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[Perspektive Portugal] Wahhl zum Wort des Jahres

Das Wort des Jahres wird auch in Portugal gewählt. Der enzyklopädische Verlag Porto Editora ruft, wie schon in den vergangenen Jahren, zur Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar auf; die Klicks werden bis zur letzten Minute des Jahres registriert.
Die Linguisten der Wörterbuchredaktion haben eine Vorauswahl getroffen, die die zehn am häufigsten benutzten Begriffe umfasst, mit denen 2012 ein gesellschaftlich und politisch relevanter Vorgang oder Zustand beschrieben wurde.
Im vergangenen Jahr bekam das Wort 'austeridade' bei der Online-Abstimmung die meisten Stimmen und auch dieses Jahr kommen zumindest neun der zur Wahl stehenden Begriffe aus der Welt der ungeliebten Politik und ihrer täglichen Hiobsbotschaften:
'cortes', die finanziellen Kürzungen, stehen dabei neben 'desemprego', der Arbeitslosigkeit, und der 'democracia', die viele bedroht sehen. Weiter finden sich 'impostos', die Steuern, 'TSU' (Taxa Social Única), der Beitrag zur Sozialversicherung, und 'manifestação', der Ausdruck des Protests gegen Fehlentwicklungen bei den vorgenannten Auswahl-Begriffen. So fand auch das Wort 'solidariedade' seinen Weg auf die Liste.

Ebenfalls steht 'refundar' dort: So Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbarRegierungschef Pedro Passos Coelho im Oktober seine Gedanken über eine Neuordnung der gesellschaftlichen Grundordnung in Portugal, was zu erheblichen Diskussionen geführt hatte. Ferner hat auch 'bosão' offenbar eine gesteigerte Bedeutung in der Themenlandschaft 2012: Das Elementarteilchen (Boson) wurde im Juli von Wissenschaftlern am europäischen Kernforschungszentrum Cern entdeckt und als „Gottesteilchen“ beschrieben, da es Materie und Masse bei der Entstehung der Gestirne erklären könnte. Das zehnte Wort, das zugleich seit Beginn des Wortvotums Ende vergangener Woche deutlich vorne liegt, ist eine Neuschöpfung: 'entroikado'. Das steht (noch) nicht im Wörterbuch und heißt frei (und abgemildert) übersetzt: „Von den Organen der internationalen Finanzhilfe aufs Übelste behandelt“. Das Abstimmungsergebnis wird im Januar bekannt gegeben.
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