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Suche nach "Zeitungs"-Artikel - Satire zum 11. September 2001

Im November 2001 haben wir - wie fast jeden Herbst - einige Wochen in Portugal verbracht. U. a. waren wir einige Tage im Algarve. Dort habe ich in Praia da Rocha eine deutsch-sprachige "Zeitschrift" oder wohl eher Infoblatt für Touristen und Residente in die Hände bekommen, in der ein Artikel "10 gute Gründe, warum das, was am 11. September passiert ist, nicht in Portugal passieren kann" aufzählte. Welche Zeitung / Zeitschrift / Info das war kann ich leider nicht mehr erinnern, aber auf jeden Fall war's in deutscher Sprache für den Algarve und beinhaltete u. a. auch Veranstaltungs- und Ausflugstipps:confused: Ich glaube, das Teil war lediglich in schwarz-weiß gehalten; also schwarzer Druck auf weißem Papier und enthielt - glaube ich - nicht einmal Bilder.

Der besagte Artikel befasste sich - meiner Meinung nach in hervorragend satirischer Manier - mit dem 11. September und den damit verbundenen Terror-Anschlägen in den USA. Nach den Angaben in der erwähnten Zeitung / Zeitschrift wurde er von portugiesischen Journalisten (ich glaube es wurde die Mehrzahl verwendet) verfasst. Leider habe ich diese Zeitung irgendwo verlegt (oh, heilige Ordnung) oder entsorgt (in einem Anfall von Aufräumwahn) und würde gerne wieder an die "10 guten Gründe" heran kommen.

Alles "googlen" blieb bisher erfolglos, wohl auch weil ich den portugiesischen Original-Titel und / oder den oder die namentlichen Verfasser nicht kenne.

Nun meine Frage: Hat jemand von Euch eine Idee, wie ich den Artikel noch einmal bekommen könnte bzw. weiß jemand um welche Zeitung/Zeitschrift es sich gehandelt haben könnte?

(Bitte versteht mich nicht falsch. Die Terroranschläge heiße ich auf keinen Fall gut und ich möchte mich auch nicht über das Leid der vielen Betroffenen und deren Angehörigen lustig machen. Viel mehr hat der Artikel die portugiesische Lebensweise und -gewohnheiten in liebevoll-humoristischer Weise karikiert, und viele meiner portugiesischen Bekannten würden sich sehr freuen in einmal vollständig zu haben und nicht nur die Bruchstücke erzählt zu bekommen, die ich noch erinnere. Z. B. "In Portugal wäre das nicht passiert. In P ist morgens um 8 noch niemand im Büro! Wer so früh schon auf wäre, würde allenfalls einen Parkplatz suchen. Hätte er tatsächlich einen Parkplatz gefunden, würde er im nächsten Café eine Bica trinken und über das Fußballspiel des Vorabends debattieren - oder über das der vergangenen Woche.." usw. usf.)

Daher bitte ich Euch um Hilfe. Insbesondere HJB oder die anderen "Süd-Lichter" in P könnten diesen Artikel ebenfalls gelesen haben oder sich etwas genauer als ich daran erinnern. Schon einmal vielen Dank im Voraus.
 
pt Text u 9/11

Im November 2001 haben wir - wie fast jeden Herbst - einige Wochen in Portugal verbracht. U. a. waren wir einige Tage im Algarve. Dort habe ich in Praia da Rocha eine deutsch-sprachige "Zeitschrift" oder wohl eher Infoblatt für Touristen und Residente in die Hände bekommen, in der ein Artikel "10 gute Gründe, warum das, was am 11. September passiert ist, nicht in Portugal passieren kann" aufzählte.

...das war wohl in der Zs "Xtrablatt", die es seit 2002 nicht mehr gibt. Hatte jedenfalls mit Uwe Heitkamp nocht zu tun. Mal sehen ob ich noch was finde, dann demnächst mehr an dieser Stelle!
Tchau e boa noite!:confused::confused:
 
Der Beitrag war in besagtem Xtrablatt vom November 2001. Es handelt sich um eine leicht gekürzte Übersetzung eines textes, der damals durchs Internet ging, in Blogs kursierte und entsprechend häufig im Mails zitiert wurde.
Hier ist er:


Nach den verheerenden Anschlägen in den USA herrschte tagelang Stille in allen Bereichen von Rundfunk, Fernsehen und Öffentlichkeit, die sich zu anderen Zeiten mit Humor befassen oder mit dem, was sie davon halten. Nachdem sich die Zurückhaltung gelockert hatte, die Trauer und Mitgefühl geboten hatten, war ziemlich klar, daß Humoristen aller Länder in einer vorsichtigen Form auch die grauenhaften Ereignisse von New York und Washington in ihren Scherzen verarbeiten würden.
Psychologen sagen, daß Lachen befreie und helfe, über Angst und Ratlosigkeit hinwegzukommen, andere lachen einfach gerne über alles und erklären, das Leben müsse weitergehen, dritte finden gewisse Themen, humoristisch präsentiert, einfach nur geschmacklos. Kurz nach den Attentaten jedenfalls kursierte der im folgenden abgedruckte Text auf portugiesischen Internetseiten und wurde von Portugiesen in aller Welt an ihre Freunde gemailt. Gemeinsam ist all jenen, die den Text weitergaben die wohl ernstzunehmende Bekundung, sie wollten sich nicht auf Kosten der Opfer amüsieren, sondern lediglich zeigen: "so sind wir selbst tatsächlich":

"Nach den tragischen Ereignissen in Amerika taucht eine Frage auf: Was wäre, wenn das alles in Portugal passiert wäre? Wenn das also hier passiert wäre, hätte es eine ungleich geringere Wirkung gehabt. Das ist so, weil wir in Portugal viel besser auf solche möglichen Anschläge vorbereitet sind, als die USA.
1. Weil wir auf solche Anschläge gefaßt sind, bauen wir erst gar keine Hochhäuser.
2. Weil wir stets mit solchen Anschlägen rechnen, ist um 8:45 Uhr morgens noch kein Mensch in seinem Büro, und selbst wer da sein wollte, wäre um diese Zeit noch damit beschäftigt, auf der Suche nach einem Parkplatz um den Block zu kurven. Oder aber wir säßen im Café bei einer Bica und diskutierten das Fußballspiel vom Vortag oder auch von der Woche davor. Im Büro wären wir erst so gegen Mittag anzutreffen.
3. Weil wir auf solche Anschläge vorbereitet sind, unternimmt unsere Feuerwehr alle Anstrengungen, sich nicht unnötig in Gefahr zu begeben und nicht früher als eine Stunde nach dem Notruf an den Katastrophenort zu kommen.
4. Weil wir an die Möglichkeit solcher Anschläge denken, arbeiten portugiesische Flughäfen sehr effektiv: die Passagiere werden zunächst mit dem Bus kreuz und quer über die Rollbahn gefahren und erst dann ans Flugzeug, sodaß jeder Terrorist mit seinem persönlichen Flugplan völlig durcheinander geraten würde.
5. Kein Portugiese ließe es jemals zu, daß ein Terrorist ein Flugzeug entführt. Wir würden den Terroristen sofort als Hundesohn beschimpfen und als Schaf und Sch...kerl, würden ihm ins Gesicht schreien, daß er sich dahin verziehen soll, wo er hergekommen ist, und würden diesem komischen Rashid ein Butterbrot an den Kopf werfen.
6. Kein Portugiese würde sein Handy für einen letzten Anruf einsetzen, sondern nur, um dem Terroristen auf den Rüssel zu hauen.
7. Ein Gebäude in Portugal würde niemals einstürzen, denn die Straßen sind so schmal, daß das Gebäude gar keinen Platz hätte, um in sich zusammenzufallen.
8. Außerdem wissen die Terroristen nicht, wo Portugal liegt, sie wissen nur, daß das irgendein Teil von Spanien sein muß.
9. Wenn ein Terrorist ein Jahr in Portugal gelebt hat, so wie die ja wohl in den USA gelebt haben, wäre er hierzulande längst als Hilfsarbeiter auf einer Baustelle gelandet und wahrscheinlich schon vom Gerüst gefallen. Und Tote können keine Flugzeuge überfallen. Es geht eben nichts über die portugiesische Arbeitssicherheit ...
10. Ein Terrorist würde in Portugal niemals Handbücher über Flugzeugtechnik und –steuerung finden, höchstens einen Almanach mit reichlich Zeichnungen der Spirit of St.Louis.
Wie man sieht, sind wir ein Land, in dem zu unserem Schutze alles gut durchorganisiert ist."
 
Der Beitrag war in besagtem Xtrablatt vom November 2001. Es handelt sich um eine leicht gekürzte Übersetzung eines textes, der damals durchs Internet ging, in Blogs kursierte und entsprechend häufig im Mails zitiert wurde.

Olá Raparriga,

Muito Obrigada! Genau das ist der Artikel, den ich meinte. Viiiiielen Dank! Ach hätte ich doch eher gefragt ...
Aber, es ist wie immer, "Wer nicht fragt, hat quasi schon ein 'Nein!'"
Auf jeden Fall hast Du heute schon einmal mindestens eine gute Tat zu verbuchen;)
 
Hallo hpp,
seit November 2001 gab es auch noch einige andere "Abstürze" - besonders in meinem Computer... soll heißen: Ich habe das Original nicht mehr und obs zu googeln wäre ... mir fehlt die Zeit.
rapariga
 
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