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[Perspektive Portugal] Iberisches Kommunikationsnetz

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Das EU-Parlament will ab 2016 die Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar, die bei Mobiltelefon-Gesprächen im Ausland anfallen. Bereits ab kommenden Juli sollen grenzüberschreitendes Telefonieren und Surfen mit dem Handy in der EU billiger werden – 25 Cent pro Telefon-Minute, für eingehende Anrufe acht Cent.
Surfen soll 50 Cent pro Megabit Datenvolumen kosten; alle Preise sollen bis Ende 2015 schrittweise weiter reduziert werden.

Portugal und Spanien könnten bereits im Kürze einen deutlich weiter reichenden Schritt vollziehen: Das Netzwerk grenzübergreifender Körperschaften (Rede Ibérica de Entidades Transfronteiriças; RIET) fordert, das Roaming für Telefon- und Internetverbindungen zwischen Portugal und Spanien aufzuheben und die beiden Länder im Bereich der Kommunikationstechnik als iberische Einheit zu behandeln.
Es sei nicht sinnvoll, wenn ein Unternehmer im nordportugiesischen Chaves einen Kunden im elf Kilometer entfernten spanischen Verín anruft und dafür ein Auslandsgespräch bezahle. Die Regierungschefs beider Länder, Pedro Passos Coelho und Mariano Rajoy, werden diese Frage auf dem kommenden portugiesisch-spanischen Gipfeltreffen beraten.


Iberische Kommunikation ohne Grenzen soll nach den Vorstellungen von RIET auch für andere Sektoren gelten
: Ähnlich der Telefongebühren müsse auch die Post beiderseits der Landesgrenze zum gleichen Tarif arbeiten, damit nicht „ein Brief von Verín nach Chaves teurer ist als eine Sendung von Verín nach Barcelona“.
Eine ständige Kommission soll zudem Notrufe, Zivilschutz, Feuerwehr und Notarzt grenzübergreifend organisieren. Schließlich solle auch das Zahl-System der portugiesischen Autobahn-Maut nicht an der Grenze enden und berufsbedingte Pendler zwischen Spanien und Portugal gebührenfrei fahren.

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