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[Perspektive Portugal] Nachdenken über die Folgen der Waldbrände

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[TD="class: tr-caption, align: center"] Die roten Flecke markieren
die Waldbrände der
vergangenen sieben Tage
Grafik: ANPC nach Satelliten-
Bildern der NASA
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Umweltministerin Assunção Cristas erwägt, einen Teil des Landes, das in diesem Sommer von Waldbränden vernichtet wurde, in eine Bolsa de Terras aufzunehmen, die der Ministerrat im Frühjahr konzipiert hat und die das Parlament vermutlich noch in diesem Monat verabschieden wird.
Diese Bodenbank umfasst Terrain, das für land-, forst- oder weidewirtschaftliche Nutzung geeignet ist und von Bauern gepachtet werden kann. Deutliche Steuervergünstigungen sollen als zusätzlicher Anreiz wirken.

Vorbild ist die spanische die Banco de Terras de Galicia, die im Nachbarland seit 2007 existiert und der Landflucht und der Versteppung der Böden entgegenwirken soll. Bereits im vergangenen April hatte die Politikerin im Alentejo ein Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar, ohne die Portugal „viel Geld und dazu noch seine Bauern verlieren“ werde.

Bis heute haben Waldbrände in ganz Portugal nach Angaben des Zivilschutzes (Associação Nacional de Proteção Civil; ANPC) etwa 80.000 Hektar Wald zerstört – dreimal mehr als 2011 – das entspricht der Gesamtfläche aller 284 Naturschutzgebiete im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.
Allein seit dem Wochenende zählten die Helfer landesweit über 1.100 Wald- und Buschbrände „unterschiedlicher, aber erheblicher Dimensionen“.

Auf einer Webseite der ANPC können die Brandgefahr in den Regionen und die [DLMURL="http://www.prociv.pt/cnos/Pages/ListaFogos.aspx"]Daten derzeit noch zu löschender Brände[/DLMURL] eingesehen werden.

„Wohin man guckt, wohin man tritt, alles verbrannt“, sagt ein betroffener Anwohner in der Nähe von Oliveira do Hospital. Die Menschen in der Gegend begrüßen die Einverschreibung brach liegender oder im Wildwuchs stehender Flächen in eine Bodenbank, denn wenn mehr Land bearbeitet und bewacht wird, könnten Brände sich nicht auf so dramatische Weise unkontrolliert ausbreiten.
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[TD="align: center"]Waldbrand+Oliveira+do+Hospital.jpg[/TD]
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[TD="class: tr-caption, align: center"] Verbrannte Erde, soweit das Auge reicht,
wie hier in Oliveira do Hospital
FOTO: Correio da Beira Serra
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Doch jetzt müssen die Anwohner erst einmal mit den Folgen ihrer verbrannten Landschaft und der abgebrannten Ernte und Baumbestand fertig werden. Im Algarve, wo im Juli verheerende Brände wüteten, warten die Geschädigten auf Hilfsgelder, die ihnen die Ministerin „schnell und unbürokratisch, im September“ versprochen hat und mancherorts erste Krisenfälle bereits finanziell abgefedert wurden.

Nach ersten Schätzungen belief sich der Schaden in den Kreisen Tavira und São Brás de Alportel auf 24 Millionen Euro. Auch die Waldbrandopfer in Zentral- und Nordportugal haben diese Zusage vernommen, pochen auf das gleiche Recht und wollen sich nicht auf schlechtere Bedingungen einlassen, denn auch „unser Land trägt zum Bruttoinlandsprodukt bei, ebenso wie die verbrannten Korkwälder im Algarve“, sagte ein Landwirt in der Nähe von Viseu, nach der verhaltenen Rede von Premierminister Pedro Passos Coelho, die Regierung „bemüht sich, im Rahmen des Möglichen Hilfszahlungen an die Betroffenen der jüngsten Brände zu leisten
. Im Anschluss traf sich der Regierungschef dann mit der Troika, doch ist fraglich, ob der nach den Waldbränden notwendige finanzielle Aufwand des Staates die Verhandlungen über den Sparkurs beeinflussen können.
Im Übrigen gilt seit einem Jahr e
ine strengere Umweltgesetzgebung für die Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar, die durch Brandstiftung oder Fahrlässigleit entstanden sind.
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