Die Nachricht, die Passagierzahlen an Portugals Flughäfen seien im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent gestiegen (auch wenn dies ausschließlich dem Lissabonner Aeroporto da Portela anzurechnen ist) war gerade veröffentlicht, da kam der beunruhigende Nachsatz: Die Tendenz könnte sich sehr bald ins Gegenteil umkehren, denn der Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar – Aeroportos de Portugal hat Flughafensteuern, Stellplatz- und Hangarmieten deutlich erhöht.
Diese Gebühren wurden bisher von ANA und den Fluggesellschaften gemeinsam ausgehandelt; die jetzige Änderung erfolgte einseitig und ohne Vorwarnung als eine der ersten Amtshandlungen des französischen Bau- und Dienstleistungsmultis Vinci, der bei Ausschreibung und Verkauf des ehemaligen Staatsbetriebs ANA den Zuschlag der Regierung bekommen hatte. Erst im vergangenen November war eine Gebührenordnung für den damals noch staatlichen Airportbetreiber ANA beschlossen worden; sie sollte 2013 gelten. Vinci als privater Eigner fühlt sich daran nicht gebunden; die jetzige Neuregelung betrifft alle zehn Flughäfen in Portugal.
Die Vereinigung der in Portugal operierenden Airlines (Associação Representativa das Companhias Aéreas; RENA) protestiert und wirft der Regierung und dem neuen Betreiber „Vertrauensbruch und Missbrauch der Monopolstellung“ vor. Mitglieder der RENA, darunter die portugiesische Fluglinie TAP, die Lufthansa, Air France und weitere sechzehn internationale Airlines erwägen nun, ihre Präsenz auf Portugals Airports einzuschränken. RENA-Chef Paulo Geisler erklärte, einige Routen könnten demnächst seltener geflogen, andere komplett gestrichen werden.
Die heimische TAP hält mit fast 39 Prozent aller Passagiere die Spitzenposition der Airlines, die Portugal anfliegen. TAP und die Billigflieger Easyjet und Ryanair repräsentieren nahezu zwei Drittel des Flugbetriebs in Portugal.
Bereits im Januar hatte Ryanair-Präsident Michael O'Leary erklärt, sein Unternehmen verhandele mit Vinci über eine neue Operationsbasis des irischen Billigfliegers in Lissabon. Ab 2014 sollen demnach von dort etwa zwei Dutzend neue Strecken angeboten werden. Andere Airlines sehen sich aus dem Geschäft gedrängt und RENA beklagt, die Wahlmöglichkeiten für Fluggäste werde eingeschränkt. Vinci bestreitet die Gespräche mit Ryanair.
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Diese Gebühren wurden bisher von ANA und den Fluggesellschaften gemeinsam ausgehandelt; die jetzige Änderung erfolgte einseitig und ohne Vorwarnung als eine der ersten Amtshandlungen des französischen Bau- und Dienstleistungsmultis Vinci, der bei Ausschreibung und Verkauf des ehemaligen Staatsbetriebs ANA den Zuschlag der Regierung bekommen hatte. Erst im vergangenen November war eine Gebührenordnung für den damals noch staatlichen Airportbetreiber ANA beschlossen worden; sie sollte 2013 gelten. Vinci als privater Eigner fühlt sich daran nicht gebunden; die jetzige Neuregelung betrifft alle zehn Flughäfen in Portugal.
Die Vereinigung der in Portugal operierenden Airlines (Associação Representativa das Companhias Aéreas; RENA) protestiert und wirft der Regierung und dem neuen Betreiber „Vertrauensbruch und Missbrauch der Monopolstellung“ vor. Mitglieder der RENA, darunter die portugiesische Fluglinie TAP, die Lufthansa, Air France und weitere sechzehn internationale Airlines erwägen nun, ihre Präsenz auf Portugals Airports einzuschränken. RENA-Chef Paulo Geisler erklärte, einige Routen könnten demnächst seltener geflogen, andere komplett gestrichen werden.
Die heimische TAP hält mit fast 39 Prozent aller Passagiere die Spitzenposition der Airlines, die Portugal anfliegen. TAP und die Billigflieger Easyjet und Ryanair repräsentieren nahezu zwei Drittel des Flugbetriebs in Portugal.
Bereits im Januar hatte Ryanair-Präsident Michael O'Leary erklärt, sein Unternehmen verhandele mit Vinci über eine neue Operationsbasis des irischen Billigfliegers in Lissabon. Ab 2014 sollen demnach von dort etwa zwei Dutzend neue Strecken angeboten werden. Andere Airlines sehen sich aus dem Geschäft gedrängt und RENA beklagt, die Wahlmöglichkeiten für Fluggäste werde eingeschränkt. Vinci bestreitet die Gespräche mit Ryanair.
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