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[Perspektive Portugal] Sicherheit für die Schifffahrt

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Das Schiffsunglück an der italienischen Insel Giglio ist nicht der Anlass, diente aber als anschauliches Beispiel bei der Ankündigung des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt zur Schaffung eines Büros für die Prävention und Untersuchung maritimer Unglücke.

Das Ministerium, auch zuständig für alle Angelegenheiten des Meeres, soll im Gabinete de Prevenção e Investigação de Acidentes Marítimos (GPIAM) Schiffshavarien und andere Unfälle untersuchen, aus den Ergebnissen Empfehlungen ableiten, die neue Unglücke vermeiden helfen und die Seewege im Hoheitsbereich der portugiesischen und der EU-Gesetzgebung sicherer machen. Seit dem Jahr 2007 nahm die Generaldirektion der Hafenämter IPTM ähnliche Aufgaben wahr, allerdings war ihr Einsatz begrenzt auf Havarien mit Todesfällen oder mit dem Totalverlust eines Schiffes.

Auch im einhundertsten Jahr nach dem Untergang der Titanic gebe es noch immer sehr viel zu tun für die Sicherheit des Seeverkehrs, hieß es im Ministerium. Große Unglücke sind in der Tagespresse stets präsent, doch gebe es auch viele vermeintlich kleine Zwischenfälle, die zu verhindern seien. Die neue Behörde erhält deshalb im EU-Rahmen eine erweiterte Zuständigkeiten und orientiert sich an der Struktur ähnlicher [DLMURL="http://www.imtt.pt/sites/IMTT/Portugues/Legislacao/Nacional/TransporteFerroviario/InvestigacaoAcidentes/Paginas/InvestigacaoAcidentes.aspx"]Einrichtungen für die Sicherheit auf den Schienenwegen[/DLMURL] und in der [DLMURL="http://www.gpiaa.gov.pt/cs2.asp?idcat=2220"]Luftfahrt[/DLMURL].
Dabei ist sie verantwortlich für „alle technischen Verfahren im Zusammenhang mit Vorkommnissen bei Schiffen unter portugiesischer Flagge, sowie um alle Ereignisse in territorialen Binnen- und Küsten-Gewässern“.
Ausgenommen sind der militärische Seeverkehr und Fischerei-Aktivitäten von Booten mit weniger als zwölf Metern Länge.

2011 gab es insgesamt sechs maritime Unfälle, die in diese Kategorien gehören, darunter ein in Not geratenes Touristenschiff auf dem Douro. Selbst kleine Unregelmäßigkeiten sind meldepflichtig und ihre Untersuchung kann auf den Webseiten der Behörden verfolgt werden, die für GPIAM noch einzurichten sein wird. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Mich hat am "Concordia"-Unfall verwundert, daß auch 100 Jahre nach der Titanic solch ein Unglück möglich war..
Offenbar verfügte die Concordia nicht über Längsschotten (in Längsrichtung des Schiffes), sondern nur über Querschotten. Oder die vorhandenen Längsschotten wurden zu spät geschlossen.

Ferner sagte in einem TV-Interview ein dt. Havarie-Gutachter, daß auf Schiffen solcher Größe Rettungsboote für 3.000 und mehr Passagiere "aus Platzgründen" garnicht vorgehalten werden können.
Das wird verständlich, wenn man sich mal die Filme aus dem Hafen von Porto San Stefano ansieht, wo immer noch Rettungsboote am Kai liegen. Diese sind für ca. 150 Personen gedacht.
Bei 3.000 Passagieren hätten also mind. 200 solcher Boote auf dem Kreuzfahrer sein müssen, wobei für die ca. 1.000 Besatzungsmitglieder dann immer noch keine vorhanden gewesen wären.
 
Ja ja, wer rechnen kann ist klar im Vorteil. :eek:

Fehlen aber immer noch so ca. 7 für die Besatzung.
Und bei der Größe dieser Dinger kann ich mir nicht vorstellen, daß die auch nur 20 Stück an Bord hatten.
Und davon wäre wiederum die Hälfte auf der falschen Seite gewesen.
 
Hallo,

es sind 13 Rettungsboote pro Seite: Schau mal hier auf die Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar:

Wieviele Personen pro Rettungsboot möglich waren weiß ich nicht, da ich den genauen Bootstyp nicht kenne und auch nicht den Hersteller der Boote, aber vergleichbare Boote von der Fassmer Werft sind für folgende Personenzahlen zugelassen:

Ganz vorne ist jeweils ein kleines Rettungsboot angebracht, das gibt es in Größen zwischen 25 und 40 Personen,
dahinter kamen 4 Rettungsboote mittlerer Größe, von denen gab es insgesamt 9 Stück pro Seite, die können von bis zu 150 Personen im Notfall benutzt werden,
und danach kommt ein großes Tenderboot mit Doppelrumpf, von dem es pro Seite 3 Stück gab, die sind für bis zu 120 Personen im normalen Tenderbetrieb und bis zu 150 Personen als Rettungsboot zugelassen.

Dazu kommen noch eine ganze Reihe von Rettungsinseln, die vor und hinter den Rettungsbooten angebracht waren, also mehr als genug Rettungsmittel für alle an Bord, wenn man sie denn rechtzeitig einsetzt ...

Gruß Alex
 
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