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[Perspektive Portugal] Made in Portugal

Portugiesische Konsumenten wenden sich bei ihren Einkäufen verstärkt den Erzeugnissen aus dem eigenen Land zu, auch wenn gut zwei Drittel subjektiv davon überzeugt ist, Produkte 'Made in Portugal' seien im Schnitt teurer als Importware.

In einer Untersuchung der Hochschule für Marketing [DLMURL="http://www.ipam.pt/pt/ipam-the-marketing-school.aspx"]IPAM [/DLMURL]gab immerhin jeder zweite Verbraucher an, er sehe in der Präferenz für heimische Waren einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Bei Essen und Trinken machen nationale Produkte inzwischen mehr als die Hälfte der Ware im Einkaufswagen aus.
Deutlich geringer ist der Anteil bei anderen Erzeugnissen aus portugiesischen Industriebetrieben: Nur 12,8 Prozent der gekauften Schuhe, drei Prozent der Kleidung und ganze 1,3 Prozent der Einrichtungsgegenstände für die Wohnung werden in Portugal gefertigt, so IPAM. Die Ursache dafür sei aber nicht etwa mangelndes Vertrauen, denn nahezu neun von zehn Verbrauchern geben portugiesischen Waren höchste Qualitätsnoten und sechs von zehn Befragten gefällt das Design. Hingegen erklärte über die Hälfte, es sei oft schwierig festzustellen, woher der gekaufte Gegenstand komme. Fast ebenso viele Befragte halten portugiesische Waren für zu teuer.


Auch andere Faktoren tragen nach Meinung der Konsumenten dazu bei, dass portugiesische Waren nicht so, wie verdient nachgefragt würden: Neunzig Prozent der Verbraucher bemängelten, Waren aus Portugal würden nicht ausreichend beworben. Drei Viertel meinen, die Ware sei schwer zu finden. Mehr als ein Drittel bekundete, heimische Produktion nach Hause zu tragen, verschaffe dem Käufer „weniger Prestige als internationale Marken“. Das Bewusstsein, durch „Käufe von Importware andere Länder reich und uns selbst ärmer zu machen“, wächst aber nach eigener Aussage bei drei von vier Kunden. Gleichzeitig widersprechen sie Politikern vehement, die Importschranken aufbauen wollen: Die sei „falsch verstandener Patriotismus“. Die an der IPAM-Untersuchung Beteiligten bestätigten, bei den Befragten habe durchweg ein ausgeprägtes Nachdenken über Form und Inhalt ihrer Einkäufe geherrscht.

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