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[Perspektive Portugal] Neue Kassen gegen Steuerflucht

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Zur Kasse, bitte
Geschäfte und Gaststätten, die im vergangenen Jahr mehr als 125.000 Euro Umsatz gemacht (ab 2012 > € 100.000/Jahr) oder mehr als eintausend Kassenbons ausgestellt haben, müssen bis zum 1. April neue Kassen aufstellen.

Als Maßnahme gegen Steuerflucht und falsche Abrechnungen verordnen die Finanzämter Portugals Händlern und Wirten zertifizierte Software für moderne, computergesteuerte Kassen (Portaria nº22-A/2012)
. Alte Modelle werden unzulässig, sofern die entsprechende Software nicht installiert werden kann, so Finanz-Staatssekretär Paulo Núncio.

Im Juni 2010 hatten die Software-Produzenten Richtlinien für die Funktion und Inhalte der Rechnungs-Programme erhalten, nun folge der nächste Schritt und „der Kreis der Steuerpflichtigen wird erweitert, die bei der Abrechnung von Waren und Dienstleistungen vom Fiskus vorgegebene Computer-Programme einsetzen müssen“. Parallel zur sich verschärfenden Wirtschafts-Krise sei eine Tendenz zu falschen Abrechnungen zu erkennen, mit denen Verkäufer Steuern sparen und die Kundschaft Preisnachlässe zu erzielen versuchten, so Núncio.

Zwei Tage nach Inkrafttreten des Gesetzes erklärten heute drei Handels-Verbände und eine Gruppe von Restaurant-Betreibern, sie wollten die Vorschrift vor Gericht anfechten: Der Umsatz-Grenzwert „von etwa 10.400 Euro im Monat ist so niedrig, dass nun innerhalb von zwei Monaten rund 200.000 Firmen ein Vermögen in die Umrüstung stecken und neue Kassen anschaffen müssen“, so der Anwalt Daniel Alves da Cunha. Und selbst, wer bereits moderne Kassen habe und nun lediglich die Software installieren müsse, stehe vor einem logistischen Problem. Außerdem sei es „unmoralisch, kurz nach Erhöhung der Mehrwertsteuer den Wirten erneute finanzielle Belastungen aufzuerlegen, die mit der Umrüstung verbunden seien. Die vom Fiskus vorgesehene Umrüstung kostet nach Angaben von Alves da Cunha „mindestens zweitausend Euro pro Kellner“. Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

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Wann werden endlich die vermutlich groessten Steuerhinterzieher in Portugal, wie Aerzte, Anwaelte, Architekten etc. an die Steuer-Kandare genommen?
Bin seit ueber 20 Jahren in Portugal und noch nie hat mit jemand aus den genannten Berufsgruppen freiwillig eine ordentliche Rechnung bzw. "recibo verde" angeboten.
 
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