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Portugal: Bürokratie pur - Salzgehalt im Brot gesetzlich geregelt

Ab 12. 08. 2010 darf in Portugal der Salzgehalt des Brotes nicht mehr als 14 Gramm pro Kilo betragen. Ein entsprechendes Gesetz wurde am 12.08.2009 veröffentlicht, es tritt jedoch erst in einem Jahr in Kraft. Ausgenommen von dieser Regelung ist Brot, das als traditionelles Produkt anerkannt ist und Namensschutz geniesst.
Der Salzgehalt des Brotes liegt in Portugal je nach Landesteil zwischen 18 -21 Gramm pro Kilo bei "normalem" Brot, beim "pão integral" im Schnitt bei 15 Gramm pro Kilo - so eine Studie, die beim Gesetzgebungsverfahren zugrunde gelegt wurde. Supermärkte bieten jedoch regelmässig auch Brot ohne Salz oder "meio sal" (nur die Hälfte Salz) an.
Weiterhin ist zukünftig vorgeschrieben, dass auf verpackten Lebensmittel der Salzgehalt deutlich angegeben sein muss.
Die Nichteinhaltung der neuen Vorschriften wird mit einem Bussgeld von 500 - 5000 Euro geahndet.
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So wie ich das gehört habe, ist dies keine bürokratische Massnahme. Vielmehr stünde dahinter die Tatsache, dass sich viele Portugiesen (vor allem die arme Bevölkerung) überproportional mit Brot ernähren müssen. Dies hat dazu geführt, dass sich die Ärztevereinigung (oder -Kammer? Ordem...) für eine Reduzierung des Salzgehaltes im Brot ausgesprochen habe. Der hohe Salzgehalt würde langfristig die Volksgesundheit schädigen. So gesehen wäre dies praktizierter Verbraucherschutz.
 
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