ich als Oldtimer Freak gut nachempfinden ;-). Wenn du das ganze schon einmal mit einem Oldtimer von Schweden nach DE durchgezogen hast, dann hast du ja sicherlich auch gute Erfahrungen gesammelt. Klar wenn man alte Autos mag, ist Vorstellung an solch eine Reise ein Traum.
Mein Albino:
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Nachdem ich Albino samt Heckschaden bei Ebay ersteigert hatte, hab ich ihn erst einmal auf Vordermann gebracht. Um den Heckschaden hat sich erst einmal ein befreundeteter Karosseriebauer und ein Lackierer gekümmert. Alles was dann kam, habe ich in liebevoller Kleinarbeit selbst gemacht. Hohlraumversiegelung, Schweissarbeiten im nicht sichtbaren Bereich, Bremsanlange, die Füchse ersteigert ( es waren vorher Prollfelgen drauf) und vieles mehr. Auch neue Reifen draufgezogen. Albino hatte nur einen Vorbesitzer, 85 Jahre alt und inzwischen verstorben. Nur orginale 82 000 gelaufen Bj. 82. Also beste Voraussetzungen um nun eine Traumreise an die Côte d’Azur über Land zu starten. Vorher natürlich Ölwechsel, Ventile eingestellt, Gelenke geprüft Zündzeitpunkt eingestellt. Albino sollte nun eigentlich fit für die große Reise sein.
Die Hinfahrt begann auch sehr entspannt. Meist über Landstrasse, gemütliche Pausen in Frankreich mit Kaffee, Croissants und allem was dazu gehört. Traumhaftes Wetter
Irgendwann lief der Motor unrund und ging im Stand aus. Ich hab dann das Standgas soweit hochgestellt, dass der Motor nicht mehr ausging und einigermaßen rund lief, wenn auch mit zu hoher Drehzahl im Stand. Soweit so gut.........aber dementsprechend stieg auch der Verbrauch. Über Land etwa 18 L/100 Km auf der Bahn 20 -25 L/ 100 Km. Zuvor hatte ich den Zündzeitpunkt so eingestellt, dass ich minimum 98 Oktan tanken mußte. Es gab also kaum noch eine Tankstelle, die nicht meine war. Auch der Zapfhahn der den höchsten Literbetrag anzeigte war meiner.

Ich nachhinein zeigte sich, durch die Kurzstrecken des Vorbesitzer waren die Ventile/ Verntilsitze dermaßen verrußt, dass auch das Einstellen vor der Reise nix genutzt hat. Sprich die Ventile schlossen durch die erste Langstrecke und dem entsprechenden freibrennen nicht mehr richtig und haben einen Großteil des teuren Sprits unverbrannt rausgeblasen.
Irgendwann kurz vor der Côte d’Azur noch einmal auf die Bahn, als sich dann sehr unangenehme Vibrationen bemerkbar machten. Also auf den nächsten Parkplatz nach der Ursache geschaut. Die neuen Vorderreifen waren auf der Innenseite bis aufs Gewebe blank. Erstmal vorne hinten getauscht (Reserverad mit einbezogen) nächsten Reifenhändler aufgesucht. Ich muß dazu sagen, die verstellte Spur/Sturz waren vorher unerklärlicherweise nicht zu erkennen. Die Reifen, die beim Kauf drauf waren, waren gleichmäßig runter, das Lenkrad stand gerade und der Geradeauslauf war in Ordnung.
Gut der Reifenhändler hätte ein paar Tage gebraucht passende Reifen aufzutreiben. Soviel Zeit hätte ich in dem Kaff nicht verbringen wollen. Aber er war in der Lage die Achsvermessung durchzuführen und Spur und Sturz einzustellen. Also mit einem schadhaften Reifen auf der Hinterachse weiter.
Dann kamen keine weiteren Überraschungen. Wenn ich die Kosten für die Reise ehrlich aufaddieren würde, sprich Sprit, Autobahngebühren (die Rückfahrt war ich fast durchgehend auf der Bahn) / Achsvermessung und daheim noch zwei neue Reifen, dann müßte ich wohl 2000 Euro rechnen. Trotzdem es war eine traumhafte Fahrt, eine schöne Erinnerung und ein herrlicher Urlaub. Irgendwie war es das Wert und ich würde es jederzeit wieder tunn. :dance:
Ich wünsche dir viel Spaß und vielleicht magst du aj von deinen Oldtimerüberführungen berichten
Chap
P.S. Im Januar soll Albino nun das begehrte H - Kennzeichen bekommen