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[Perspektive Portugal] Maut führt zu mehr Knöllchen

Die ehemals mautfreien und seit Ende 2011 gebührenpflichtigen Autobahnen hatten in den vergangenen Monaten einDieser Link ist leider nicht mehr erreichbar.
Der Protest der Anwohner gegen den Straßenzoll hat im ganzen Land zu vielfältigen und zum Teil andauernden Protestaktionen geführt. Dabei wurde ein Aspekt nie berücksichtigt: Die Ausweichrouten von mautssparenden Autofahrern haben auf den Alternativrouten über die Landstraßen zu mehr Fahrzeugen und erhöhter Verkehrsunsicherheit geführt, was Polizei und Verkehrswacht verstärkt patrouillieren lies.
Ergebnis: Die Zahl der Strafmandate hat sich drastisch erhöht. Die Tageszeitung Público spricht von Mehreinnahmen in Höhe von achtzig Prozent seit Oktober 2010, als die ersten, zuvor mautfreien Autobahnen im Norden des Landes mit Gebühren belegt wurden. In diesem Jahr seien die für das gesamte Jahr 2012 prognostizierten Knöllcheneinnahmen schon jetzt erreicht. Público begnügt sich nicht mit der Feststellung, sondern kündigt an, Erklärungen aus dem Verkehrsministerium zu beantragen und selbst zu untersuchen, wie sich die geahndeten Delikte geografisch verteilen und welche Zeit besondern unfallträchtig sei. Zudem fragt sich die Redaktion, ob die Verkehrsdelikte auf den Nationalstraßen wirklich so viel häufiger geworden sind und wenn ja, warum dann so gravierend in einem so kurzen Zeitraum von gerade mal zwei Jahren. Es könnte natürlich auch eine systematische Jagd auf Verkehrssünder initiiert worden sein, die heute mehr finanzielle Erfolge mit sich bringt als in vergangenen Jahren.
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