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[Perspektive Portugal] Ein Lob auf die Bica

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Kleine Tasse - großes Lob​
Während sich portugiesische Verbraucher nach der Änderung der Mehrwertsteuersätze in den Läden die Preisschilder genauer ansehen und Kaffeefreunde prüfen, wie viel sie für ihr geliebtes schwarzes Aufgussgetränk nun mehr zahlen müssen (und für die Kuchen- oder Pastel de Nata-Beilage), kommt eine Liebes-Erklärung für die portugiesische Kaffeepause aus einer Ecke, die für Portugal ungewohnt ist: Paco Nadal, Reise-Schriftsteller und weit gereister Reporter der größten spanischen Zeitung El País, in deren Rahmen er auch einen Reiseblog führt, schreibt darin:
„Ich kenne nur zwei Länder auf der Welt, wo man einen kleinen schwarzen Kaffee bestellen kann und mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit was richig Gutes bekommt: Italien und Portugal“. Der Rest sei „verbrannte Erde“; und damit meint Nadal wohl nicht nur, dass es andernorts nichts Nennenswertes gebe, sondern auch den Geschmack des Kaffees.
Bei seinen Reisen durch Portugal sei ihm aufgefallen, dass er als Kaffee-Verwöhnter nie daneben liege, egal „ob ich in ein elegantes Café im Chiado gehe oder in eine ländliche Tasca im Alentejo“. Der Kaffee werde immer in den richtigen schmale, hohen Tassen serviert und cremig, Säuregehalt und Bitternstoffe sind mild balanciert, das Aroma ist kaffeefrisch und richt nicht verbrannt“ (vermutlich war er nie in einem Algarve-Einkaufszentrum: Dort wird Kaffee auch schon mal in Plastikbechern angeboten).

Der Reisereporter fragt sich, „warum man in einer spanischen Bar Einsfünfzig für etwas zahlen muss, dass nicht nach Kaffee aussieht, nicht wie Kaffee riecht und nicht einmal an Kaffee erinnert“. Da Nadal sich zwar als „Kaffee-Süchtiger“ aber nicht als Kaffeespezialist versteht, hat er eine Expertin zu Rate gezogen und erfahren, dass die Bars seiner Heimat oft „billige Bohnen oder Kaffeepulver einkaufen, die überröstet seien und aus denen niemand mehr guten Kaffee machen kann“, erklärte ihm seine auf Kulinarik spezialisierte Kollegin Ana Lorente. Ein gängiger Trick sei auch, den Kaffee „mit zuviel heißem Dampf zuzubereiten in der Hoffnung, dabei ergebe sich mehr“.
Den zweitbesten Kaffee hat Nadal nach eigener Einschätzung in Österreich, Venezuela und Griechenland getrunken. [/FONT]Dieser Link ist leider nicht mehr erreichbar

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