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Immobilie/Toplage/Verkauf/Lissabon

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Andreia Lima

Gast
Oi Gente,

ich beschaeftige mich mit dem Gedanken, eine Immobilie in Lissabon zu verkaufen. Es handelt sich um ein Industrieloft, gebaut ca. 1920, aus Ziegelsteinen und Stahl.

Die Grundflaeche des dreistoeckigen (plus Dachterasse mit Cafe) Gebaeudes betraegt 260 qm. Die gesamte Nutzflaeche betraegt 870 qm. Ich sag zu dem Gebaeude immer "Schukarton", weil es einfach eine Box ist, aber sehr charismatisch durch die Stahl-Ziegelsteinkonstruktion und die riesigen Industriefenster.

Im Inneren ist eine grosse Halle, die ich entkernt habe. Dort war ein vergammeltes, hoelzernes Zwischengeschoss. Die Bauplaene wurden ca. 2003 genehmigt, um das Gebaeude als Gewerbeeinheit auszubauen. Die sind momentan im Archiv, da 2 Jahre ohne Bauaktivitaet verstrichen sind. Koennen aber wieder aktiviert werden. Der Architekt Ricardo Bak Gorden aus Lissabon war dafuer zustaendig.

Das Gebaeude liegt an einem der suessesten Parks Lissabon, direkt vor dem wichtigsten Museums Lissabons, dem Museu Nacional de Arte Antiga in der Rua das Janelas Verdes, am Jardim 9 de Abril.

Es ist ebenerdig zur Av. 24 de Julho und zieht sich dann den Hang zum Park hoch. Der "Schuhkarton" besitzt ein Flachdach. Auf diesem Flachdach habe ich einen Mieter, der dort das Cafe "Le Chat" betreibt. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

Im Inneren habe ich einen Mieter, der eine internationale Marketingagentur betreibt. Die haben u.a. das neue Logo fuer TAP entworfen. ivity brand corp

Bruttomiete pro Jahr liegen bei ca. 127.000 Euro, wobei in ein paar Jahren eine Mieterhoehung vereinbart ist. Beide Mieter haben noch Laufzeiten bis 10 und 8 Jahren.

Das Cafe laeuft sehr gut. Mit dem Cafe habe ich nichts zu tun, aber die Betreiberin wuerde fuer ein gutes Angebot verkaufen. Das muss aber mit ihr verhandelt werden. Die ist noch ganz jung und fuehlt sich ueberfordert.

Es ist eine Spitzenlage. Extrem gute Gegend, Santos-e-Velho, Blick auf die Bruecke und den Tejo, Museu Nacional de Arte Antiga.

Ich habe das Gebaeude ziemlich billig gekauft, weil die Portugiesen einfach nicht das Potenzial erkannt haben. Fuer die war das nur ne Lagerhalle.

Eigentlich waere ich dumm, zu verkaufen. Deshalb nur gegen den 17-fachen Wert der Bruttomiete, also Ertragswertverfahren. Das waeren dann 2,2 Millionen Euro. das waere ein gutes Geschaeft fuer mich und fuer den Kaeufer auch, bei derzeit niedrigen Renditen und Zinsen.

Meine Motive, zu verkaufen sind einfach, dass ich jetzt in Brasilien, Rio de Janeiro, lebe und irgendwie alles, was mit Portugal zu tun hat, kappen moechte. Ich war da 10 Jahre lang ungluecklich. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Die Mieter haben zwar immer bezahlt, aber man muss denen immer hinterherrennen. Wirtschaftlich gehts den Mietern sehr gut, aber mich nervt das ganz einfach.

Momentan bin ich in Rio. Bin aber ab dem 15. Dezember eine Woche in Lissabon, danach bis Maerz in Berlin.

Ich gehe ja nicht davon aus, dass sich hier jemand spontan zum Kauf meldet, aber ich wollte es mal in der Community bekannt machen. So eine Immobilie verkauft sich nicht von heute auf morgen.

Erreichen kann man mich unter der bras. Telefonnummer +552134965802 oder unter lisbon (at) artshuttle.net oder ueber Skypename junomenino, wenn ich online bin.

Es lohnt sich, mal in das Terrassencafe zu gehen. Es ist wunderschoen dort.

Liebe Gruesse nach Portugal, Dirk

(Andreia Lima ist nur mein Kuenstlername)
 
Noch eine kleine Ergaenzung zum Verstaendnis. Ich habe das Haus etwa 2001 gekauft. Ging ziemlich unproblematisch ueber die Buehne, da ich einen renommierten Rechtsanwalt hatte, der auch perfekt deutsch spricht. Pedro Horta e Costa. Ist auf der Anwaltsliste der deutschen Botschaft Lissabon. Hat auch alles super geklappt.

Es sollte ausgebaut werden. Fuer mich als Gringo, trotz gutem Architekten, hat die damals genehmigte Baugenehmigung zwei Jahre gedauert. Es ging nicht um Neukonstruktion, sondern lediglich um Renovierung. Zwei Jahre des Wartens.

Irgendwann habe ich dann die Lust verloren. Zwei Jahre, fuer eine Genehmigung, ein Haus wieder in den Zustand herzustellen, in dem es mal war? Krank.

Danach musste ich die Zeit irgendwie nutzen und habe diese schoene Halle fuer Events vermietet. Hat sich gelohnt.

Heute bin ich stolz, dass ich das hinbekommen habe. Die Vermietung laeuft ja wunderbar.

Ich schwanke, ob ich wirklich verkaufen moechte, oder nicht. Das Objekt ist genial. Auch darauf bin ich stolz, weil ich es selbst gefunden habe. Die Rendite fuer mich ist momentan fantastisch, da ich nur 15% Einkommensteuer als Auslaender zahle.

Portugal war fuer mich eine ziemliche Enttaeuschung. Eigentlich in allem. Ich bin echt froh, dass ich den Absprung geschafft habe. Portugal mag ja nett sein, aber ist absolut nichts fuer mich. Ich moechte das Kapitel in meinem Leben abschliessen.

Falls ich wirklich verkaufen will, wende ich mich auch an die internationalen Luxusmakler, wie Sotheby's.

Ich will auch nicht wegen der Krise verkaufen. Portugal interessiert mich einfach nicht mehr. Ich finde da nichts, was irgendwie spannend waere. Im Leben bin ich soviel rumgekommen und muss feststellen, dass Portugal ganz, ganz hinten liegt. Fuer mich persoenlich.

Brasilien und Angola boomen ja gerade. Ich glaube, ich finde da einen Kaeufer. Die haben genug Geld, quasi Taschengeld, um zu investieren.

Mal sehen. Liebe Gruesse, Dirk
 
War eigentlich schon mal jemand in dem Terrassencafe?

Ich war vorhin da. Ein fantastischer Nachmittag. Es lohnt sich wirklich dorthin zu fahren. Die Kueche ist sehr kreativ.

Habe ein wenig, naja eigentlich ziemlich viel mit Camila, der Cheffin geredet. Die ist halt Halb-Brasilianerin und da kann man in kurzer Zeit viele Infos austauschen. Und nicht nur blablabla.

Die ist ja da taeglich und regelmaessig kriegt sie Anfragen, ob das ganze Objekt zu verkaufen waere. Kann sie natuerlich nicht ohne mich machen. Camila hat schon Angebote von 5 Millionen erhalten!!!

Vielleicht hat sich doch alles gelohnt.

edit admin: Der letzte Satz war sinngemäß früher etliche Male doppelt gepostet
 
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