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[Perspektive Portugal] Portugal bleibt Einwanderungsland

In der Nachlese zum Internationalen Tag der Migranten, den die UN im Jahr 2000 geschaffen hat, gab das Instituto Nacional de Estatística (INE) einige Zahlen zur Immigration bekannt. Im Verlauf einer Dekade nahm die Zahl der Ausländer aus Drittländern in Portugal um siebzig Prozent zu und ausländische Mitbürger machen derzeit 3,7 Prozent der Bevölkerung aus, das ist das Ergebnis der Volksbefragung des vergangenen Jahres. In der vorherigen Dekade 1990 bis 2000 war der Zuwachs allerdings mit 112 Prozent noch größer, zurückzuführen auf die massive Zuwanderung von Arbeits-Suchenden aus Osteuropa ab 1997.

Das Profil des typischen Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbarzeichnet INE so: „Weiblich, 34 Jahre alt, unverheiratet, katholisch, brasilianischer Herkunft, mit höherer schul-Ausbildung, beschäftigt in einem Reinigungsberuf und in oder um Lissabon wohnend, denn immerhin die Hälfte aller Ausländer lebt in der Hauptstadt und in ihrem Umland, hier in erster Linie in Sintra und Amadora (hier insbesondere Einwanderer aus portugiesischsprachigen afrikanischen Ländern) sowie in Loures und Cascais.
Nach Zahlen stellen Brasilianer die größte Gruppe (28%) vor Einwanderern aus Kap Verde (10%) und Ukrainern (9%), gefolgt von Angolanern (6,8%) und Rumänen (6,3%). Neu seit 2010 ist die verstärkte Zuwanderung von Menschen aus Südamerika – nicht nur aus Brasilien.
Der vermehrte Zuzug von Chinesen trug dazu bei, dass die Zahl der Immigranten aus Asien inzwischen sechs Prozent Bevölkerungsanteil ausmacht, während es vor einer Dekade nur 2,6 Prozent waren. Umgekehrt verhält sich die Tendenz angolanischer Immigranten: Stellten sie noch 2001 die größte Ausländergruppe in Portugal, so geht seither ihre Zahl drastisch zurück.

Der parlamentarische Staatssekretär Feliciano Barreiras Duarte erklärte, Portugal müsse die Imigrationspolitik wichtiger nehmen als bisher und entsprechend gestalten. Das Land brauche Immigranten, um die sinkende Geburtenrate auszugleichen. Da gleichzeitig Arbeitskräfte das Land verlassen – Portugiesen wie auch hunderte von erst in den vergangenen Jahren Zugewanderten – fördert die Regierung verstärkt die Einwanderung investitionsbereiter, gut situierter Bürger aus EU- und Dritt-Staaten.
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