In Portugal operierende Brennstoffkonzerne sind verpflichtet, Rohölreserven und Vorräte an Erdölprodukten für Notsituationen anzulegen.
Um Kosten zu senken, die mit Lagerung und Verwaltung der Energiereserven verbunden sind, bemühen sich Galp, BP und Repsol, die drei größten Konzerne, rund vier Fünftel ihrer Reserven abzugeben. Übernehmen soll die staatliche Stelle, die die eisernen Öl- und Gasvorräte überwacht, die Entidade Gestora de Reservas Estratégicas de Produtos Petrolíferos, Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar.
Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht allerdings vor, dass nur „kleine Betriebe unter bestimmten Bedingungen ihre vorgeschriebene Reserve an die EGREP abgeben dürfen“. Doch die Ölmultis argumentieren, die Finanzkrise zwinge zu rascher Kostensenkung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Lagerung und Sicherung der Reserven ist mit enormen Ausgaben verbunden – allein Galp und BP wendeten 2010 mindestens 700 Millionen Euro auf, schätzt die Wirtschafts-Journalistin Ana Maria Gonçalves.
Die dem Wirtschaftsministerium unterstellte EGREP muss bei einer Übernahme der Reserven nicht nur die Finanzierungsfrage lösen. Aus dem jüngsten Rechenschaftsbericht geht hervor, dass in Portugal Logistik und Orte für eine zentrale Lagerung der Reserven fehle. Ihre Einrichtung erfordere umfangreiche, teure Baumaßnahmen. Die Daten der EGREP zeigen, dass nahezu die Hälfte der portugiesischen Rohölreserve und ein gutes Drittel der Vorräte an bereits raffiniertem Öl in Norddeutschland lagern, in der Nachbarschaft der deutschen strategischen Rohölreserven; auch Belgien lagert dort.
Gonçalves findet es „bizarr, dass strategische Reserven nicht direkt bei der Hand sind, sondern weit weg und außerdem unter hoheitlicher Kontrolle eines anderen Staates“. Öl und Gas stellen siebzig Prozent der Energieversorgung Portugals sicher, Rohstoffe, die das Land nicht besitzt und vollständig importieren muss.
Die EGREP arbeitet seit 2004 und ist eine späte Konsequenz aus den europäischen Erfahrungen der Ölkrise der 1970er Jahre. Die staatliche Stelle muss für den Notstand Reserven von Motorenbenzin, Dieselkraftstoff und Masut (ein hochsiedender Destillationsrückstand des Erdöls) jeweils für die Dauer von neunzig Tagen sicherstellen. So fordert es die EU von allen Mitgliedsländern. Laut EGREP-Bericht für 2011 lagen die verfügbaren Reserven allerdings im Schnitt nur bei knapp der Hälfte. Verglichen mit den gegenwärtigen Mobilitäts-Gewohnheiten in Portugal sei dieser Vorrat „völlig unzureichend und unangemessen“.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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Um Kosten zu senken, die mit Lagerung und Verwaltung der Energiereserven verbunden sind, bemühen sich Galp, BP und Repsol, die drei größten Konzerne, rund vier Fünftel ihrer Reserven abzugeben. Übernehmen soll die staatliche Stelle, die die eisernen Öl- und Gasvorräte überwacht, die Entidade Gestora de Reservas Estratégicas de Produtos Petrolíferos, Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar.
Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht allerdings vor, dass nur „kleine Betriebe unter bestimmten Bedingungen ihre vorgeschriebene Reserve an die EGREP abgeben dürfen“. Doch die Ölmultis argumentieren, die Finanzkrise zwinge zu rascher Kostensenkung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Lagerung und Sicherung der Reserven ist mit enormen Ausgaben verbunden – allein Galp und BP wendeten 2010 mindestens 700 Millionen Euro auf, schätzt die Wirtschafts-Journalistin Ana Maria Gonçalves.
Die dem Wirtschaftsministerium unterstellte EGREP muss bei einer Übernahme der Reserven nicht nur die Finanzierungsfrage lösen. Aus dem jüngsten Rechenschaftsbericht geht hervor, dass in Portugal Logistik und Orte für eine zentrale Lagerung der Reserven fehle. Ihre Einrichtung erfordere umfangreiche, teure Baumaßnahmen. Die Daten der EGREP zeigen, dass nahezu die Hälfte der portugiesischen Rohölreserve und ein gutes Drittel der Vorräte an bereits raffiniertem Öl in Norddeutschland lagern, in der Nachbarschaft der deutschen strategischen Rohölreserven; auch Belgien lagert dort.
Gonçalves findet es „bizarr, dass strategische Reserven nicht direkt bei der Hand sind, sondern weit weg und außerdem unter hoheitlicher Kontrolle eines anderen Staates“. Öl und Gas stellen siebzig Prozent der Energieversorgung Portugals sicher, Rohstoffe, die das Land nicht besitzt und vollständig importieren muss.
Die EGREP arbeitet seit 2004 und ist eine späte Konsequenz aus den europäischen Erfahrungen der Ölkrise der 1970er Jahre. Die staatliche Stelle muss für den Notstand Reserven von Motorenbenzin, Dieselkraftstoff und Masut (ein hochsiedender Destillationsrückstand des Erdöls) jeweils für die Dauer von neunzig Tagen sicherstellen. So fordert es die EU von allen Mitgliedsländern. Laut EGREP-Bericht für 2011 lagen die verfügbaren Reserven allerdings im Schnitt nur bei knapp der Hälfte. Verglichen mit den gegenwärtigen Mobilitäts-Gewohnheiten in Portugal sei dieser Vorrat „völlig unzureichend und unangemessen“.Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar
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