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Eine der bekanntesten Osterprozessionen im Algarve, die 'Festas das Tochas Floridas', die jedes Jahr viele Besucher nach São Brás de Alportel zieht, hat ursprünglich nichts mit dem Kirchenfest zu tun. Dem Umzug liegt eine höchst politische Begebenheit zugrunde: Die Siegesfeier über englische Marodeure im Jahre 1596.
Der englische Seefahrer Francis Drake hatte zuvor das spanische Cadiz geplündert und vier Dutzend Schiffe versenkt. Später gelang es den Engländern auch, an der Fortaleza de Sagres großen Schaden anzurichten und Schiffe zu zerstören, die auf dem Weg nach Cadiz waren, um den Spaniern zu Hilfe zu kommen.
Weniger Erfolg hatte Drake in der wichtigen Hafenstadt Faro, die er ebenfalls unter seine Herrschaft bringen wollte. Bereits vor dem Einfall der marodierenden Seemänner hatten sich die Bürger von Faro mit ihren Habseligkeiten außerhalb der Stadt versteckt und ihre Stadt praktisch von allem Wertvollen geräumt, bis auf die Bibliothek des Bischofs, die die englischen Invasoren erbeuten konnten.
Sie wurde später zur Grundlage für die Bodleyan Library, die bis heute die wichtigste wissenschaftliche Bibliothek der englischen Universitätsstadt Oxford ist. Doch papierne Weisheiten begeisterten die Seefahrer nicht: Sie zogen die Küste entlang und raubten in den Dörfern alles, was ihnen in die Hände fiel. Als die Eindringlinge in der Gegend von São Brás auftauchten, wurden sie von wütenden Bauern empfangen und mit Stöcken und Ästen in die Flucht geschlagen. Wenig später entfernte sich die gesamte Flotte von der Küste.
Die Portugiesen feierten, schmückten ihre hölzernen Waffen mit Blumen und trugen sie als Zeichen ihres Sieges durch die Stadt zur Messe in die Kirche. Diese Prozession zieht auch heute noch alljährlich am Ostersonntag durch den gänzlich blumengeschmückten Ort São Brás de Alportel (ab 10 Uhr in den Straßen der Stadt).
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Eine der bekanntesten Osterprozessionen im Algarve, die 'Festas das Tochas Floridas', die jedes Jahr viele Besucher nach São Brás de Alportel zieht, hat ursprünglich nichts mit dem Kirchenfest zu tun. Dem Umzug liegt eine höchst politische Begebenheit zugrunde: Die Siegesfeier über englische Marodeure im Jahre 1596.
Der englische Seefahrer Francis Drake hatte zuvor das spanische Cadiz geplündert und vier Dutzend Schiffe versenkt. Später gelang es den Engländern auch, an der Fortaleza de Sagres großen Schaden anzurichten und Schiffe zu zerstören, die auf dem Weg nach Cadiz waren, um den Spaniern zu Hilfe zu kommen.
Weniger Erfolg hatte Drake in der wichtigen Hafenstadt Faro, die er ebenfalls unter seine Herrschaft bringen wollte. Bereits vor dem Einfall der marodierenden Seemänner hatten sich die Bürger von Faro mit ihren Habseligkeiten außerhalb der Stadt versteckt und ihre Stadt praktisch von allem Wertvollen geräumt, bis auf die Bibliothek des Bischofs, die die englischen Invasoren erbeuten konnten.
Sie wurde später zur Grundlage für die Bodleyan Library, die bis heute die wichtigste wissenschaftliche Bibliothek der englischen Universitätsstadt Oxford ist. Doch papierne Weisheiten begeisterten die Seefahrer nicht: Sie zogen die Küste entlang und raubten in den Dörfern alles, was ihnen in die Hände fiel. Als die Eindringlinge in der Gegend von São Brás auftauchten, wurden sie von wütenden Bauern empfangen und mit Stöcken und Ästen in die Flucht geschlagen. Wenig später entfernte sich die gesamte Flotte von der Küste.
Die Portugiesen feierten, schmückten ihre hölzernen Waffen mit Blumen und trugen sie als Zeichen ihres Sieges durch die Stadt zur Messe in die Kirche. Diese Prozession zieht auch heute noch alljährlich am Ostersonntag durch den gänzlich blumengeschmückten Ort São Brás de Alportel (ab 10 Uhr in den Straßen der Stadt).
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