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[Perspektive Portugal] Hintergründe der Telefonkosten

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Bis Ende Juli müssen die Mobilfunk-Betreiber TMN, Optimus und Vodafone ihre Preispolitik ändern.

Das ordnete jetzt das Kartellamt Autoridade da Concorrência an, nachdem die Regulierungsbehörde für die Telekommunikation Anacom in einer Langzeituntersuchung Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung der Kosten bemerkte, die entstehen, wenn ein Betreiber mit einem Fremdanbieter abrechnet. Dazu gehören in erster Linie Service-Nummern, Info-Telefone und sms-Dienstleistungen, etwa in Verbindung mit dem Herunterladen von Klingeltönen oder Spielen.

TMN, Optimus und Vodafone sollen die Gebühren senken, die sie von Drittanbietern für die Serviceleistung kassieren.
Und Optimus berechnet zudem das Doppelte von dem, was die beiden Konkurrenten einfordern. Anacom hatte die Preissenkung bereits 2008 angemahnt und kommt nun zu dem Schluss, dass die Preise zwar sanken, aber nicht „dem entsprechen, was der Markt gebietet“, so Kartellamts-Chef Manuel Sebastião. Die Einnahmen von TMN und Vodafone im Zusammenhang mit Drittanbietern seien „mehr als doppelt so hoch, wie die Kosten“, das zeige, in welchem Maße die Anbieter ihre marktbeherrschende Stellung missbrauchten und preisbildende Konkurrenz unter Anbietern verhinderten. Schließlich zahle der Verbraucher die Endpreise für Anrufe bei Hotlines oder Service-Stellen.

Bis zum 31.7. müssen die drei Handy-Betreiber ihre Preise an den tatsächlichen Betriebskosten orientieren und das „ist nicht bloß eine nette Empfehlung“, ansonsten werde das Kartellamt Sanktionen verhängen. Solche Strafen können bis zu zehn Prozent des Umsatzes ausmachen.
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