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Deutlich weniger Milchbauern

In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Anzahl der Milchproduzenten in Portugal deutlich zurückgegangen. Waren es in den Jahren 1993/94 noch 61.000 Bauern, so sind es laut aktuellen Zahlen nur noch 7.000. Doch das bedeutet keineswegs, dass in diesem Land weniger Milch produziert wird.

Denn zu Beginn der 1990er-Jahre stieg der jährliche Milchertrag auf 1,8 Mio. Tonnen und blieb seither mehr oder weniger konstant. Der Grund: Vor rund 20 Jahren wurden von der Europäischen Union Produktionsquoten eingeführt. Laut dem Verband der Gewerkschaften der Molkereigenossenschaften gewährleisten diese die Stabilität und Berechenbarkeit von Investitionen und Umstrukturierungen. Der Milchsektor profitierte außerdem von Zuschüssen aus europäischen Fonds. Mit diesen Geldern modernisierten die Bauern ihre Betriebe. Hatten portugiesische Landwirte in den 1990ern noch sehr veraltete Technologien im Einsatz, zählen deren Geräte heute zu den modernsten in Europa. Auch der Milchviehbestand in den Betrieben konnte vervielfacht werden. Laut Gewerkschaftsverbund werden die von der EU vorgegebenen Quoten eingehalten.

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Hatten portugiesische Landwirte in den 1990ern noch sehr veraltete Technologien im Einsatz, zählen deren Geräte heute zu den modernsten in Europa. Auch der Milchviehbestand in den Betrieben konnte vervielfacht werden.

Ua. in deutschland und österreich hat die "modernste" entwicklung dazu geführt,
dass die milchkühe in vielen regionen 365 tage im jahr fest im stall stehen.
Da ist nichts mehr mit auf die weide gehen.
Das führt natürlich zu muskelschwund und mal ein fetzen sonnenlich bekommen die kühe auch nicht mehr.

Ist in nordportugal und auf den azoren die entwicklung ähnlich?
 
Also zum Norden Portugals kann ich nichts Aktuelles sagen, aber auf den Azoren stehen die Milchkühe meist (noch) draußen und werden auf der Weide gemolken...habe das erst im Mai "überprüft". Für mich ist das Grund genug ausschließlich Azorenmilch zu kaufen. In D bekommt man -außer vom Bauern direkt- m. W. keine Milch von Outdoorkühen. Die frische Milch vom Bauern ist mir zu fett und so bleibt mir in D keine Alternative. Die teure Milch, die man in D bekommt (sog. "Bauernmilch") trägt in meinen Augen nur dazu bei, dass sich der Landwirt früher einen noch größeren Traktor kaufen kann. Ich bekomme dies, wenn ich in D bin, täglich mit, da es bei uns im Ort 3 "Milchbauern" gibt.
 
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